Adler Mannheim
Die Adler Mannheim sind eine deutsche Eishockeymannschaft aus Mannheim, die seit 1994 und damit als Gründungsmitglied in der Deutschen Eishockey Liga spielt. Die Profimannschaft wurde 1994 als GmbH vom 1938 gegründeten Mannheimer ERC ausgelagert, der Stammverein ist noch heute für den Amateur-, Frauen- und Nachwuchsbereich verantwortlich. Eigentümer der Spielbetriebsgesellschaft ist Daniel Hopp.
Auch Spiel 3 der Serie geht an Mannheim
Adler mit starkem Schlussdrittel zum 4:1 Erfolg
Nach zwei Erfolgen, jeweils in der Overtime, haben sich die Adler die bestmögliche Ausgangsposition für diese Serie geschaffen. Jetzt gilt es nachzulegen, um dann vielleicht bereits am kommenden Dienstag das Finale buchen zu können.
Von Beginn an erlebten die 13.600 Fans in der erneut ausverkauften SAP-Arena ein sehr temporeiches Match zweier Teams auf Augenhöhe. Die ersten Minuten gingen an die Adler, die sich durch Gilmour und Greco zwei gute Chancen herausgespielt hatten. Bei beiden Versuchen war Bibeau zur Stelle.
Torloses erstes Drittel
Wie schon in den beiden ersten Spielen, begegneten sich beide Teams auf hohem Niveau. Geschenke gab es hier keine. Die Adler waren besser im Spiel, dann übernahm aber München mehr und mehr die Anteile, wurde offensiver. So ergaben sich gute Chancen, die aber oftmals noch vor Franzreb im Mannheimer Kasten entscheidend unterbrochen wurden. Red Bulls griff früh an und kam jetzt besser rein, wurde durch Ferguson und Heigl gefährlich.
Die besseren Chancen hatten die Gastgeber, die immer wieder auf Scheibenverluste warteten und auf ihre Kontermöglickeiten lauerten. Wie auf der Gegenseite war aber auf für die Adler spätestens bei Bibeau im Münchner Tor Schluss. So ging es ohne Treffer in die Drittelpause.
Späte Führung für die Adler durch Gawanke
Auch der zweite Abschnitt verlief ausgeglichen, auch wenn die Adler leichte Vorteile verbuchen konnten.
Die Gastgeber waren im zweiten Drittel gefährlicher und hatten in Unterzahl zwei große Chancen nach einem Konter zur Führung. Red Bull München konnte bisher noch nicht wirklich gefährlich werden, auch zwei Zweitstrafen gegen Mannheim brachten keinen Treffer für die Bayern. Auch bei einzigen echten Powerplay kam zu wenig (24.).
So stand weiter die Null und es ging gar in die Schlussphase des 2.Drittels, bevor Gawanke mit viel Betrieb vor dem Kasten von Bibeau treffen konnte. Da sah so aus, als sei Schütz da auch noch an der Scheibe gewesen (40.).
Wie auch immer, es ist Pause in Mannheim.
Fulminantes Drittel der Adler
Konnte München im Schlussdrittel noch früh durch Ehliz ausgleichen (42.), waren die Adler in Folge doch dominant. Ab der 50.Minute brachen dann die Dämme. Exakt in der 52.Minute ein leichter Fehler im Aufbau in der eigenen Zone, Scheibenverlust und das wurde bestraft. Schütz schloss eiskalt zum 2:1 ab, bestrafte den Fehler der Bullen. In der 58.Minute, es war schon leeres Tor bei München angesagt, sprich Bibeau war vom Eis und Greco bekam den Pass und war alleine durch. Das 3:1 für die Hausherren.
Eine Minute später erneut die gleiche Situation, sprich leeres Tor und das war es dann. Kühnhackl traf zum 4:1 Endstand.
Die Mannheimer reisen am Dienstag mit einer 3:0 Führung zum ersten Matchball nach München.
Content: Michael Kaiser vom 12.04.2026
Foto: HettiPicture
Adler ziehen ins Halbfinale ein
Siegtorschütze Leon Gawanke wird zum Held des Abends
Das Fazit gleich vorneweg: Die Adler zogen in in der SAP-Arena mit einem 4:3 (0:0, 2:2, 2:1) ins Halbfinale ein, entschieden die Viertelfinale-Serie mit 4:1 für sich.
Nachdem man vor zwei Tagen noch deutlich in Bremerhaven (1:6) unter die Räder gekommen war, zeigten sich die Gastgeber heute sehr konzentriert und setzten, speziell in der Anfangsphase, die Gäste immer wieder früh unter Druck. Die erste Chance gehörte Mattinen, doch Pinguins-Keeper Hungerecker parierte (3.). Kurz darauf zielte der gleiche Spieler freistehend etwas zu hoch.
