Der Deutsche Fußball-Bund e. V. (DFB) ist der Dachverband von 27 Fußballverbänden in der Bundesrepublik Deutschland, denen wiederum knapp 24.500 Fußballvereine angehören. Seinen Sitz hat der gemeinnützige Verein in Frankfurt am Main. Ordentliche DFB-Mitglieder sind der Ligaverband, die fünf Regional- und 21 Landesverbände. Mit mehr als 7 Millionen Mitgliedern der angeschlossenen Vereine ist der DFB der größte nationale Sportfachverband der Welt.

Zu den letzten Nachrichten:

DFB-Frauen: 

Hrubesch beruft Kader für das Final Four

Bundestrainer Horst Hrubesch hat seinen 23 Spielerinnen umfassenden Kader für das Final Four der UEFA Women´s Nations League bekanntgegeben. Erstmals nominiert ist Vivien Endemann vom VfL Wolfsburg. Abwehrspielerin Pia-Sophie Wolter (Eintracht Frankfurt) wurde nach längerer Zeit wieder in den Kreis der Frauen-Nationalmannschaft berufen. Lena Oberdorf (VfL Wolfsburg) und Lea Schüller (FC Bayern München) kehren zurück ins DFB-Aufgebot, nachdem sie die Nations League Spiele gegen Dänemark und Wales verletzungsbedingt verpasst hatten. 

Horst Hrubesch sagt: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen beide Spiele gewinnen. Es wird darauf ankommen, körperlich dagegenzuhalten und selbstbestimmt, mit Überzeugung Fußball zu spielen. So, wie wir es zuletzt gegen Dänemark gezeigt haben. Solche Spiele werden über den Willen entschieden. Jede Einzelne muss alles reinwerfen.“

Zunächst trifft die deutsche Frauen-Nationalmannschaft am 23. Februar (ab 21 Uhr, live in der ARD) im Halbfinale der UEFA Women´s Nations League Finals in Lyon auf Frankreich. Je nach Spielausgang wird das Team von Horst Hrubesch im Finale oder im Spiel um Platz drei in Sevilla auf Spanien oder in Heerenveen auf die Niederlande treffen. Die beiden Finalisten der UEFA Women's Nations League qualifizieren sich neben Gastgeber Frankreich für das Olympische Fußballturnier 2024. Sollten die Französinnen das Endspiel der Nations League erreichen, erhält der Drittplatzierte das noch offene Olympiaticket.

Zum Kader 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 13.02.2024


Saisonreport: Wo die 3. Liga sogar vor Europas ersten Ligen steht  

Die 3. Liga hat im Fußball die Corona-Pandemie wirtschaftlich besser überstanden als die Bundesligen und die Klubs der ersten Ligen in Europa. Bei den Einnahmen verzeichnet die 3. Liga sogar einen Höchststand in ihrer 15-jährigen Geschichte. Allerdings haben auch die Ausgaben ein neues Rekordniveau erreicht. Bei den Fans ist die 3. Liga beliebter denn je. Das sind die hervorstechendsten Fakten und Erkenntnisse aus dem offiziellen Saisonreport 2022/2023, den der Deutsche Fußball-Bund als Liga-Träger heute veröffentlicht hat. 

Die Gesamterträge der Drittligisten erhöhten sich in der vergangenen Spielzeit um satte 25 Prozent auf 234,68 Millionen Euro. Durchschnittlich waren dies 13,04 Millionen pro Klub, damit wurde erstmals die 13-Millionen-Marke geknackt.

Die Gesamtaufwände stiegen nicht ganz so stark, aber mit 251,14 Millionen Euro ebenfalls auf einen Höchstwert. Größter Kostentreiber ist der Personalaufwand im Spielbetrieb. Er lag im Durchschnitt bei 5,25 Millionen Euro und damit erstmals in der Liga-Geschichte über der Fünf-Millionen-Grenze. Mehr denn je investierten die Drittligisten auch in die Nachwuchsarbeit (1,09 Millionen Euro im Schnitt). 

Das durchschnittliche Eigenkapital der Klubs war zum vierten Mal in Folge positiv und lag bei 1,11 Millionen Euro – das zweitbeste Ergebnis seit Gründung der Liga im Jahr 2008. Trotzdem gab es im Gegensatz zur Saison zuvor mehr Klubs mit negativem Eigenkapital (zehn) als mit positivem (acht).

Corona hatte die 3. Liga vor vier Jahren vor eine Zerreißprobe gestellt. Nun zeigt sich: Die Liga ist daraus gestärkt hervorgegangen. Sie hat die Pandemie besser weggesteckt als die Bundesligen und die ersten Ligen im Europa – sowohl bei den Erträgen als auch bei den Verbindlichkeiten.  

Der Schuldenstand der Erstliga-Klubs in Europa lag im Stichtagsvergleich 2022 um rund 28 Prozent höher als vor der Pandemie im Jahr 2019. Gleichzeitig nahm das Eigenkapital der Klubs im Schnitt um rund 18,5 Prozent ab. Die Klubs der ersten beiden Ligen in Deutschland wiesen 2022 um 17,2 Prozent höhere Verbindlichkeiten und ein ebenfalls rund 18,5 Prozent geringeres Eigenkapital aus als drei Jahre zuvor. 

Anders die 3. Liga: In den Bilanzen der Drittligisten lagen 2022 die durchschnittlichen Verbindlichkeiten pro Klub sogar minimal unter dem Stand von 2019 (-0,4 Prozent). Das Eigenkapital nahm im genannten Zeitraum im Schnitt nur um rund 3,7 Prozent ab. Berücksichtigt wurden in den Berechnungen für die 3. Liga nur die Klubs mit ersten Mannschaften. 

Im Vergleich zur Saison 2018/2019 musste die 3. Liga während der drei folgenden, von der Pandemie beeinflussten Spielzeiten keine Rückgänge bei den Erträgen hinnehmen. In allen drei Jahren lagen die Erträge pro Klub über dem Wert der Saison 2018/2019.  Die europäischen Erstligisten und auch die deutschen Lizenzklubs hatten dagegen insbesondere in den Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 deutliche Einnahmerückgänge zu verkraften.

Auch beim Fan-Interesse steht die 3. Liga im internationalen Vergleich sehr gut da. Mit insgesamt 3,1 Millionen Zuschauer*innen und einem Schnitt von 8.199 Fans pro Spiel stellte sie eine neue Bestmarke in ihrer Liga-Historie auf. Im Ranking aller europäischen Profiligen landete sie in der Saison 2022/2023 auf Platz 23 und damit vor vielen ersten Ligen, unter anderem vor der österreichischen Bundesliga oder den Top-Ligen in Norwegen, Rumänien oder Kroatien.

Von den zweiten Ligen in Europa hatten neben der 2. Bundesliga nur England, Italien, Spanien und Frankreich einen höheren Besucherschnitt als die 3. Liga. Im reinen Vergleich der dritten Spielklassen war Deutschland die Nummer zwei in Europa.  Einzig die englische League One verzeichnete mit rund 10.600 Zuschauer*innen pro Partie einen noch stärkeren Zuspruch. 

„Ich sehe uns gemeinsam mit den Vereinen auf dem richtigen Weg und erneut einen Schritt weiter. Die 3. Liga wird stärker wahrgenommen als noch vor einigen Jahren – und auch als stabiler“, sagt Peter Frymuth, zuständiger DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung. „Die wichtigste Lehre war, die wirtschaftliche Stabilität weiter in den Vordergrund zu rücken. Das haben die Vereine deutlich erkannt, da ist eine wesentlich höhere Akzeptanz zu spüren. Die Organisation, die Struktur, die Entwicklung der 3. Liga funktionieren, das nehmen die Vereine wahr. Gleichzeitig sehen wir als Liga-Träger, dass die Vereine verstärkt daran interessiert sind, sich selbst zu entwickeln.“

Zum Saisonreport 2022/2023   

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 08.02.2024


Bewerbung um Ausrichtung der Frauen-WM 2027: FIFA-Inspektionsreise abgeschlossen

Eine hochrangige FIFA-Delegation hat im Zuge der Bewerbung für die Frauen-WM 2027 in Belgien, den Niederlanden und Deutschland eine viertägige Inspektionsreise durchgeführt. Begleitet wurden die Gäste von einem Team leitender Repräsentant*innen der drei Nationen. Die Reise fand vom 30. Januar bis 2. Februar statt und wurde unter anderem von DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich sowie in Teilen auch von DFB-Präsident Bernd Neuendorf begleitet.

Der viertägige Besuch folgte auf die Übergabe des "Bid Book" - die Bewerbungsunterlagen waren am 8. Dezember im vergangenen Jahr eingereicht worden. Die Inspektionsreise der FIFA-Delegation war nun ein weiterer wichtiger Meilenstein im Rahmen des Vergabeverfahrens für die WM 2027.

Zum Auftakt des Besuchs am 30. Januar in Dortmund erhielt die FIFA-Delegation von hochrangigen Vertreter*innen des belgischen (RBFA), niederländischen (KNVB) und deutschen (DFB) Verbandes detaillierte Informationen über den aktuellen Stand aller relevanten Themen. Teil des Vortrags waren Vision und Strategie der sogenannten BNG-Bewerbung sowie die ehrgeizigen und rekordverdächtigen Ziele sowohl in Bezug auf den Wettbewerb selbst als auch die positiven Effekte auf die Entwicklung des Frauenfußballs weltweit.

Im Laufe des Aufenthalts besuchten die FIFA-Delegierten zahlreiche Standorte in Belgien, den Niederlanden und Deutschland, die im Rahmen des Turniers als Veranstaltungsorte fungieren werden. So waren Stadien, Trainingseinrichtungen, Mannschaftshotels und für Fan-Festivals vorgemerkte Plätze in Dortmund, Düsseldorf, Brüssel, Eindhoven, Zeist und Amsterdam Teil eines detaillierten Besuchsprogramms, das den Inspektor*innen Einblicke aus erster Hand bot. Deutlich wurden nicht nur die allgemeine Qualität der Spielstätten sowohl aus sportlicher als auch aus Fanperspektive, sondern auch die Attraktivität einiger der berühmtesten Städte Europas. Außerdem konnte demonstriert werden, wie einfach und schnell die Verkehrsverbindungen untereinander sind - für ein in jeder Hinsicht kompaktes Turnier mit vielen positiven Effekten auf eine möglichst nachhaltige Organisation.

In ihrem gemeinsamen Statement zum Abschluss der Inspektionsreise sagten RBFA-Präsidentin Pascale Van Damme, KNVB-Präsident Just Spee und DFB-Präsident Bernd Neuendorf: "Wir haben uns sehr über den Besuch der FIFA-Delegation in Belgien, den Niederlanden und Deutschland in den vergangenen Tagen gefreut. Wir hatten die einmalige Gelegenheit, die ehrgeizige Vision und Strategie hinter der BNG-Bewerbung um die Ausrichtung der FIFA Frauen-WM 2027 zu erläutern. Die Delegation konnte sich aus erster Hand ein Bild von den wichtigsten Elementen der logistischen Planung sowohl für die teilnehmenden Mannschaften als auch für die Fans machen. Darüber hinaus konnten wir vermitteln, wie engagiert und konzentriert hier an der Ausrichtung einer Weltmeisterschaft gearbeitet wird, die in der Geschichte dieses prestigeträchtigen Wettbewerbs bisher unerreichte Höhen erreichen soll, und zwar sowohl in Bezug auf das Turnier selbst als auch seine breiteren, bleibenden Effekte auf die Bemühungen der FIFA, den Frauenfußball weltweit voranzutreiben. Unser Ziel ist ein lokales Turnier mit globaler Wirkung, das die im FIFA-Pflichtenheft festgelegten Anforderungen und Ziele in allen Bereichen nicht nur erfüllt, sondern diese nach Möglichkeit noch übertrifft. Schließlich wollen wir dem ausdrücklichen Ziel von BNG, neue Wege zu beschreiten, gerecht werden."

Das Hauptaugenmerk von BNG - die drei Buchstaben stehen für das Motto Breaking New Ground und die Anfangsbuchstaben der englischen Namen der drei Nationen - liegt darauf, den Spielerinnen und Fans ein gastfreundliches, angenehmes und sicheres Erlebnis zu bieten. Das Turnier wird in einem kompakten Gebiet rund um die jeweiligen Grenzen der BNG-Länder veranstaltet. Das begrenzt die Reisezeiten zwischen den Austragungsorten, führt zu Kosteneffizienz und ist nachhaltig, denn der gesamte CO2-Fußabdruck der WM wird minimiert. Gleichzeitig erhalten die Spielerinnen mehr Ruhe- und Erholungszeiten zwischen den Begegnungen. Die Verkehrsverbindungen zwischen den Austragungsorten gehören zu den modernsten und effizientesten der Welt und gewährleisten die Mobilität der Fans auf die bequemste und sicherste Weise. Für alle Aktiven, Betreuer*innen und Fans stehen qualitativ hochwertige Unterkünfte zur Verfügung, die allen Ansprüchen gerecht werden. Den FIFA-Delegierten wurde zudem das kommerzielle Potenzial von BNG vermittelt. Dieses zielt darauf ab, mit einer Frauenfußball-WM neue Maßstäbe hinsichtlich der Erlöse durch den Verkauf der Medienrechte, Sponsorship und Kartenverkauf zu setzen.

Eine wichtige Rolle bei der Planung und Ausgestaltung der Bewerbung spielt der Wunsch, die FIFA Frauen-WM 2027 zum Motor der weiteren Entwicklung des Frauenfußballs zu machen und die FIFA dahingehend zu unterstützen. In diesem Zusammenhang erfuhren die Mitglieder der Delegation auch, wie eine erfolgreiche BNG-Bewerbung mehr Teilhabe, besseres Management und stärkeres "Female Empowerment" bewirken kann.

Und so geht es weiter: Am 17. Mai 2024 stimmen die Delegierten des FIFA-Kongresses über den Gastgeber der FIFA Frauen-WM 2027 ab. Bis dahin wird das BNG-Team die Möglichkeiten nutzen, um Nationalverbände weltweit von der Qualität und den Vorzügen der Bewerbung zu überzeugen.

Ziel ist es, so viele Unterstützer wie möglich für das Vorhaben zu gewinnen, eine Weltmeisterschaft zu organisieren, die ehrgeizige Ziele verfolgt, nachhaltige Wirkung hat und den enormen Erfolg des WM-Turniers 2023 sogar noch übertrifft.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 02.02.2024


DFB-Nachwuchs im Kanzleramt

Olaf Scholz empfängt U 17-Welt- und Europameister

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Nancy Faeser, Bundesministerin des Innern und für Heimat (SPD), haben am Freitagnachmittag die U 17-Junioren des Deutschen Fußball-Bundes im Bundeskanzleramt in Berlin empfangen. Anlass waren die Titelgewinne des Teams von Cheftrainer Christian Wück im vergangenen Jahr bei der Europameisterschaft in Ungarn im Juni und bei der Weltmeisterschaft in Indonesien im Dezember. Begleitet wurden die Welt- und Europameister von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Geschäftsführer Sport Andreas Rettig, die sich in offenen Gesprächen mit Olaf Scholz und Wolfgang Schmidt, Bundesminister für besondere Aufgaben/Chef des Bundeskanzleramtes (SPD), zu den Erfolgen der deutschen U-Nationalmannschaft und der bevorstehenden EURO 2024 im eigenen Land austauschten.

Das U 17-Nachwuchsteam um Kapitän Noah Darvich (FC Barcelona) machte im Jahr 2023 auf sich aufmerksam, indem es sowohl bei der Europa- als auch der Weltmeisterschaft bis zum Finale alle Spiele gewann und sich in beiden Endspielen jeweils gegen Frankreich im Elfmeterschießen durchsetzte. Offensivspieler Paris Brunner von Borussia Dortmund wurde im Anschluss an beide Turniere als bester Spieler ausgezeichnet. 

Nach Ankunft im Bundeskanzleramt bekamen Spieler und Funktionsteam zunächst eine Führung durch das Haus, ehe als Erinnerung ein gemeinsames Bild mit dem Bundeskanzler und der Bundesinnenministerin aufgenommen wurde. Danach lud Olaf Scholz die DFB-Junioren zu einem informellen Empfang in der Kanzlerwohnung ein.

Bundeskanzler Olaf Scholz sagt:

„Termine wie das Treffen mit unseren U 17-Welt- und Europameistern sind mir wichtig und machen viel Spaß. Die Jungs waren während der Turniere wunderbare Repräsentanten Deutschlands in der Welt. In meinen Gesprächen mit ihnen beim Empfang im Kanzleramt habe ich gemerkt, dass sie auch über den Fußball hinaus interessiert und offen sind. Ich bin überzeugt, dass alle ihren Weg gehen werden und wünsche jedem einzelnen alles Gute.“


Nancy Faeser, Bundesministerin des Innern und für Heimat, sagt:

„Es hat mich sehr gefreut, unsere zuletzt so erfolgreiche U 17-Nationalmannschaft im Kanzleramt treffen zu dürfen. Die Mannschaft, ihre Trainer und das komplette Team hinter dem Team haben Großes geleistet. Sie haben mich besonders mit ihrer Reife, die sie auf und abseits des Rasens gezeigt haben, tief beeindruckt. Für ihre Zukunft wünsche ich allen Welt- und Europameistern nur das Beste und viele weitere spannende Erfahrungen, wie sie sie in Ungarn und Indonesien gemacht haben.“

DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: „Es war uns eine große Ehre und Freude, im Bundeskanzleramt auf diese besondere Weise empfangen zu werden. Die Spieler und das Trainerteam haben sich dies durch ihre beeindruckenden Leistungen, Erfolge und durch ihr Auftreten im vergangenen Jahr verdient. Europameister und Weltmeister in einem Jahr – damit haben sie etwas Bleibendes geschaffen. Gleichzeitig haben sich Andreas Rettig und ich mit dem Bundeskanzler und der Innenministerin zu verschiedenen Themen rund um die EURO 2024 ausgetauscht. Wir werden diesen engen und vertrauensvollen Dialog mit der Bundesregierung in den kommenden Monaten bis zum Beginn des Turniers fortsetzen.“

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 27.01.2024



Jahr der Schiris bringt Trendwende

6,6 Prozent mehr Unparteiische

Im Jahresvergleich zwischen 2022 und 2023 ist die Zahl der aktiven Schiedsrichter*innen im deutschen Fußball um 6,6 Prozent gestiegen. Nachdem die Zahlen seit rund 20 Jahren rückläufig waren, bedeutet der Anstieg im Jahr der Schiris eine Trendwende, die insbesondere bei den weiblichen Unparteiischen zu erkennen ist. Dort beträgt der Anstieg 13,9 Prozent, auch wenn die Gesamtquote weiterhin auf niedrigem Niveau verbleibt (2022: 4,0 Prozent, 2023: 4,3 Prozent).

Ronny Zimmermann, 1. DFB-Vizepräsident Amateure, sagt: "Wir haben mit unserer Initiative viele der ins Auge gefassten Ziele erreicht und positive Entwicklungen angestoßen. Die Zahlen unterstreichen, dass sich ein gemeinsames Vorgehen lohnt. Um diese Erfolge und positiven Entwicklungen im Jahr der Schiris nachhaltig weiterzuführen, ist nun eine noch stärkere Vernetzung aller Ebenen notwendig: DFB, Landesverbände, Kreise, Vereine, Elite-Schiris und DFL müssen sich weiterhin gemeinsam für die Gewinnung und Bindung der Schiedsrichter*innen einsetzen. Denn die Schiris leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Fußball, den wir nicht genügend wertschätzen können. Ich kann versprechen: Das Ende des Jahres der Schiris bedeutet nicht das Ende unseres Engagements."

Dr. Felix Brych sagt: "Wir als Bundesliga-Schiedsrichter wissen, wie fordernd der Job im Amateurfußball sein kann, aber auch wie hilfreich das Pfeifen für die Persönlichkeitsentwicklung ist. Daher unterstützen wir das Jahr der Schiris bei Aktionen wie Profi wird Pate oder Der beste Tag gerne. Dass sich unser Engagement in steigenden Zahlen ausdrückt, freut uns sehr und zeigt: Unsere Tätigkeit begeistert endlich wieder mehr Menschen."

Das Jahr der Schiris war sowohl von bundesweiten als auch von lokalen Aktionen geprägt. Auf DFB-Ebene verfolgten die Startaktion mit Nils Petersen und Anton Stach als Schiedsrichter einer Bezirksligapartie und die TV-Doku "Unparteiisch" das Ziel, durch einen Perspektivwechsel die Herausforderungen und den Reiz als Schiedsrichter*in authentisch abzubilden. Auf Ebene der Landesverbände, Vereine und Kreise gab es zahlreiche Social-Media-Aktionen oder Austauschformate zwischen Trainer*innen und Schiedsrichter*innen.

Dieses Engagement im lokalen Bereich gelte es nun, weiter zu stärken, betont Zimmermann: "Besonders die Vereine haben eine Verantwortung, neue Schiedsrichter*innen zu gewinnen und Aktive zu binden." Ein Schiri-Beauftragter im Verein, wie es auch der Amateurfußball-Kongress im September 2023 forderte, sei für diese Ziele ein zentraler Faktor.

Das offizielle Fazit zum Jahr der Schiris zogen Zimmermann und Brych am heutigen Freitagabend an einem besonderen Ort. Die Vereinsgaststätte des SV Waldperlach wurde als Austragungsort der Presserunde ausgewählt, da sich der Amateurklub vorbildlich für den Schiedsrichterbereich engagiert - unter anderem nehmen fast alle Spieler des C-Jugendteams an einem Neulingslehrgang teil. Durch diese und weitere Aktivitäten erreicht der Münchner Verein in Kürze bereits den Gold-Status im DFB-Punktespiel, der Vereinsaktion des DFB und der Landesverbände für die UEFA EURO 2024.


Quelle: Pressemitteilung DFB vom 26.01.2024

Nationalmannschaft bezieht EM-Trainingslager in Thüringen 

Die deutsche Nationalmannschaft wird sich in Thüringen auf die Europameisterschaft im eigenen Land vorbereiten. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann wird vom 26. bis 31. Mai sein Trainingslager im Spa- und GolfResort Weimarer Land in Blankenhain beziehen. Die Hotelanlage, die während des Turniers auch ein UEFA Team Base Camp sein wird, liegt rund 30 Kilometer entfernt von der Landeshauptstadt Erfurt. Die Trainingseinheiten werden auf den hoteleigenen Trainingsplätzen stattfinden. Die Sportliche Leitung der Nationalmannschaft hatte sich zuvor mehrere mögliche Trainingszentren für die Vorbereitung auf die EM angeschaut. 

DFB-Sportdirektor Rudi Völler sagt: „Die EM soll nicht nur an den zehn EURO-Spielorten stattfinden, sondern in ganz Deutschland. Es wird eine Europameisterschaft für alle. Deshalb war für uns von Anfang an klar, dass wir uns auch in Deutschland auf die EM im eigenen Land vorbereiten wollen. Wir gehen mit der Nationalmannschaft ganz bewusst in den Osten Deutschlands, bevor wir unser Quartier im Süden des Landes beziehen. Wir freuen uns auf unsere Fans in Thüringen.“  

Bundestrainer Julian Nagelsmann sagt: „Wir finden im Weimarer Land perfekte Bedingungen vor, um uns auf die großartige Aufgabe Heim-EM vorzubereiten. Das Resort mit seinen hauseigenen Trainingsanlagen hat uns durch optimale Platzbedingungen und Regenerationsmöglichkeiten sowie eine insgesamt kompakte Infrastruktur überzeugt. Aber auch abseits des Trainingsplatzes können wir die Tage im Weimarer Land bestmöglich nutzen, um uns als Mannschaft auf die Europameisterschaft einzustimmen und einzuschwören. Wir brauchen einen ganz besonderen Teamgeist, um möglichst weit im Turnier zu kommen.“  

Der thüringische Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sagt: „Ganz Thüringen freut sich, dass unsere Nationalmannschaft ihre EM-Vorbereitungen hier in der Region absolviert. Das ist ein toller Auftakt für die Heim-EM. Ich bin überzeugt, dass unsere Elf aus ihrem Thüringer Trainingslager ganz viel Begeisterung und Rückenwind mit in das Turnier nehmen wird.“ Der Aufenthalt der Nationalmannschaft sei auch ein wichtiges Signal an den sportbegeisterten Osten: „Außer Leipzig gibt es während der Europameisterschaft keine weitere ostdeutsche Spielstätte. Aber mit dem Trainingscamp der deutschen Mannschaft und dem anschließenden Basiscamp der Engländer wird Blankenhain zu einem zweiten Hotspot für die Fußballbegeisterung im Land.“  

Das Land wolle die internationale Aufmerksamkeit vor und während der EM nutzen, um kräftig die Werbetrommel für Thüringen zu rühren. „Wir werden uns einer breiten überregionalen Öffentlichkeit als weltoffenes Sport- und Tourismusland zu präsentieren.“ 

Matthias Grafe, Inhaber des Spa & GolfResorts Weimarer Land, sagt: „Unsere Mitarbeiter und meine Familie sind stolz, die deutsche Nationalmannschaft in Thüringen begrüßen zu dürfen. Nach zwei Jahren intensiver Arbeit ist es uns gelungen, perfekte Bedingungen für den internationalen Fußball im Weimarer Land zu schaffen. Mit besonderem Teamgeist steht unser Familienunternehmen für Zusammenhalt und wir wissen genau, was man gemeinsam erreichen kann. Meine Mannschaft und ich wünschen unserer Elf schon jetzt viel Erfolg für das Turnier!“ 

Die deutsche Nationalmannschaft wird in der Gruppenphase des Turniers mit den Spielorten München, Stuttgart und Frankfurt aus Gründen der Nachhaltigkeit vor allem im Süden Deutschlands präsent sein. Zum ersten Mal sind die zehn Spielorte der UEFA EURO 2024 in drei sogenannte regionale Cluster unterteilt worden, um die Reiseaktivitäten der teilnehmenden Teams möglichst gering zu halten.  