Den Gästen von der Nordsee gelang es jedoch durch eine rigorose Defensivarbeit diesen komplizierten Spielabschnitt unbeschadet zu überstehen. Nach knapp zehn Minuten musste Mattinen dann wegen Hakens auf die Strafbank - Überzahl für die Pinguins. Die Gäste kamen zwar schnell in die Formation, der ein Treffer gelang jedoch nicht. Die Adler, die auf die verletzten O’Donnell und Greco verzichten mussten, taten sich nun doch schwerer. Die Pinguins hatten sich durch die Überzahl etwas freigeschwommen, die Teams begegneten sich nun auf Augenhöhe.
Die letzte Chance des ersten Abschnitts hatte Ehl, doch der 26-Jährige scheiterte gleich doppelt an Hungerecker.
Blitzstart der Gäste
Die Pinguins legten einen Start nach Maß ins zweite Drittel hin. Zunächst brachte Urbas einen Abpraller nicht im Tor unter, Sekunden später erzielte er nach Vorarbeit von Jeglic aber dennoch die Führung, das 1:0 für die Gäste gleich in der 21.Minute.
Kurz darauf bekam Mannheims Heim zwei Minuten aufgebrummt, doch Bremerhaven konnte die erneute Überzahl nicht zum zweiten Treffer nutzen.
Insgesamt war das Spiel nun deutlich aggressiver als noch im ersten Drittel. Die Adler bemühten sich hier Lösungen zu finden. Im ersten Überzahlspiel machten die Gastgeber dann auch Druck, kamen aber nicht entscheidend zum Abschluss. In der 32. Minute rettete Hungerecker seinem Team die Führung: Schütz war völlig frei vor dem Pinguins-Keeper aufgetaucht, konnte ihn aber nicht überwinden.
Miele mit dem zweiten Gästetreffer
In der 36. Minute baute Bremerhaven seine Führung aus. Smith mit viel Übersicht auf der rechten Seite und ein ganz starkes Zuspiel auf Miele, Der US-Amerikaner ließ Keeper Franzreb keine Chance.
Solow mit dem Anschluss für Mannheim
Die Adler fanden schnell die Antwort und mit der dritten Überzahl gelang bereits nach elf Sekunden der Treffer. Solow fälschte einen Schuss von Gilmour aus kurzer Distanz ins Tor ab (37.).
Ausgleich Plachta kurz vor der Pause
Vom Bully weg hatten die Gäste die große Chance aufs 3:1, Franzreb parierte aber glänzend. Stattdessen kamen die Adler nur wenige Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels zum Ausgleich. Leon Gawanke brachte die Scheiben einfach mal zum Tor, Hungerecker ließ abprallen und Plachta staubte eiskalt ab (40.).
Pinguins wieder mit Traumstart durch Jensen
Das Schlussdrittel versprach ein Maximum an Spannung und die Pinguins legten erneut einen Traumstart hin. Die Hausherren verloren beim ersten Angriff Jensen aus den Augen, der aus kurzer Distanz das 3:2 für die Pinguins erzielen konnte(42.). Kurze Zeit später das nächste Powerplay für die Adler, ohne Folgen für die Gäste.
Mannheim machte weiter Drucker, erneut musste musste Hungerecker die Gäste vor dem Ausgleich bewahren, als er den Rebound gegen Kälble stabil verteidigte (46.). Auf der anderen Seite scheiterte Friesen am starken Franzreb (48.).
Strafzeiten bestraft durch Mattinen
Dann handelten sich die Bremerhavener Jensen und Abt Strafen ein, was die Adler ausnutzen. In doppelter Überzahl sorgte Mattinen für das 3:3 (51.).
Erste Führung für die Adler
Vier Minuten vor dem Ende ging Mannheim das erste Mal in Führung. Gawanke kam zum Abschluss, Bennett fälschte die Scheibe vermutlich noch leicht ab und die Arena explodierte. Der Treffer hatte auch nach der Video-Überprüfung Bestand. Anders bei der vermeintliche Entscheidung durch Kühnhackl: Der 34-Jährige hatte seinen Stock deutlich zu hoch. Die Pinguins nahmen in den letzten Minuten Keeper Hungerecker vom Eis und machten Dauerdruck, doch auch in Überzahl gelang den Gästen der Ausgleich nicht mehr. Einen letzten Schuss konnte Plachta Sekunden vor dem Ende blocken.
Schluss in Mannheim und die Adler warten nun auf ihren Gegner für das Halbfinale. Die Reise wird definitiv nach Bayern führen.