Deutschland eröffnet die Europameisterschaft am 14. Juni in München gegen Schottland. Es folgen die Gruppenspiele gegen Ungarn am 19. Juni in Stuttgart und gegen die Schweiz am 23. Juni in Frankfurt. Zuvor trifft die Nationalmannschaft am 23. März in Lyon auf Frankreich und am 26. März in Frankfurt auf die Niederlande.  

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 15.12.2023


DFB und Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt gehen gemeinsam gegen Rassismus und Hate Speech im Internet vor

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main gehen gemeinsam gegen Hate Speech im Internet vor. 

Der DFB hat in den vergangenen Wochen rassistische Beleidigungen von Spielern der deutschen U 17-Nationalmannschaft, die während der Weltmeisterschaft in Indonesien auf den Social-Media-Kanälen des DFB getätigt wurden, zur strafrechtlichen Prüfung und Verfolgung an die ZIT weitergegeben. Bereits im Juni hatten DFB und ZIT Hasskommentare gegen Spieler der deutschen U 21-Nationalmannschaft strafrechtlich verfolgt. Der DFB wird weiter konsequent gegen jede Form der Hetze im Netz vorgehen.
 

Nach einer Erstprüfung ist in 14 Fällen rassistischer Beleidigung der deutschen U 17-Weltmeister der Tatbestand der Volksverhetzung (§ 130 StGB) erfüllt, weswegen jeweils Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden. In vier Fällen konnten die Verfasser der rassistischen Kommentare bereits zweifelsfrei identifiziert werden, aufgrund der Wohnorte wurden die Verfahren an die örtlich zuständigen Staatsanwaltschaften außerhalb Hessens abgegeben. In weiteren Fällen ist der Tatbestand der Beleidigung (§ 185 StGB) oder der des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB) erfüllt. Der DFB hat die betreffenden Kommentare auf seinen Social-Media-Kanälen gelöscht und die verantwortlichen User dauerhaft gesperrt.

Der 1. DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann sagt: „Wir nehmen die menschenverachtenden Anfeindungen unserer Spieler im Internet nicht hin, sondern bekämpfen sie aktiv und nachhaltig. Der DFB arbeitet hier hervorragend mit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt zusammen. Wir hoffen, dass die ersten Identifizierungen und strafrechtlichen Verfolgungen von Tätern eine abschreckende Wirkung haben werden. Hass im Netz ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, gegen das wir alle gemeinsam vorgehen müssen.“   

Dr. Benjamin Krause, Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität, sagt: „Als spezialisierte Staatsanwälte für Internetkriminalität verfolgen wir nicht nur Hacker-Angriffe, Drogenhandel im Darknet und Verbreitung von Kinderpornografie, sondern auch Hate Speech im Internet wie Beleidigungen, Bedrohungen oder Volksverhetzungen. Denn massenhaft gelesene und geteilte Angriffe in Social Media können schwerwiegende Auswirkungen auf die Betroffenen, aber auch auf unser Zusammenleben als Gesellschaft haben. Gemeinsam mit dem DFB wollen wir als Staatsanwälte unseren Beitrag dazu leisten, Rassismus und Hate Speech im Netz nicht zu akzeptieren, sondern aktiv dagegen vorzugehen – auch mit den Mitteln des Rechtsstaats. Dabei sind wir natürlich auch immer auf die Kooperation der Plattformenbetreiber angewiesen, die oftmals bei der Identifizierung der Täter eine wichtige Rolle spielen.“

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 12.12.2023 


Erfolgreiche Ära geht zu Ende: Joti Chatzialexiou verlässt den DFB

Joti Chatzialexiou verlässt auf eigenen Wunsch zum Ende des Jahres den Deutschen Fußball-Bund. Nach offenen Gesprächen mit der Geschäftsführung hat sich die DFB-Führung entschieden, dem 47 Jahren alten, gebürtigen Frankfurter den Wunsch zu erfüllen, neue berufliche Wege zu gehen.

Chatzialexiou kam im Dezember 2003 zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) und erlebte das „Sommermärchen“ 2006 im eigenen Land als Referent von Generalsekretär Horst R. Schmidt aus nächster Nähe. Anschließend übernahm er als Manager die U 21-Nationalmannschaft und erarbeitete gemeinsam mit Sportdirektor Matthias Sammer grundlegende Reformen der Talentförderung für den deutschen Fußball. Daneben verantwortete er die Professionalisierung der Nationalmannschaften in den Bereichen Scouting und Spiel-Analyse, Fitness, Ernährung, Sportpsychologie und Medizin. 

In diese Zeit fielen auch seine ersten sportlichen Erfolge beim DFB mit der U 19 im Jahr 2008 und  im Jahr darauf mit der U 17 und der U 21, die jeweils den EM-Titel holten. In der Folge übernahm Chatzialexiou zusätzlich die Verantwortung für alle weiteren U-Nationalmannschaften des DFB und gestaltete aus dieser Rolle heraus im Hintergrund über mehrere Jahre die erfolgreiche sportliche Ausrichtung des Verbandes als treibende Kraft in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den weiteren Sportdirektoren Robin Dutt, Hansi Flick und Horst Hrubesch. 

Neben dem zweiten Platz bei der U 17-EM 2012 konnte er mit der U 19 im Jahr 2014 und der U 21 im Jahr 2017 jeweils erneut den Gewinn des EM-Titels feiern. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro kam vorher noch die Silbermedaille hinzu. Ab 2018 trug Chatzialexiou als Sportlicher Leiter Nationalmannschaften die Verantwortung für alle Trainer*innen-Teams der Nationalmannschaften, Scouting, Spiel-Analyse und die Talentförderung mit 366 Stützpunkten und bis zu 57 Leistungszentren. Es folgten mit Platz zwei  der U 21 und dem EM-Titel der U 17-Juniorinnen 2019, dem U 21-EM-Titel 2021, der EM-Finalteilnahme der Frauen und dem EM-Titel der U 17-Juniorinnen 2022 und letztlich dem EM- und erstmalige WM-Titel der U 17-Junioren 2023 weitere sportliche Erfolge. 

Chatzialexiou war aber nie nur am sportlichen Heute interessiert, sondern brachte sich mit Blick auf die Zukunft des Verbandes mit Oliver Bierhoff in die Konzeptionierung und inhaltliche Entwicklung der DFB-Akademie und den Aufbau des DFB-Campus stark ein. Auf sportlicher Ebene war er zudem verantwortlich für die Erstellung des innovativen Konzepts „Projekt Zukunft“, das mit der weitreichenden Weiterentwicklung des Kinderfußballs, der fundamentalen Umgestaltung der Junioren-Bundesligen, der Evolution der Trainer*innen-Entwicklung sowie dem umfassenden Einsatz modernerer digitaler Technologien in Deutschland erste Früchte trägt und die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Fußballs nachhaltig gewährleisten soll.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: „Mit Joti Chatzialexiou geht ein zentraler Player, der den DFB in den letzten zwei Jahrzehnten maßgeblich mitgestaltet hat. Er hat mit hohem Einsatz und großem Fachwissen hinter den Kulissen immer wieder entscheidende Weichen für den deutschen Fußball gestellt.  Er steht für viele Erfolge, die der deutsche Fußball mit seinen Nationalmannschaften feiern durfte – zuletzt den Gewinn der U 17-Weltmeisterschaft in Indonesien.“

DFB-Geschäftsführer Sport, Andreas Rettig sagt: „Ich bedauere den Abgang von Joti Chatzialexiou. Er hinterlässt uns ein gemachtes Feld, auf dem sich zukünftige Erfolge entwickeln lassen. Er wird dem DFB fachlich wie menschlich fehlen.“

Joti Chatzialexiou sagt: „Es war mir immer eine große Ehre, für den DFB zu arbeiten. Ich gehe daher mit einem weinenden und einem lachenden Auge. In den letzten zwei Jahrzehnten konnte ich mit unseren Teams nicht nur vieles vorantreiben und viele Erfolge feiern, sondern ich habe großartige und engagierte Menschen kennengelernt. Viele Freundschaften fürs Leben sind in dieser Zeit entstanden. Mit Sandro Wagner sowie Lars und Sven Bender konnte ich in den letzten Jahren sogar ehemalige Spieler aus meiner Zeit bei den U-Nationalmannschaften für eine Zukunft im DFB gewinnen. Ich danke dem Verband auch dafür, dass ich für ihn in zahlreichen UEFA- bzw. FIFA-Gremien wirken konnte. Die Entscheidung nach genau 20 Jahren zu gehen, ist schon seit längerem in mir gereift, weil ich mir den Wunsch erfüllen möchte, mein Wissen und meine Leidenschaft für eine innovative Nachwuchs- und Eliteförderung gemeinsam mit meinem globalen Netzwerk nach inzwischen einem halben Berufsleben beim DFB auch noch an einer anderen Stelle im sich dynamisch entwickelnden internationalen Fußball einzubringen, um mich beruflich und persönlich neuen Herausforderungen zu stellen und andere Themenfelder zu bespielen. Dem Verband mit Bernd Neuendorf an der Spitze und Andreas Rettig wünsche ich für seine neuen Aufgaben alles erdenklich Gute. Die Wege mit Andreas Rettig haben sich nach unserem ersten freundschaftlichen Treffen bei der U 21-EM 2009, bei der er als Liga-Vertreter der Delegation angehörte, immer wieder gekreuzt. Unsere Zusammenarbeit war leider sehr kurz, aber ich bin davon überzeugt, dass wir in der Zukunft viele weitere Berührungspunkte haben werden. Abschließend gilt mein ganzer Dank selbstverständlich all meinen Trainer*innen-Teams, meinen Kolleg*innen in der Talentförderung, der Abteilung Scouting und Spiel-Analyse sowie allen Kolleg*innen im Bereich Nationalmannschaften & Akademie. Ohne sie wären die Erfolge nicht möglich gewesen!“

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 12.12.2023



Auftakt ins EM-Jahr: Deutschland im März gegen Frankreich und die Niederlande

Die deutsche Nationalmannschaft startet mit Länderspielen gegen Frankreich und die Niederlande in das EM-Jahr 2024. Deutschland trifft zunächst am 23. März in Lyon um 21 Uhr auf den zweimaligen Europameister und aktuellen Vize-Weltmeister Frankreich. Drei Tage später findet am 26. März um 20.45 Uhr die Partie gegen EM-Teilnehmer Niederlande in Frankfurt statt. 

Bundestrainer Julian Nagelsmann sagt: „Zwei traditionsreiche Duelle gegen große Fußballnationen sind der perfekte Start in das EM-Jahr. Frankreich zählt zu den Topfavoriten auf den Titel, auch mit den Niederlanden ist immer zu rechnen. Ich bin mir sicher, dass wir uns im vergangenen Jahr, mit dem wir alle nicht zufrieden sind, unter Wert verkauft haben. Wir haben viel Arbeit vor uns, um optimal vorbereitet in die ersten Länderspiele des Jahres und vor allem in das Turnier zu gehen. Es liegt noch ein langer Weg vor uns, aber wir sind heiß und freuen uns sehr auf diese Herausforderungen.“

Das jüngste Duell mit Frankreich liegt gerade einmal drei Monate zurück. Im September siegte Deutschland nach Toren von Thomas Müller und Leroy Sané mit 2:1. Das Spiel in Dortmund war der 10. Sieg einer deutschen Nationalmannschaft über Frankreich im 33. Vergleich. Acht Partien endeten unentschieden. Auf die Niederlande traf Deutschland sogar 45 Mal, zuletzt im März 2022. Das Duell in Amsterdam endete 1:1. Insgesamt siegte Deutschland 16 Mal über die Niederlande, 17 Partien endeten unentschieden, zwölfmal gewann die Elftal.
 

Als 1988 zuletzt die Europameisterschaft in Deutschland stattfand, gewannen die Niederlande ihren bislang einzigen EM-Titel und setzten sich dabei im Halbfinale gegen den Gastgeber durch. Frankreich hatte sich damals nicht für die EM-Endrunde qualifizieren können. 36 Jahre später eröffnet das DFB-Team am 14. Juni 2024 die UEFA EURO 2024 in Deutschland mit dem ersten Gruppenspiel in München gegen Schottland, in den weiteren Vorrundenpartien trifft Deutschland am 19. Juni in Stuttgart auf Ungarn und am 23. Juni in Frankfurt auf die Schweiz. 

Informationen zum Start des Ticketverkaufs für die Länderspiele folgen zeitnah.  Hier gibt es Ticket-Gutscheine für den DFB-Webshop. 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 11.12.2023


Modus und Regelungen für neue DFB-Nachwuchsligen beschlossen

Nach der Verabschiedung der Junioren-Bundesligen-Reform durch den DFB-Vorstand im Sommer haben das DFB-Präsidium und der DFB-Vorstand nun die konkrete Ausgestaltung der neuen Wettbewerbsformate in der U 19 und U 17 beschlossen. In enger Zusammenarbeit zwischen DFB und DFL werden in beiden Altersklassen die dreigleisigen Bundesligen zur Saison 2024/2025 von der DFB-Nachwuchsliga abgelöst.

Ziel ist die verbesserte Förderung von Nachwuchsspielern hin zu mehr Kreativität, Spielfreude und Leistungsstärke. Das neue Modell betont das natürliche Streben nach Erfolg und Siegen. Die reine Misserfolgsvermeidung, die in der Vergangenheit im Spitzennachwuchsbereich oft dominierte, soll dagegen in den Hintergrund rücken, da diese die Entwicklung von Spielern bremst statt fördert.

Verbunden ist die Reform mit mehr Wechselmöglichkeiten während der Spiele und einer Aufstockung des Teilnehmerfelds im DFB-Pokal der U 19-Junioren. Damit folgten die zuständigen Entscheidungsgremien den entsprechenden Anträgen des DFB-Jugendausschusses.

Die Saison in der DFB-Nachwuchsliga ist sowohl in der U 19 als auch in der U 17 in zwei Phasen gegliedert. In der Vorrunde werden die teilnehmenden Mannschaften in regionale Gruppen aufgeteilt, wobei jede Gruppe maximal acht Teams umfassen wird, die in Hin- und Rückspiel aufeinandertreffen. Vorgesehen sind 14 Spieltage. Die Einteilung der Gruppen ist nicht zwingend an Landes- und Regionalverbandsgrenzen gebunden.

Anschließend verzweigt sich die DFB-Nachwuchsliga für die zweite Saisonhälfte in Liga A und B. Die Erst- und Zweitplatzierten jeder Vorrundengruppe sowie die besten Gruppendritten qualifizieren sich für Liga A. Diese insgesamt 24 Klubs werden erneut auf vier Gruppen à sechs Teams verteilt. Nach weiteren zehn Spieltagen ziehen die vier besten Mannschaften jeder Gruppe ins Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft ein. Dort geht es in den K.o.-Modus. Über das Weiterkommen entscheidet ab diesem Zeitpunkt in jeder Runde ein Spiel, in dem es um alles oder nichts geht.

Alle Mannschaften aus Liga A haben automatisch ihren Platz in der DFB-Nachwuchsliga für die folgende Saison sicher. In der U 19 sind sie darüber hinaus für den DFB-Pokal der Junioren qualifiziert. Das dortige Teilnehmerfeld wird zur Saison 2025/2026 – analog zum DFB-Pokal der Männer – auf 64 Mannschaften aufgestockt.

Die Klubs, die in der Vorrunde nicht den Sprung in Liga A schaffen, absolvieren die zweite Saisonhälfte in Liga B. Dort stoßen die besten Mannschaften aus den zweithöchsten Spielklassen unterhalb der DFB-Nachwuchsliga hinzu. Dies sind maximal elf Teams. Diese Vereine ohne Leistungszentrum werden damit für ihre Leistungen in der Vorrunde honoriert und erhalten unmittelbar sportliche Vergleichsmöglichkeiten auf höherem Niveau. In Liga B werden Gruppen zu jeweils maximal acht Teams gebildet.

Grundsätzlich ist zu beachten: Alle Vereine mit einem Leistungszentrum (LZ) sind sportlich dauerhaft für die DFB-Nachwuchsliga qualifiziert. Die Anzahl der teilnehmenden Teams ist nicht gedeckelt und kann pro Saison variieren. Für Vereine ohne Leistungszentrum gilt: Wer sich für Liga A qualifiziert oder in Liga B auf einem der ersten vier Plätze in seiner Gruppe landet, hat seinen Startplatz für die Folgesaison in der DFB-Nachwuchsliga sicher. Darüber hinaus werden bei der U 19 in Liga B weitere 18 Startplätze für den DFB-Pokal vergeben.

Um mehr Einsatzzeiten zu ermöglichen und die individuelle Entwicklung der Spieler zu optimieren, kann jede Mannschaft in der DFB-Nachwuchsliga pro Partie bis zu sieben Einwechslungen (sechs Feldspieler plus Torwart) vornehmen. Damit können alle 18 Spieler des erlaubten Spieltagskaders zum Einsatz kommen. Erlaubt sind drei Wechselfenster plus Halbzeitpause.

Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter der Nationalmannschaften, hatte die Reform der DFB-Wettbewerbe im U 19- und U 17-Bereich bereits im Sommer als "Meilenstein" bezeichnet. Hermann Winkler, zuständiger DFB-Vizepräsident für den Nachwuchs, unterstreicht: "Mit diesen innovativen, von Fachleuten gestützten Maßnahmen, wollen wir den Fußball in Deutschland zukunftsfest machen. Wir werden diesen Prozess weiter begleiten, überprüfen und bei Bedarf anpassen."

Für die erste Saison der DFB-Nachwuchsliga ab Sommer 2024 werden qualifiziert sein:

- Alle Vereine mit Leistungszentrum.

- Alle Vereine ohne Leistungszentrum, die in der aktuell laufenden Saison der A- und B-Junioren-Bundesliga den sportlichen Klassenverbleib bewerkstelligen.

- Alle Vereine ohne Leistungszentrum, die gemäß gültiger DFB-Jugendordnung den sportlichen Aufstieg aus den zweithöchsten Spielklassen schaffen.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 08.12.2023 


DFB-Präsidium verabschiedet Jahresabschuss 2022

Auf seiner Sitzung am Donnerstag hat das DFB-Präsidium den Jahresabschluss 2022 für den DFB e. V. verabschiedet. Das Ergebnis beträgt nach Steuern -4.203.183,25 Euro. Der Finanzbericht 2022 wird derzeit erstellt und nach Fertigstellung auf DFB.de veröffentlicht.

DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald sagt: "Das ist ein noch akzeptables Ergebnis, insbesondere vor dem Hintergrund des strukturellen Defizits innerhalb der DFB-Gruppe. Wir haben wichtige Maßnahmen zur Konsolidierung des Haushaltes eingeleitet und umgesetzt. Dennoch stehen wir unverändert vor großen Herausforderungen und werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen."

Das strukturelle Defizit ergibt sich neben dem ausbleibenden sportlichen Erfolg der Männer-Nationalmannschaft aus den Baukosten und den laufenden Aufwänden für den DFB-Campus. Außerdem belasten Sondersachverhalte aus der Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die Jahre 2006 sowie 2014 und 2015 die Bilanz. Der Verlustvortrag aus diesen Sachverhalten beträgt 51.177.050,67 Euro.

Zum Hintergrund:

Dem DFB e.V. wurde mit Bescheiden vom 21. Dezember 2022 die Gemeinnützigkeit für die Jahre 2014 und 2015 rückwirkend entzogen. Gegen die geänderten Steuerbescheide hat der Verband Anfang 2023 fristgerecht Einsprüche eingelegt und diese ausführlich begründet. Der DFB e.V. hat von Seiten der Finanzbehörden bisher keine Stellungnahme zu den in den Einsprüchen vorgetragenen Argumenten erhalten. Zum weiteren Verfahrensverlauf und der Verfahrensdauer können vom Verband entsprechend derzeit keine Angaben gemacht werden. Die streitigen Steuerforderungen wurden in voller Höhe beglichen und sind im Falle einer erfolgreichen Anfechtung der Bescheide an den DFB zu erstatten.

Dem DFB wurde im Jahr 2017 rückwirkend die Gemeinnützigkeit für das Jahr 2006 entzogen. Gegen die geänderten Steuerbescheide hat der DFB fristgerecht Einspruch eingelegt. Die Einsprüche wurden durch Einspruchsentscheidung vom 9. August 2022 zurückgewiesen. Daraufhin hat der DFB gegen die Bescheide am 12. September 2022 Klage beim zuständigen Finanzgericht in Kassel erhoben. Das Klageverfahren wurde durch Beschluss des Finanzgerichtes vom 31. Mai 2023 ausgesetzt bis zur rechtskräftigen Entscheidung in dem zum gleichen Lebenssachverhalt anhängigen Strafverfahren beim Landgericht Frankfurt am Main.

Die streitigen Steuerforderungen wurden in voller Höhe beglichen und sind im Falle einer erfolgreichen Anfechtung der Bescheide an den DFB zu erstatten.


Quelle: Pressemitteilung DFB vom 08.12.2023 

Holger Blask wird Vorsitzender der KG-Geschäftsführung

Dr. Holger Blask wird ab sofort Vorsitzender der Geschäftsführung der DFB GmbH und Co. KG. Sein Vertrag wurde bis 2027 verlängert. Andreas Rettig, Geschäftsführer Sport, wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden berufen. Das haben Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH & Co KG am heutigen Freitag einstimmig beschlossen und eine entsprechende Neufassung der Geschäftsordnung der Geschäftsführung verabschiedet.

Diese sieht unter anderem vor, dass Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung über einen zentralen Ansprechpartner in der Person eines Vorsitzenden der Geschäftsführung verfügen. Die neue Geschäftsordnung stattet den Vorsitzenden hierzu mit besonderen Informationsrechten gegenüber den anderen Geschäftsführern aus. Zudem macht sie ihn für die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Finanzen verantwortlich. Bei Beschlussfassungen der Geschäftsführung zählt die Stimme des Vorsitzenden bei Stimmengleichheit doppelt. Im Falle der Verhinderung des Vorsitzenden obliegen seinem Stellvertreter die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden.

Holger Blask sagt: "Ich freue mich über das mir von Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat entgegengebrachte Vertrauen und auf die weitere Zusammenarbeit. Es liegen einige große Herausforderungen, aber auch tolle Aufgaben wie die EURO 2024 und die weitere Entwicklung des Frauenfußballs vor uns. Gemeinsam mit meinen Geschäftsführungskollegen werden wir diese mutig angehen und den DFB zukunftsfähig und wirtschaftlich stabil aufstellen, um die verbindende Kraft und Begeisterung des Fußballs zu entfalten."

Bernd Neuendorf, DFB-Präsident und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, sagt: "Wir freuen uns, dass wir die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Holger Blask fortsetzen werden. Nach seinem Amtsantritt hat er erfolgreich neue Vermarktungsstrukturen und -strategien umgesetzt. Der DFB hat nicht zuletzt deshalb sowohl bei der Vermarktung der Medienrechte im DFB-Pokal, der 3. Liga und Google Pixel Frauen-Bundesliga Rekordergebnisse erzielt. Darüber hinaus konnten unter seiner Führung namhafte Sponsoren hinzugewonnen werden. Holger Blask passt fachlich und menschlich hervorragend in unser Team. Daher ist es nur folgerichtig, dass sich der Aufsichtsrat entschlossen hat, ihn mit dem Vorsitz der Geschäftsführung zu betrauen. Gleichzeitig stärken wir unseren Sportbereich, indem wir Andreas Rettig zu seinem Stellvertreter ernennen."

Alexander Wehrle, Aufsichtsratsvorsitzender der DFB GmbH & Co. KG, sagt: "Holger Blask ist ein zentraler Leistungsträger des DFB. Der Erfolg seiner Arbeit ist für die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Verbandes elementar. Er ist ein herausragender Vermarkter, eine große Persönlichkeit und ein Gesicht des DFB."

Dr. Holger Blask ist seit August 2020 als Geschäftsführer verantwortlich für Marketing Vertrieb Event & Operations und seit 1. Januar 2022 Sprecher der Geschäftsführung der DFB GmbH & Co. KG. Zuvor war er 14 Jahre für die DFL GmbH in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt als "Direktor Audiovisuelle Rechte" und Mitglied der Geschäftsleitung.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 08.12.2023 


Belgien, Niederlande und Deutschland übergeben Bewerbungsunterlagen für FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™

Der Belgische Fußball-Verband (RBFA) und der Niederländische Fußball-Verband (KNVB) sowie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben fristgerecht die Bewerbungsunterlagen - das so genannte Bidbook - für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ bei der FIFA übergeben. Es deckt alle relevanten Aspekte der Bewerbung ab und gibt einen detaillierten Überblick über alle für das Turnier notwendigen Bereiche. Das Bidbook umfasst rund 300 Seiten und 17 Kapitel, hinzu kommen noch weitere 300 Seiten Vertragsunterlagen. Damit liegt eine umfassende Bewerbung vor, die nicht nur die wesentlichen Anforderungen an den Wettbewerb selbst erfüllt, sondern vor allem die positive Wirkung auf die künftige Entwicklung des Frauenfußballs weltweit aufzeigt.