Content: Michael Kaiser vom 02.04.2026
Foto: HettiPicture
Adler schwächeln weiter in eigener Halle
Straubing gewinnt knapp, rückt auf Platz 3 vor
Die Straubing Tigers konnten in der SAP Arena mit 3:2 siegen und drei wichtige Punkte aus Mannheim mitnehmen. Nach einer frühen Zwei-Tore-Führung hielten die Niederbayern im Schlussdrittel gegen den wachsenden Druck der Adler stand und retteten den Vorsprung mit großem Einsatz über die Zeit.
Von Beginn hohes Tempo
Von der ersten Sekunde an war Tempo im Spiel. Beide Mannschaften suchten den direkten Weg nach vorne, wobei Straubing zwischenzeitlich tief in der eigenen Zone verteidigte. Mit hohem Einsatz vor dem eigenen Tor retteten sich die Tigers jedoch mehrfach aus brenzligen Situationen. Nach einem Schuss auf das Mannheimer Tor war Franzreb die Maske verrutscht, die erste Auszeit einer bis dahin sehr zügigen Begegnung. Mannheim kam zu einer hochkarätigen Gelegenheit, ließ diese jedoch ungenutzt. Straubing antwortete mit einem Distanzschuss, den Christian Reichel stark blockte. Kurz darauf setzte sich Elis Hede energisch durch und legte für Nick Halloran auf, doch der Abschluss fand nicht den Weg ins Tor. In der 9. Minute erhielt Mannheim die erste Strafzeit der Partie (Renouf, Beinstellen). Auch in Unterzahl blieben die Adler gefährlich, doch Straubing nutzte wenig später die eigene Druckphase: Danjo Leonhardt traf mit seinem sechsten Saisontor aus der Tiefe des Raums zur 1:0-Führung (12:28). Die Vorarbeit leisteten Justin Scott und Mario Zimmermann. Straubing gewann in dieser Phase die Mehrzahl der Zweikämpfe und blieb offensiv präsent. In der 17. Minute erhöhte Elis Hede nach kreativem Zusammenspiel mit Tyler Madden und Nick Halloran auf 2:0. Mannheim war in dieser Szene unsortiert, Hede stand frei vor dem Tor und verwandelte souverän zu seinem 16. Saisontreffer. Kurz vor der Pause brachte ein Check gegen den Kopf- und Nackenbereich von Solow (19:36) eine weitere Überzahlsituation für die Tigers. Mit diesem Momentum und einer 2:0-Führung ging Straubing in die erste Pause.
Fight zu Beginn des zweiten Drittels
Der Mittelabschnitt startete mit einer Strafzeit gegen Tyler Madden wegen Stockschlag (20:21). Hieraus entwickelte sich eine hitzige Szene: Alex Green fuhr einen Check gegen Reichel konsequent zu Ende, woraufhin Hayden Shaw für seinen Teamkollegen einstand. Beide lieferten sich einen Fight und erhielten jeweils fünf Minuten wegen Fighting. Zusätzlich wurde gegen Green eine zweiminütige Strafe wegen Behinderung ausgesprochen. Die anschließende Unterzahlsituation überstanden die Tigers ohne Schaden zu nehmen. Straubing verteidigte kompakt und ließ zunächst nur wenige klare Abschlüsse zu. Nach neun gespielten Minuten standen lediglich vier Torschüsse für Mannheim und einer für die Tigers zu Buche. Beide Teams agierten phasenweise kontrollierter und strukturiert. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Mannheim jedoch den Druck. Ein Schuss und der Nachschuss blieben noch ungenutzt, auch weil ein Fehlpass von Esposito eine aussichtsreiche Situation entschärfte. In der 34. Minute musste Stefan Loibl wegen Spielverzögerung auf die Strafbank, was den Gastgebern eine weitere Überzahlsituation einbrachte. Im Powerplay erspielten sich die Adler mehrere gute Möglichkeiten. Zunächst scheiterte Justin Schütz frei vor Florian Bugl, der mit einer starken Parade rettete. Ein Schuss von Mattinen wurde von Alex Green geblockt. Doch Mannheim blieb dran: Über Gawanke und Mattinen gelangte die Scheibe erneut zu Schütz, der im zweiten Versuch zum 1:2-Anschlusstreffer traf. Straubing setzte offensiv vereinzelte Akzente, unter anderem mit einem Versuch von Loibl aus spitzem Winkel. Insgesamt gehörte die Schlussphase des Drittels jedoch den Hausherren, die mehrfach gefährlich vor dem Tigers-Tor auftauchten.