Nach Monaten detaillierter Planung und harter Arbeit eines länderübergreifenden Projektteams legt BNG2027 - BNG steht für die englischen Anfangsbuchstaben der drei Länder Belgium, Netherlands, Germany und den Slogan Breaking New Ground - ein Bidbook vor, das eine klare Zielsetzung verfolgt: Die drei Bewerber möchten ein Fan-orientiertes, kommerziell attraktives und nachhaltiges Turnier veranstalten, das den teilnehmenden Mannschaften und Fans in jeder Hinsicht die bestmögliche Qualität bietet. Die Überzeugung ist groß, dass damit sowohl das Interesse am Frauenfußball als auch die Anzahl der aktiven Spielerinnen weltweit wachsen werden. Im Juni und Juli 2027 wird der Frauenfußball wie niemals zuvor im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit stehen.

RBFA-Präsidentin Pascale Van Damme, KNVB-Präsident Just Spee und DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagen: "Der Frauenfußball entwickelt sich mit großer Geschwindigkeit. Die Zahl der Mädchen, die sich für Fußball interessieren, ist enorm, und auf Seiten der Fans registrieren wir ein stetig wachsendes Interesse. Unser Ziel mit BNG2027 ist es, eine Bewerbung abzugeben, die diesen Aufschwung mitnimmt und gleichzeitig für noch mehr Begeisterung und Engagement sorgt. Wir glauben, dass unsere Bewerbung alle Elemente umfasst, um genau das zu erreichen. Wir möchten die FIFA bei ihrer Aufgabe unterstützen, eine spannende Zukunft für den Frauenfußball zu gestalten. Unser Motto BNG steht auch für das ehrgeizige Ziel, das wir uns gesetzt haben: Mit Breaking New Ground wollen wir die Extrameile gehen, um ein WM-Turnier auf höchstem Niveau auszurichten, den Fußball auf die nächste Stufe zu heben und sein großes Potenzial auszuschöpfen."

Die zentralen Inhalte des Bidbooks:

Nachhaltig und kompakt

Als mögliche Spielorte stehen bereit: Anderlecht (Brüssel), Charleroi, Genk, Gent, Amsterdam, Eindhoven, Heerenveen, Enschede, Rotterdam, Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Köln - alles Städte mit einer tief verwurzelten Fußballtradition, die ihre Stadien für Fans aus der ganzen Welt öffnen wollen. Die 13 Stadien und Städte haben Erfahrung mit der Austragung von Länderspielen und/oder Großveranstaltungen und möchten mit Enthusiasmus und Engagement ihren Beitrag zum Erfolg der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 leisten. Die endgültige Auswahl der zehn Austragungsorte nimmt die FIFA vor.

Die Vorauswahl der Bewerberstädte erfolgte nach sorgfältiger und bewusster Überlegung. Da die nachhaltigste Weltmeisterschaft aller Zeiten ausgerichtet werden soll, liegen die Stadien möglichst nah beieinander. Die maximale Entfernung zwischen den Spielstätten wird auf 300 Kilometer begrenzt, damit Mannschaften und Fans möglichst wenig reisen müssen. Moderne öffentliche Verkehrsmittel werden dafür sorgen, dass sich die Fans problemlos und umweltfreundlich zwischen den Städten bewegen können.

Sollte der Zuschlag für BNG erfolgen, kann die FIFA einen der beiden historischen Brüsseler Standorte (Brussels Expo und Tour & Taxis) als Veranstaltungsort für die Auslosung wählen.

Einzigartige Fan-Momente

Dank der Nähe der Spielorte zueinander wird es für die Fans leicht und nicht zuletzt erschwinglich sein, viele Begegnungen live im Stadion zu verfolgen und die einzigartige Atmosphäre einer FIFA WM auf sich wirken zu lassen. Darüber hinaus richtet sich der Fokus auf die FIFA Fan Festivals, die in allen drei Ländern an zentralen, traditionell beliebten Plätzen der jeweiligen Austragungsorte veranstaltet werden und Fans unter anderem zum Public Viewing einladen. Von dort aus können sie dann im Rahmen der innovativen "United World Cup Walks" zusammen zum Stadion gehen - auch dadurch soll das, was eine WM ausmacht, geschaffen werden: Spaß, Vorfreude, Spannung und ein ganz besonderes Gemeinschaftsgefühlt. Dabei spielt auch der Sicherheitsgedanke eine große Rolle.

Kommerzieller Erfolg

BNG2027 soll die kommerziell erfolgreichste FIFA Frauen-Weltmeisterschaft aller Zeiten werden. Ziel ist es, die Einnahmen im Vergleich zur Weltmeisterschaft 2023 um 50 Prozent zu steigern. Erreicht werden kann dies durch den Erlös der globalen Medienrechte, durch Kosteneinsparungen dank der Kompaktheit des Turniers, durch die Maximierung der Einnahmen aus dem europäischen Sponsorenmarkt. Darüber hinaus sind die Prognosen bezüglich der Erlöse aus dem Ticketing- und Hospitality-Bereich sehr positiv. Mit den erzielten Einnahmen soll die Weiterentwicklung des Frauenfußballs in den FIFA-Mitgliedsverbänden weltweit gefördert werden.

Globales Wachstum des Frauenfußballs

BNG strebt nicht nur danach, die erfolgreichste FIFA Frauen-Weltmeisterschaft aller Zeiten auszurichten. Sie soll auch Katalysator für die weitere Entwicklung des Frauenfußballs weltweit sein und hat einen klaren Plan, um in den kommenden Jahren speziell drei Ziele zu erreichen: weitergehende Emanzipation, mehr aktive Teilhabe und eine werthaltige Kommerzialisierung - in den drei Ländern und darüber hinaus.

Zu diesem Zweck werden mehrere Programme aufgelegt, darunter:

- NextGen: (Junge) Mitarbeiter*innen von Nationalverbänden auf der ganzen Welt erhalten die Möglichkeit, das Turnier hautnah mitzuerleben und Erfahrungen zu sammeln, die ihnen bei ihren eigenen Bemühungen zur Förderung des Frauenfußballs in ihren Ländern helfen;

- BNG Unite Programme: Bei 27 Veranstaltungen für Nationalverbände weltweit können diese Wissen teilen, Erfahrungen austauschen und sich über Best-Practice-Beispiele im Frauenfußball informieren.

- KickstartHer: Ein globales Programm mit dem Ziel, die nächste Generation für den Frauenfußball zu inspirieren und einen gesunden Lebensstil zu fördern.

Manu Leroy (CEO a.i. RBFA), Gijs de Jong (KNVB-Generalsekretär), und Heike Ullrich (DFB-Generalsekretärin) erläutern: "Das Bidbook steht für unseren Wunsch, im Sommer 2027 die Welt zum größten Fußballfest in der Geschichte des Frauenfußballs zu begrüßen. Wir hoffen, dass die FIFA unsere Begeisterung teilt und die Vorzüge und Qualität unserer Bewerbung erkennt. Wir laden die nationalen Fußballverbände aus aller Welt ein, uns ihr Vertrauen zu schenken und mit uns zusammen den Traum einer Weltmeisterschaft wahr werden zu lassen, die den Frauenfußball wirklich global macht."

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 08.12.2023


DFB spendet fast fünf Millionen Euro an fußballnahe Stiftungen

Auf seiner Sitzung am heutigen Donnerstag hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beschlossen, 4,915 Millionen Euro an fußballnahe Stiftungen zu spenden. Bedacht wurden Einrichtungen, die mit ihren Tätigkeiten mit den Satzungszwecken beziehungsweise der Zweckverwirklichung des DFB übereinstimmen. Das Spendenvolumen orientiert sich im Schwerpunkt, aber nicht ausschließlich an der Höhe der Ordnungsgelder, die der DFB im steuerpflichtigen Bereich generiert hat. Im Jahr 2023 sind Ordnungsgelder in Höhe von etwa sechs Millionen Euro zu erwarten, abzüglich der Steuern entspricht dies einem Volumen von ca. 4,2 Mio. Euro.

50 Prozent dieser Summe, also 2,1 Millionen Euro, fließen als Spende an die DFL-Stiftung. Daneben gehen 1,5 Millionen Euro an die DFB-Stiftung Egidius Braun, 500.000 Euro an die DFB-Kulturstiftung, 425.000 Euro an die DFB-Stiftung Sepp Herberger, 200.000 Euro an die Stiftung der Nationalmannschaft, 100.000 Euro an die Robert-Enke-Stiftung und 45.000 Euro an die Fritz-Walter-Stiftung. Die Uwe-Seeler-Stiftung und die Franz-Beckenbauer-Stiftung erhalten jeweils 22.500 Euro.

DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald sagt: "Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr umfangreiche Mittel an fußballnahe Stiftungen spenden können. Wir handeln damit auch im Sinne der jeweiligen Namensgeber und im Bewusstsein, wie wichtig und wertvoll die Arbeit ist, die in den Stiftungen geleistet wird."

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 07.12.2023


Nia Künzer wird DFB-Sportdirektorin Frauenfußball

Nia Künzer wird ab 1. Januar 2024 neue Sportdirektorin für Frauenfußball beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Die 43-Jährige verantwortet damit den Bereich der Frauen-Nationalmannschaft und der weiblichen U 20-Auswahl. Das haben Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH & Co KG einstimmig beschlossen.

Künzer gewann mit der Nationalmannschaft 2003 den WM-Titel und erzielte im Finale gegen Schweden das Golden Goal. Sie absolvierte 34 A-Länderspiele und wurde im Verein jeweils siebenmal Deutsche Meisterin sowie DFB-Pokalsiegerin und dreimal Europacupgewinnerin. Sie war lange Jahre ARD-Expertin für den Bereich Frauenfußball und zuletzt als Dezernatsleiterin beim Land Hessen für das Regierungspräsidium Gießen tätig.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: "Nia Künzer ist eine ideale Besetzung für die Position der DFB-Sportdirektorin. Sie ist eine starke Persönlichkeit, verfügt über ein umfassendes Netzwerk und war immer nah dran am Frauenfußball. Ich schätze ihre fachliche Expertise als ehemalige Spielerin und ihre Erfahrungen als Führungskraft, die sie auch durch ihre berufliche Tätigkeit in einem Bereich außerhalb des Fußballs erworben hat. Ihr kritischer Blick, die Fähigkeit, auch andere Perspektiven einzubringen, ihre hohe soziale Kompetenz und ihr profundes Fußballwissen werden uns in diesem für den DFB hoch priorisierten Bereich voranbringen."

Nia Künzer sagt: "Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und bedanke mich für das Vertrauen. Vor uns liegen große Herausforderungen. Der Frauenfußball hat ein großes Potenzial, und unsere Nationalmannschaft ist ein wichtiges Aushängeschild für unseren Sport. Es ist elementar für die Entwicklung in allen Bereichen, dass wir in die Erfolgsspur zurückkehren und auch wieder Titel gewinnen. Dazu möchte ich - gemeinsam in einem motivierten und kompetenten Team beim DFB - meinen Beitrag leisten."

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 07.12.2023


Knut Kircher wird neuer Geschäftsführer der DFB Schiri GmbH

Knut Kircher wird am 1. Juli 2024 neuer Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH und damit Nachfolger von Lutz Michael Fröhlich, der auf eigenen Wunsch aus diesem Amt scheidet. Am heutigen Mittwoch erfolgte auf dem DFB-Campus die Vertragsunterzeichnung von Knut Kircher mit DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann und Ansgar Schwenken,

DFL-Direktor Spielbetrieb & Fans sowie Mitglied im DFB-Vorstand.Fröhlich hatte Ende Juli bekanntgegeben, seinen bis zum 31. Dezember 2024 laufenden Vertrag nicht zu verlängern. Nun wird sein Nachfolger bereits zu Beginn der Saison 2024/2025 - und damit ein halbes Jahr früher als ursprünglich geplant - die Amtsgeschäfte übernehmen.

Lutz Michael Fröhlich ist seit der Gründung der DFB Schiri GmbH am 1. Januar 2022 deren Geschäftsführer Sport und Kommunikation, zuvor fungierte er ab Juli 2016 als Sportlicher Leiter der Elite-Schiedsrichter.Der 54-jährige Knut Kircher kann auf eine lange und erfolgreiche Laufbahn im Schiedsrichterbereich zurückblicken. Zwischen 2001 und 2016 leitete er insgesamt 244 Bundesligaspiele, zudem war er von 2004 bis 2012 auch FIFA-Referee. 2008 pfiff er das DFB-Pokalfinale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München, 2012 war er DFB-Schiedsrichter des Jahres. Seit dem Ende seiner Karriere als aktiver Unparteiischer ist er als Schiedsrichter-Beobachter im Elitebereich tätig. Hauptberuflich arbeitet Kircher derzeit als Personalführungskraft im Management eines großen Automobilherstellers.

Die Gesellschafterversammlung der DFB Schiri GmbH, die aus Vertreter*innen von DFB und DFL besteht, hatte sich von mehreren Bewerber*innen schließlich für Kircher entschieden. Vorangegangen waren diverse Gesprächsrunden mit den Kandidat*innen. Den Auswahlprozess hatte die DFB Schiri GmbH gemeinsam mit einer externen Agentur gestaltet.

Stimmen zur Vertragsunterzeichnung
Knut Kircher, ab 1. Juli 2024 neuer Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH, sagt: "Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und bin mir der großen Verantwortung, die damit einhergeht, sehr deutlich bewusst. Zusammen mit den Mitarbeiter*innen der DFB Schiri GmbH, den Sportlichen Leitern und allen Aktiven möchte ich das deutsche Schiedsrichterwesen mit Klarheit, mit Transparenz nach innen und außen sowie mit Geradlinigkeit auf das nächste Level bringen - national wie international. Dieses Level braucht es, damit wir weiterhin mit unseren Referees zur Weltspitze gehören und dem Fußball in Deutschland und Europa die Persönlichkeiten geben können, die es für sehr gute Spielleitungen braucht. Mir ist bewusst, dass der heutige Fußball mehr und mehr Tagesgeschäft ist und es in allen Bereichen den richtigen Leistungswillen braucht sowie die Bereitschaft, Veränderungen anzustoßen und Bewährtes zu stärken. Ich bin mir außerdem darüber im Klaren, dass die Gesellschafter der DFB Schiri GmbH als Vertreter der Ligen einen hohen Anspruch an die künftigen Schiedsrichterleistungen im Profifußball haben. Diesen Anspruch gilt es zu erfüllen, mit klarer Orientierung für alle. Es ist mir auch ein Anliegen, den Schulterschluss mit allen am Spiel Beteiligten herzustellen. Denn nur gemeinsam werden wir den Fußball mit all seinen schönen Seiten weiterhin für die Fußballfans attraktiv gestalten können. Dazu braucht es den offenen, ehrlichen und vor allem konstruktiven Dialog."

DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann erklärt: "Die Entscheidung, einen offenen Prozess rund um die Nachfolgeregelung von Lutz Michael Fröhlich zu gestalten und diesen auch extern begleiten und steuern zu lassen, hat sich grundsätzlich als richtig erwiesen. Auf diese Weise haben wir versucht, ein möglichst hohes Maß an Objektivität zu erreichen. Wir hatten mehrere sehr geeignete Kandidat*innen innerhalb unseres Schiedsrichterbereichs für die Position des Geschäftsführers Sport und Kommunikation, was uns die Auswahl nicht leicht gemacht hat. Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Bewerber*innen bedanken und wünsche mir sehr, dass sie künftig auch an anderer Stelle ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Kompetenzen rund um die Schiedsrichterei in unsere Struktur einbringen. Letztlich haben wir uns für Knut Kircher entschieden, weil uns, die Gesellschafterversammlung der DFB Schiri GmbH, nicht zuletzt seine beruflichen Erfahrungen im Management einschließlich der Personalführung außerhalb der Fußballorganisation überzeugt haben. Gerade durch die Ausgliederung des Elitebereichs der Unparteiischen in die Schiri GmbH hat dieser Aspekt an Bedeutung gewonnen. Wir sind überzeugt, mit Knut Kircher die richtige Wahl getroffen zu haben, und freuen uns auf eine ertragreiche Zusammenarbeit ab der neuen Saison 2024/2025."

Ansgar Schwenken, DFL-Direktor Spielbetrieb & Fans, sagt: "Knut Kircher steht als starke Persönlichkeit für Leistungswillen, Klarheit und Geradlinigkeit. Mit diesen Eigenschaften und seiner zweifelsohne hohen Fachkompetenz als langjähriger FIFA- und Bundesliga-Schiedsrichter wird er die DFB Schiri GmbH und damit das deutsche Schiedsrichterwesen zielgerichtet steuern und modern weiterentwickeln. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm.

"Lutz Michael Fröhlich, derzeitiger Geschäftsführer Kommunikation und Sport der DFB Schiri GmbH, sagt: "Ich freue mich über den sehr stringenten und transparenten Prozess in der Nachfolgeplanung, durch den am Ende für alle schnell Klarheit geschaffen wurde. Dafür gilt ein großer Dank allen, die diesen Prozess begleitet haben, die sich in dieses Auswahlverfahren eingebracht haben und natürlich den Entscheidungsträgern. Meine herzliche Gratulation geht an Knut Kircher, der eine hervorragende Expertise als Führungskraft in einem Weltkonzern mitbringt und eine langjährige, erfolgreiche Laufbahn als FIFA- und Bundesliga-Schiedsrichter aufweisen kann. Ich wünsche ihm schon heute viel Glück und Erfolg für diese große Herausforderung, vor allem die größtmögliche Unterstützung von allen Seiten. Und ich freue mich auf die gemeinsame Zeit im Zuge der 'Stabübergabe'."

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 06.12.2023

Aktionsspieltag im deutschen Fußball: Danke ans Ehrenamt!

Der deutsche Fußball sagt gemeinsam Danke ans Ehrenamt. Der Tag des Ehrenamts am 5. Dezember ist erneut Anlass für einen Aktionsspieltag. Die Aktionen finden statt an den Spieltagen der ersten beiden Dezember-Wochenenden (1. bis 3. sowie 8. bis 10. Dezember) im Profifußball. Seit 1997 setzt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) über die "Aktion Ehrenamt" Maßnahmen zur Förderung ehrenamtlichen Engagements um.

Einmal im Jahr bedankt sich der große Fußball in Zusammenarbeit zwischen dem DFB und der DFL Deutsche Fußball Liga bei den mehr als 24.000 Vereinen und den rund 1,6 Millionen Fußball-Ehrenamtlern im Land. Dort, wo es um die ganz wichtigen Punkte geht, macht der Fußball einen wichtigen Punkt: Danke ans Ehrenamt. Das Motto lautet dabei: Ehrenamt ist unbezahlbar. 

Zahlreiche Klubs aus der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga werden sich am Aktionsspieltag fürs Ehrenamt beteiligen. Die Palette reicht dabei je nach Klub von Bannern am Spielfeld bis zu Videospots, Social-Media-Grafiken und individuellen Maßnahmen im Stadion. Die Google Pixel Frauen-Bundesliga hatte aufgrund ihrer Anfang Dezember anstehenden Länderspielpause bereits im Oktober erste Aktionen durchgeführt.

"Danke ans Ehrenamt" ist einer von vielen Bausteinen im Deutschen Fußball-Bund zur Wertschätzung, Stärkung und Förderung ehrenamtlichen Engagements. Weitere Maßnahmen sind unter anderem die jährliche Gala "Club 100" und die speziell für das junge Ehrenamt organisierte Bildungsreise "Fußballhelden".

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: "Unsere Vereine schaffen Orte der Gemeinschaft. Dort begegnen sich vielfältige Kulturen und Meinungen. Auch der Fußball eint sie. Ohne die Millionen freiwillig engagierter Menschen würden diese Orte verschwinden. Unsere gemeinsame Aufgabe muss es sein, das Ehrenamt zeitgemäß zu gestalten - und das heißt kürzere und projektbezogene Aufgaben - sowie die Wertschätzung für das Ehrenamt dauerhaft zu gestalten."

Trotz gegenläufiger Tendenzen ist der ehrenamtliche Einsatz für andere Menschen bis heute keineswegs aus der Mode gekommen. Rund 29 Millionen Menschen in Deutschland sind ehrenamtlich tätig. 13,5 Prozent der Ehrenamtler*innen engagieren sich im Sport, dem damit größten Bereich ehrenamtlicher Tätigkeit. Als im vergangenen Sommer das Onlineportal für die EURO 2024 Volunteers freigeschaltet wurde, bewarben sich 10.000 Menschen - binnen der ersten 24 Stunden. 

Ein Dankeschön für Ehrenamtliche kann sich auf vielfältige Weise ausdrücken. Das Lächeln für die frischgewaschenen Trikots. Eine Umarmung für das Trainieren einer Kindermannschaft. Oder ein kurzes Danke für den x-ten Fahrdienst. Häufig findet diese Anerkennung im Verborgenen statt. Auch deshalb sagt der deutsche Fußball einmal im Jahr bundesweit Danke ans Ehrenamt.

Mit dem DFB-Punktespiel bieten der DFB, die 21 Landesverbände und die EURO GmbH eine weitere Unterstützung für das Ehrenamt an. Interessierte Vereine finden dort online 18 Maßnahmen aus vier Kategorien (Spieler*innen, Trainer*innen, Schiedsrichter*innen und Vereinsleben), für deren Umsetzung Punkte gesammelt werden können. Dafür warten attraktive Prämien - bis hin zu einem Eventtag mit der deutschen Nationalmannschaft oder EM-Tickets. Punkte erhalten auch Vereine, die einen Vorschlag für die "Fußballhelden" oder den Ehrenamtspreis und den "Club 100" machen.

Danke ans Ehrenamt 

Das DFB-Punktespiel 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 23.11.2023


Frauen-Nationalmannschaft: 

Ein Neuling und drei Rückkehrerinnen

Interimsbundestrainer Horst Hrubesch hat einen Neuling und drei Rückkehrerinnen in den insgesamt 24 Spielerinnen umfassenden Kader für die Partien in der UEFA Women's Nations League gegen Dänemark am 1. Dezember (ab 20.30, live im ZDF) in Rostock und gegen Wales am 5. Dezember (ab 19.30, live auf sportschau.de) in Swansea berufen.

Erstmals nominiert ist Mittelfeldspielerin Elisa Senß von Bayer 04 Leverkusen. Torhüterin Merle Frohms (VfL Wolfsburg) sowie die Mittelfeldspielerinnen Sydney Lohmann und Lina Magull (beide FC Bayern München) kehren ins DFB-Team zurück, nachdem sie zuletzt wegen Verletzungen im Kreis der Nationalmannschaft gefehlt hatten. Verletzungsbedingt verzichten muss Horst Hrubesch diesmal auf die Wolfsburgerinnen Lena Oberdorf (Rückenprobleme) und Felicitas Rauch (Verletzung am Zeh).

Horst Hrubesch sagt: "Die Spielerinnen haben bei den vergangenen Länderspielen nachgewiesen, welche Qualität und welches Potenzial sie haben. Wir haben uns viele Torchancen herausgespielt, müssen diese jedoch besser nutzen. Das wird der entscheidende Faktor in den beiden Spielen sein. Unser Ziel ist klar: Wir wollen diese beiden letzten Spiele des Jahres positiv gestalten und einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Olympia machen."

Die Begegnung mit den Däninnen im Rostocker Ostseestadion wird für die DFB-Frauen das letzte Heimländerspiel des Jahres. Für die Partie sind nur noch wenige Restkarten erhältlich. Das Hinspiel hatte Deutschland gegen Dänemark mit 0:2 verloren.

Nur der Gruppensieger qualifiziert sich für die Finalrunde der besten vier Nationen, die vom 21. bis 28. Februar 2024 ausgetragen wird. Die beiden Finalisten der UEFA Women's Nations League qualifizieren sich neben Gastgeber Frankreich für das Olympische Fußballturnier 2024. Erreichen die Französinnen das Endspiel der Nations League, erhält der Drittplatzierte das noch offene Olympiaticket.

Zum Kader der Frauen-Nationalmannschaft


Quelle: Pressemitteilung DFB vom 21.11.2023 

Nächste Verkaufsphase für EM-Tickets startet am 4. Dezember

Fans der deutschen Nationalmannschaft erhalten die nächste Chance auf Tickets für die UEFA EURO 2024 in Deutschland. Wer vom 4. Dezember an Karten im deutschen Fanblock kaufen möchte, findet ab sofort alle Informationen über die Verteilung des DFB-Ticketkontingents auf der Webseite em24tickets.dfb.de. Die UEFA stellt neben ihrem öffentlichen Ticketverkauf den Fans der bisher qualifizierten Nationalverbände im Anschluss an die Endrundenauslosung am 2. Dezember in Hamburg insgesamt eine Million Tickets zur Verfügung.

Für die deutschen Fans gibt es dabei drei mögliche Wege zum Ticket: Das größte Kontingent steht den rund 55.000 Mitgliedern des Fan Club Nationalmannschaft zur Verfügung. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, einen eigenständig organisierten Fanclub beim DFB anzumelden. Auch diese Fanclubs verfügen über ein festes Kartenkontingent. Alle Fanclubs, die sich bis zum 21. November 2023 beim DFB registrieren und den Anmeldeprozess inklusive Aufnahmegespräch bis zum 24. November 2023 erfolgreich abschließen, können sich um Tickets aus dem DFB-Kontingent bewerben.

Auch über eine Turnierregistrierung gibt es wieder die Möglichkeit, am Vorverkauf teilzunehmen. Diese kostet 5 Euro pro Antragsteller, der Betrag deckt dabei ausschließlich die Kosten des Registrierungs- und Verarbeitungsprozesses und stellt angesichts der zu erwartenden hohen Nachfrage sicher, dass hinter jeder Bewerbung ein echter Fan steht. Der DFB verdient mit den Turnierregistrierungen kein Geld.

Zunächst werden ausschließlich Karten für die drei deutschen EM-Gruppenspiele in München, Stuttgart und Frankfurt in den Verkauf gehen - nach dem Prinzip first come, first served. Tickets für eventuelle K.o.-Spiele mit deutscher Beteiligung können erst nach der absolvierten Gruppenphase gekauft werden.