Gäste hielten Druck stand
Straubing blieb auch im Schlussabschnitt gefährlich. Danjo Leonhardt und Stefan Loibl setzten früh offensive Akzente, ehe Justin Scott in der 46. Spielminute eiskalt zuschlug. Nach einem schnellen Umschaltmoment nutzten die Tigers die unsortierte Hintermannschaft der Adler konsequent aus. Scott traf auf Zuspiel von Leonhardt zum 3:1. In der Folge erhöhte Mannheim den Druck. Eine Strafzeit gegen Ryan Merkley wegen Behinderung (52:30) brachte die Gastgeber erneut in Überzahl. Diese nutzten sie: Zachary Solow verkürzte im Powerplay nach Vorarbeit von Gilmour und Plachta auf 2:3 (54:26). Die Schlussphase war geprägt von intensivem Verteidigen. Scott überzeugte nicht nur offensiv, sondern auch mit zahlreichen geblockten Schüssen und starken Zweikämpfen. Mehrfach warfen sich Loibl, Leonhardt und Scott in Abschlüsse der Mannheimer und verhinderten klare Torchancen. 2:28 Minuten vor dem Ende nahm Mannheim Franzreb zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Adler warfen alles nach vorne. Eine Strafzeit gegen Mattinen wegen Spielverzögerung (57:49) unterbrach den Rhythmus noch einmal. Nach der Auszeit der Hausherren ging es erneut im 5-gegen-5 mit Empty Net weiter. Straubing verteidigte mit großem Einsatz und brachte die knappe Führung über die Zeit.
Fazit:
Die Adler sind weiter auf der Suche nach Konstanz und Platz 2 wackelt bedenklich. Fünf Spieltage vor Ende der regulären Runde, beträgt der Vorsprung auf Platz 5 (Ingolstadt mit 88 Punkten) nur noch 4 Punkte, Straubing ist mittlerweile pünktlich und auch München rangiert nur noch 2 Punkte hinter den Adlern.
Content: Michael Kaiser vom 01.03.2026
Foto: Daniel Meyer
Adler übernehmen Tabellenspitze
Strahlende Augen beim "Spiel der leuchtenden Herzen"
Einen Tag vor Heiligabend fand dieses Jahr das "Spiel der leuchtenden Herzen" statt. Gegner waren, im 170 Aufeinandertreffen beider Teams, die Eisbären aus Berlin.
Auftakt nach Maß mit vier Toren
Vor den 13.600 Zuschauern in der ausverkauften SAP-Arena wurden die Hausherren nach einer ausgeglichenen Anfangsphase zielstrebiger und brachten die Berliner immer wieder in Schwierigkeiten. Zachary Solow traf in der 13. Minute für die Kurpfälzer, Maximilian Heim erhöhte (15.).
Gerade einmal 14 Sekunden später brachte Pföderl die Gäste wieder heran, doch Kris Bennett (17.) und Nicolas Mattinen im Powerplay (19.) sorgten noch vor der ersten Pause für eine 4:1-Führung der Mannheimer.
Eisbären-Kapitän Müller mit Spieldauerstrafe
Im zweiten Drittel verkürzten Byron in Unterzahl (23.) und Kirk in Überzahl (28.) zunächst für die Hauptstädter, ehe Plachta mit einem weiteren Powerplay-Treffer der Gastgeber antwortete (30.).
Nach der Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Eisbären-Kapitän Müller trafen Greco (33.) und Schütz (34.) in Überzahl für die Gastgeber. Die Schlusssirene ertönte und es stand nach dem zweiten Drittel ein 7:3 auf dem Anzeigewürfel.
Adler neuer Primus der DEL
Späte Powerplay-Tore von Kirk (53.) und Reinke (56.) reichten den Berlinern nicht, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Stattdessen erzielte Alexander Ehl den achten Treffer der Mannheimer (60.), die nun neuer Tabellenführer der DEL sind.
Über 52.000 Euro Erlös für den guten Zweck waren das stolze Ergebnis dieses Abends.
Das Spiel in Zahlen:
Adler Mannheim - Eisbären Berlin 8:5 (4:1, 3:2, 1:2)
Tore: 1:0 Solow (12:49), 2:0 Heim (14:03), 2:1 Pföderl (14:17), 3:1 Bennett (16:14), 4:1 Mattinen (18:28), 4:2 Byron (22:50), 4:3 Kirk (27:55), 5:3 Plachta (29:12), 6:3 Schütz (33:26), 7:3 Greco (33:54), 7:4 Kirk (52:04), 7:5 Reinke (55:31, 8:5 Ehl (59:44) Strafminuten: Mannheim 17 - Berlin 20 plus Matchstrafe (Müller)
Zuschauer: 13.600
Content: Michael Kaiser vom 23.12.2025
Foto: Brück