Den Verbänden stehen in der Gruppenphase rund 9000 Karten pro Spiel zur Verfügung, die Preise beginnen bei 30 Euro pro Ticket. In der ersten Bewerbungsphase, die am 26. Oktober endete, sind bereits mehr als 20 Millionen Ticketanträge für die Europameisterschaft bei der UEFA eingegangen.


Quelle: Pressemitteilung DFB vom 20.11.2023

UEFA und DFB geben Menschenrechtserklärung für UEFA EURO 2024 bekannt

Die UEFA und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verpflichten sich zur Wahrung und zum Schutz der Menschenrechte und schaffen Rahmenbedingungen für die Umsetzung entsprechender Prozesse. UEFA und DFB haben heute bei der vom Bundesministerium des Innern und der Stadt Berlin ausgerichteten Konferenz zu Sport und Menschenrechten eine Menschenrechtserklärung für die UEFA EURO 2024 vorgestellt. Darin wird festgehalten, dass die UEFA und der DFB die Menschenrechte während der UEFA EURO 2024 wahren und schützen sowie einen Rahmen für die Umsetzung entsprechender Prozesse schaffen werden.

Die Erklärung ist das Ergebnis einer engen und komplementären Zusammenarbeit zwischen der UEFA und dem DFB sowie dem Ausrichterland und den Austragungsstädten. Ihr liegen Anregungen und Ideen von Interessengruppen und Fachorganisationen für Menschenrechte wie dem Zentrum für Sport und Menschenrechte, der Allianz für Sport und Rechte, der Initiative der Interessenträger der EURO 2024 und dem Deutschen Institut für Menschenrechte zugrunde.

Seit Beginn der Turnierorganisation setzen sich die UEFA, der DFB und ihr Joint Venture, die EURO 2024 GmbH, dafür ein, dass die UEFA EURO 2024 eine Sportveranstaltung wird, die sich den Menschenrechten als Beitrag zum Gelingen des Turniers verpflichtet. Gemäß der ESG-Strategie des Turniers sind Menschenrechte ein Leitprinzip für Aktivitäten in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance rund um das Turnier. Im Rahmen dieses integrativen Ansatzes wurde daher mit allen beteiligten Parteien die Verabschiedung einer Menschenrechtserklärung für die UEFA EURO 2024 vereinbart.

Michele Uva, UEFA-Direktor soziale und ökologische Nachhaltigkeit, sagte bei der Konferenz: "Wir haben für die UEFA EURO 2024 größere Ziele. Wir freuen uns sehr, die heutige Erklärung zu unterzeichnen, da dies ein wichtiger Moment für unseren Sport und für die Gesellschaft ist. Die UEFA fühlt sich nicht nur der heutigen Erklärung verpflichtet. Wir arbeiten auch eng mit Nichtregierungsorganisationen und Interessenträgern zusammen, um ein detailliertes Konzept für den Schutz und die Förderung von Menschenrechten zu entwickeln. Es handelt sich um einen umfassenden Aktionsplan mit zahlreichen Maßnahmen, um das größere Ziel zu erzielen. Wir werden dafür sorgen, dass dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt wird."

DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich sagte: "Mit der heutigen Unterzeichnung haben wir einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur UEFA EURO 2024 erreicht. Der DFB nimmt damit seine gesellschaftspolitische Verantwortung im Sinne sozialer Nachhaltigkeit wahr. Von besonderer Bedeutung für den DFB ist dabei, dass die Inhalte der Menschenrechtserklärung für die UEFA EURO 2024 und die Ergebnisse der Risikoanalyse im Vorfeld der Erklärung auch bei zukünftigen Maßnahmen und Wettbewerben einfließen werden. Die UEFA EURO 2024 und die Menschenrechtserklärung für das Turnier hinterlassen somit nachhaltige Spuren im gesamten deutschen Fußball auch nach dem Ende der Europameisterschaft im kommenden Jahr."

In der Erklärung werden folgende Ziele genannt:

Zugang für alle, Vielfalt und Inklusion
Die Veranstalter der UEFA EURO 2024 sollen sicherstellen, dass Stadien, Arbeitsbereiche und das gesamte Fußball-Ökosystem allen zugänglich sind. Im Rahmen des Turniers werden Vielfalt und Inklusion gefeiert, um die Teilnahme aller gesellschaftlichen Gruppen und Gemeinschaften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die UEFA-Stiftung für Kinder und die DFB-Stiftungen alles in ihrer Macht Stehende tun, um diese Ziele zu erreichen und Kindern zu ermöglichen, Spiele im Stadion zu verfolgen.

Keine Diskriminierung und kein Missbrauch
Alle Formen von Diskriminierung und Missbrauch sollen verhindert und bekämpft werden.

Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden
Die UEFA EURO 2024 soll für alle am Turnier Beteiligten eine sichere Erfahrung sein. Der Zugang zu gesunder Ernährung und zu gesunden Getränken wird bereitgestellt, und die Förderung körperlicher Betätigung wird unterstützt und gefördert.

Freie Meinungsäußerung
Die UEFA EURO 2024 soll eine Veranstaltung für alle sein. Das bedeutet, dass alle eingeladen sind, während des Turniers ihre Lieblingsmannschaft zu unterstützen, gemeinsam zu feiern und ihre Meinung frei zu äußern.
Das Engagement wird durch spezifische Maßnahmen im Rahmen der ESG-Strategie (Umwelt, Soziales, Governance) der UEFA EURO 2024 untermauert, die den Schutz von Rechten, Vielfalt und Inklusion, Gesundheit und Wohlbefinden sowie Solidarität umfasst. Die Aktivitäten im Bereich Menschenrechte werden fortlaufend evaluiert, und es wird über die erzielten Fortschritte und ergriffenen Maßnahmen berichtet.
Im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung der UEFA EURO 2024 verpflichten sich alle involvierten Interessenträger - das heißt die UEFA, der DFB, die EURO 2024 GmbH, die Bundesregierung, die Landesregierungen und die Austragungsstädte (Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart) - dazu, einen gemeinsamen Beitrag zu einem Turnier zu leisten, das für Demokratie, Respekt, Toleranz und die Wahrung der Menschenrechte steht.
Alle Aktivitäten erfolgen in Übereinstimmung mit den international anerkannten Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, die auch die Grundlage des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) bilden.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 14.11.2023

Julius Hirsch Preis in Berlin verliehen

In der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in Berlin ist heute der Julius Hirsch Preis verliehen worden. DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundesinnenministerin Nancy Faeser würdigten dabei Vereine, die sich in besonderer Weise gegen Antisemitismus und Rassismus sowie für Verständigung und gegen Ausgrenzung von Menschen engagieren.

Ausgezeichnet wurden der Chemnitzer Stadtteilverein Athletic Sonnenberg und der ebenfalls in Chemnitz ansässige gemeinnützige Verein ASA-FF, die sich den ersten Preis teilen. Auf dem zweiten Platz landete der Frankfurter Traditionsklub SG Bornheim 1945 e.V. Grün-Weiss. Mit dem dritten Platz wurde der jüdische Sportverband Makkabi Deutschland ausgezeichnet. Der diesjährige Ehrenpreis geht an Christian Streich, den Trainer des Bundesligaklubs SC Freiburg.

„Wir setzen uns mit aller Kraft für die Unverletzbarkeit der Würde des Menschen ein", sagte Bernd Neuendorf. "Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit haben auf und neben dem Fußballplatz nichts zu suchen. Hierfür stehen auch die diesjährigen Preisträger. Gerade in diesen Tagen fühlen wir uns unseren Freunden in Israel sehr eng verbunden. Hätte es den grausamen Terrorangriff der Hamas nicht gegeben, wäre unsere U 18-Nationalmannschaft gestern wie jedes Jahr seit 2008 zu einem Turnier nach Israel geflogen.“

Der Preis wird seit 2005 verliehen und ist benannt nach dem deutsch-jüdischen Nationalspieler Julius „Juller“ Hirsch, der im Frühjahr 1943 in Auschwitz ermordet wurde. Die Laudatio auf Christian Streich hielt der Schauspieler Matthias Brandt.

„Nie wieder ist auch beim Sport jetzt", sagte Nancy Faeser. "Wir müssen uns auch in den Stadien und auf den Spielfeldern konsequent jeder Form von Antisemitismus entgegenstellen. Die ganzheitliche Bekämpfung von Antisemitismus in all seinen Formen ist ein zentrales Anliegen der Bundesregierung, das gilt für alle gesellschaftlichen Bereiche. Menschenfeindlichkeit stellt sich gegen all die Werte wie Vielfalt, Offenheit und Toleranz, für die der Sport steht. Die Preisträgerinnen und Preisträger haben die Auszeichnung mehr als verdient und erhalten diese stellvertretend für viele weitere Projekte und zahlreiche Initiativen, die sich gegen Antisemitismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit stellen. Ihnen allen gebührt großer Dank für dieses wichtige Engagement."

Zur Jury des Preises zählen neben vielen anderen Charlotte Knobloch, die langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden, sowie Julius Hirschs Enkel Andreas Hirsch und Urenkelin Julia Hirsch.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 13.11.2023


U 21-Kader mit Rückkehrern Dárdai, Martel und Thielmann

U 21-Cheftrainer Antonio Di Salvo hat seinen Kader für die EM-Qualifikationsspiele am 17. November (ab 18 Uhr, live auf ProSieben MAXX) in Paderborn gegen Estland und am 21. November (ab 18 Uhr, live auf ProSieben MAXX) in Essen gegen Polen nominiert.

Im 23-köpfigen Aufgebot für die ersten Heimauftritte der Mannschaft in der laufenden Qualifikationsrunde stehen mit Márton Dárdai (Hertha BSC), Eric Martel und Jan Thielmann (beide 1. FC Köln) drei Spieler, die zuletzt verletzungsbedingt gefehlt hatten.

"Ich freue mich, dass Márton, Eric und Jan wieder dabei sind", sagt Di Salvo. "Sie werden in dieser richtungsweisenden Länderspielperiode eine wichtige Rolle für uns spielen - sowohl auf als auch neben dem Platz. Besonders glücklich bin ich darüber, dass Jan Thielmann nach seinem bitteren Ausfall für die Europameisterschaft im Sommer wieder zurück ist. Im September hat er die Mannschaft in Saarbrücken bereits von der Tribüne aus unterstützt. Wie groß nun seine Vorfreude auf die Rückkehr zur U 21 ist, wurde in den Gesprächen mit mir und dem Verein deutlich. Diese Einstellung und die starke Identifikation mit dem Team sind vorbildlich." Der 21 Jahre alte Offensivmann hatte sich im Rahmen des EM-Trainingslagers im Juni verletzt und verpasste dadurch das Turnier in Rumänien und Georgien.

Mit Blick auf die bevorstehenden Aufgaben sagt der DFB-Trainer: "Estland hat bislang zwar erst einen Punkt geholt, mit Ausnahme der letzten Partie gegen Polen aber sehr enge Spiele abgeliefert. Wir werden gegen sie eine hochkonzentrierte Leistung benötigen. Polen führt die Gruppe an - gegen diese hochklassige Mannschaft erwartet uns also ein echtes Topspiel um den ersten Tabellenplatz."

Di Salvo weiter: "Wir freuen uns auf zwei tolle Heimspiele und brauchen dabei die volle Unterstützung der Fans in Paderborn und Essen. Mit dem Publikum im Rücken wollen wir beide Spiele gewinnen und damit einen weiteren Schritt in Richtung Europameisterschaft gehen."

Die deutsche U 21 liegt mit sechs Punkten aus zwei Spielen auf dem zweiten Rang der Qualifikationsgruppe D. Aktueller Tabellenführer ist das polnische Team, das ein Spiel mehr absolviert und bereits neun Punkte auf dem Konto hat. Für die Endrunde, die 2025 in der Slowakei stattfindet, qualifizieren sich die neun Gruppensieger sowie die drei besten Gruppenzweiten. Die sechs verbleibenden Gruppenzweiten bestreiten Playoffs, um die letzten drei Endrundenteilnehmer zu bestimmen.

Am nächsten Montag kommt das Team in Harsewinkel zusammen, um sich auf die Heimländerspiele vorzubereiten. Im Rahmen der #HERZZEIGEN-Aktivitäten, mit denen die U 21 seit vielen Jahren soziale Projekte und Einrichtungen unterstützt, besucht ein Teil der Mannschaft dort direkt zu Beginn die "Lebenshilfe".

Im DFB-Ticketportal gibt es unter https://tickets.dfb.de/ noch Karten für die beiden Heimspiele.

Der Kader der U 21-Nationalmannschaft 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 10.11.2023


Nationalmannschaft: Zwei Neue und drei Rückkehrer für Berlin und Wien

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat zwei Neulinge und drei Rückkehrer in seinen insgesamt 27 Spieler umfassenden Kader für die Länderspiele gegen die Türkei am 18. November (ab 20.45 Uhr, live bei RTL) in Berlin und gegen Österreich am 21. November (ab 20.45 Uhr, live im ZDF) in Wien berufen. Erstmals im Kreis der deutschen Nationalmannschaft werden Torhüter Janis Blaswich von RB Leipzig und Stürmer Marvin Ducksch von Werder Bremen dabei sein.

Zudem kehren Felix Nmecha von Borussia Dortmund, Benjamin Henrichs von RB Leipzig und Serge Gnabry vom FC Bayern München zurück ins DFB-Team. Gnabrys Münchner Kollege Jamal Musiala dagegen zog sich am vergangenen Mittwochabend im Champions-League-Spiel gegen Galatasaray Istanbul eine Muskelverletzung zu und steht dem Bundestrainer nicht zur Verfügung.

Julian Nagelsmann sagt: "Ich freue mich absolut auf diese beiden Spiele. Darauf, dass es emotional und laut wird. In Berlin werden auch viele türkische Fans im Stadion sein. Und gegen Österreich ist es ein Nachbarschaftsduell, ein Prestigeduell in einer wunderschönen Stadt und einem sehr geschichtsträchtigen Stadion. Auch in Wien wird es sicher eine außergewöhnliche Stimmung und ein bedeutendes Spiel für uns. Es sind zwei Tests, die wir nutzen wollen und die unter dem Vorzeichen Emotionalität stehen."

Die Nationalmannschaft kommt von Montag an in Frankfurt zusammen und bereitet sich am DFB-Campus auf die Länderspiele vor. Auf dem Weg zur Europameisterschaft im eigenen Land trifft Deutschland am 18. November (ab 20.45 Uhr, live bei RTL) im Berliner Olympiastadion, dem Finalort der UEFA EURO 2024, auf die Türkei - für das Spiel sind nur noch wenige Restkarten erhältlich. Und am 21. November (ab 20.45 Uhr, live im ZDF) misst sich die DFB-Auswahl im letzten Länderspiel vor Beginn des EM-Jahres in Wien mit Gastgeber Österreich.

Bundestrainer Julian Nagelsmann über seinen Kader - das Video zum Download.

Zum Kader der Nationalmannschaft  


Quelle: Pressemitteilung DFB vom 10.11.2023

Martina Voss-Tecklenburg und DFB lösen Vertrag auf

Der DFB und Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg werden ihre Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung beenden. Das ist das Ergebnis eines gemeinsamen Treffens am vergangenen Freitag, dem die Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsrat der DFB GmbH & Co KG am heutigen Samstag in einer Sitzung zugestimmt haben.

Das Gespräch am Freitag fand in einer vertrauensvollen Atmosphäre statt. Nach eingehender Analyse des enttäuschenden Abschneidens der Frauen-Nationalmannschaft bei der letzten Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland, bestand Einvernehmen, dass das Team einen personellen Neuanfang in der sportlichen Führung benötigt.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf: „Ich bedanke mich im Namen des DFB und auch ganz persönlich bei Martina Voss-Tecklenburg für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. In dieser Zeit wurden im Bereich des Frauenfußballs wichtige Impulse gesetzt. Der Finaleinzug der Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft 2022 in England hat dem Frauen- und Mädchenfußball einen enormen Schub verliehen. Dieser Erfolg ist und bleibt mit Martina Voss-Tecklenburg verbunden. Wir wünschen Martina Voss-Tecklenburg persönlich und sportlich alles erdenklich Gute.“

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 04.11.2023


Öffnung für Fanclubs: 

DFB erweitert Angebote für Fans der Nationalmannschaften

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) entwickelt sein Angebot für Fans der deutschen Nationalmannschaften weiter. Ziel der Reform ist es, Freiräume für Fankultur und zielgruppenspezifische Angebote für Fans zu schaffen sowie Gemeinschaftserlebnisse zu fördern und den Dialog mit den Fans zu intensivieren. Im ersten Schritt können sich künftig neben dem offiziellen Fan Club Nationalmannschaft, der im 20. Jahr seines Bestehens mehr als 55.000 Mitglieder zählt, auch eigenständig organisierte Fanclubs beim DFB registrieren. Das Angebot richtet sich ebenso an Neugründungen von Fanzusammenschlüssen wie an bereits bestehende Fanclubs von Vereinsmannschaften. Voraussetzung für die Anmeldung ist unter anderem eine Mindestanzahl von elf Mitgliedern sowie die Unterzeichnung eines Fanclubkodex, der unter anderem die Ablehnung von Diskriminierung und Gewalt vorsieht.

Die Registrierung ist kostenlos und bringt eine Reihe von Vorteilen. Dazu zählt die Möglichkeit, Kartenanträge für Heim- und Auswärtsländerspiele der Nationalmannschaften sowie für Welt- und Europameisterschaften zu stellen.

Zudem führt der Deutsche Fußball-Bund zwei Dialogformate mit Fans ein: Künftig wird der DFB alle zwei Jahre zu einer Delegiertenversammlung der eigenständigen Fanclubs einladen. Daneben wird ein regelmäßiger Fandialog zwischen Vertreter*innen des DFB sowie Vertreter*innen der Fanclubs angeboten.

An der Ausarbeitung der Neuausrichtung der Fanarbeit waren organisierte Fans ebenso aktiv beteiligt wie Fanvertreter*innen von Vereinen und aus dem Betreuer*innenkreis des Fan Club Nationalmannschaft, Fanbeauftragte und Mitarbeiter*innen von Fanprojekten

Steffen Simon, Direktor Kommunikation, Nachhaltigkeit und Fans des DFB, sagt: "Mit der Öffnung für eigenständige Fanclubs machen wir uns auf den Weg, eine aktivere, authentischere Fankultur zu fördern. Wir haben in vielen Gesprächen mit Fanvertreter*innen wertvolles Feedback und Kritik erhalten. Diese Rückmeldungen sind in die Neuaufstellung eingeflossen. Wir nehmen die Heim-EM 2024 zum Anlass, die Fanarbeit bei den Nationalmannschaften neu auszurichten und für alle zu öffnen. Die großartigen Erfolge der Vergangenheit, die Triumphe bei Welt- und Europameisterschaften ebenso wie stimmungsvolle, unvergessliche Heimturniere waren stets nur gemeinsam möglich, wenn Fans und Mannschaft für ein Ziel gebrannt haben."

Bestehende Mitglieder des Fan Club Nationalmannschaft, für den sich auch Einzelpersonen registrieren können, profitieren weiterhin von den bisherigen Vorteilen und bestehenden Ticketkontingenten. Wer noch in diesem Jahr eine Mitgliedschaft für 2024 abschließt, kann die Vorteile und Vergünstigungen des Fan Club schon in den letzten beiden Monaten des Jahres 2023 ohne zusätzliche Kosten nutzen.

Zur Anmeldung

Zum FAQ 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 03.11.2023

Wück nominiert den Kader für FIFA U 17-WM

Die deutsche U 17-Nationalmannschaft tritt mit 21 Spielern aus 14 verschiedenen Vereinen bei der FIFA U 17-Weltmeisterschaft an. Trainer Christian Wück nominiert die drei Fritz-Walter-Medaillen-Gewinner Paris Brunner, Noah Darvich und Assan Ouédraogo sowie mit Max Moerstedt den aktuell treffsichersten Torjäger der Junioren-Bundesligen. Insgesamt baut sich das Team um eine Achse an Führungsspielern auf, die bereits beim Gewinn der Europameisterschaft im Juni wichtige Rollen einnahmen.

Coach Wück sagt zur Nominierung: „Nach dem Gewinn des Europameistertitels mit dem Jahrgang 2006 freuen wir uns auf einen weiteren Höhepunkt im Nachwuchsfußball, die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Als Mannschaft wollen wir an die Leistungen beim EM-Turnier in Ungarn anknüpfen und Deutschland auf der größtmöglichen Bühne mit Herz und Leidenschaft repräsentieren. Uns erwartet eine anspruchsvolle Gruppenphase, in die wir mit dem Zwischenziel starten, in die K.O.-Runde einzuziehen. Danach wollen wir auch auf diesem Niveau um den Titel mitspielen. Dass wir dafür auf viele Spieler des EM-Kaders zurückgreifen können, freut uns natürlich und wir danken den Vereinen für die gute Kooperation.“

Vom 10. November bis zum 2. Dezember spielen insgesamt 24 Mannschaften einen neuen globalen Champion in Indonesien aus. Deutschland nimmt als amtierender Europameister am Turnier für Spieler des Jahrgangs 2006 teil. Fans können im Livestream auf  FIFA+ kostenlos dabei sein, wenn die Wück-Auswahl in Gruppe F als eine von fünf europäischen Mannschaften in das Turnier einsteigt. Gegner in der Gruppenphase sind Mexiko, Neuseeland und Venezuela.

Hier geht es zum Kader 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 01.11.2023


Tina Theune erhält den Ehrenpreis “Lebenswerk“ des DFB

Die frühere Bundestrainerin der Frauen-Nationalmannschaft wird heute Abend im Rahmen des Länderspiels in Sinsheim gegen Wales geehrt. Sie ist die erste Frau, der diese Auszeichnung durch den DFB zuteilwird. Damit wurde ein Beschluss umgesetzt, der heute vom DFB-Präsidium gefasst wurde. Den Ehrenpreis “Lebenswerk“ hatten zuvor Dettmar Cramer, Udo Lattek, Gero Bisanz, Otto Rehhagel, Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld, Bernd Schröder, Erich Rutemöller und Volker Finke erhalten.

Zur Auszeichnung sagt Theune: „Ich freue mich sehr. Ich blicke voller Respekt und Dankbarkeit zurück auf die Zeit, die ich erlebt habe und auf die Erfahrungen, die ich machen durfte. Silvia Neid und ich hatten das Glück, mit großartigen Spielerinnen arbeiten zu dürfen, die zahlreichen Erfolge wären sonst nicht möglich gewesen. Ich erinnere mich an unendlich viele schöne und intensive Momente, die mir immer wichtig und nah sein werden. Die Auszeichnung mit dem Ehrenpreis “Lebenswerk“ lässt mich mit einem Lächeln zurückblicken.“

DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: „Tina Theune hat enorme Verdienste um den Fußball in Deutschland, sie war eine echte Pionierin, sie hat anderen den Boden bereitet. In vielen Bereichen war sie die Erste: Sie war die erste Frau mit B-Lizenz und mit A-Lizenz, sie war auch die erste Fußball-Lehrerin. Sie war aber nicht nur die Erste, sie war auch immer besonders gut. Mit ihrer Arbeit und mit ihren Erfolgen hat sie Maßstäbe gesetzt, die positive Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland hat sie nachhaltig beeinflusst. Als Trainerin war sie innovationsfreudig und traditionsbewusst zugleich, sie hat gewusst, wie man Spielerinnen und Mannschaften besser macht. Mir ist es eine Ehre, dass wir sie heute mit dem Ehrenpreis “Lebenswerk“ auszeichnen dürfen.“

Heike Ullrich, DFB-Generalsekretärin, sagt: „Die Karriere von Tina Theune ist einzigartig. Völlig zurecht steht sie nun als Erste von hoffentlich bald vielen Trainerinnen in einer Reihe mit Trainern wie Dettmar Cramer, Otto Rehhagel und Ottmar Hitzfeld. Ihre Verdienste können nicht genug gewürdigt werden. Dabei denke ich nicht nur an das Offensichtliche, an die Titel auf großer Bühne, die sie an der Seite von Gero Bisanz und später als Cheftrainerin zusammen mit Silvia Neid gewonnen hat. Ähnlich wertvoll war und ist, was sie im Juniorinnen-Bereich für die sportliche und persönliche Entwicklung vieler Talente geleistet hat. In ähnlicher Weise wie für Spielerinnen gilt dies für Trainerinnen. Viele Karrieren großer Spielerinnen und Trainerinnen wären nicht denkbar ohne die Arbeit, das Wissen, die Akribie und die Empathie von Tina Theune.“

Tina Theune kam 1986 als Assistentin von Bundestrainer Gero Bisanz zur Frauen-Nationalmannschaft und zum DFB, wo sie zusätzlich für den Aufbau der U 16-Juniorinnen und der U 19-Frauen verantwortlich war. In der Konstellation mit Gero Bisanz erlebte sie die Titelgewinne bei den Europameisterschaften 1989, 1991 und 1995. Im August 1996 wurde Theune als Nachfolgerin von Bisanz erste Bundestrainerin der Frauen-Nationalmannschaft. In der neuen Rolle setzte sie die Erfolge fort und gewann mit der Frauen-Nationalmannschaft in den Jahren 1997, 2001 und 2005 insgesamt drei weitere Titel bei Europameisterschaften. Bei den Olympischen Spielen 2000 und 2004 holte das deutsche Team unter Trainerin Theune jeweils die Bronzemedaille. Größter Erfolg war der Triumph bei der Weltmeisterschaft 2003 in den USA, als Deutschland durch das Golden Goal von Nia Künzer das Finale gegen Schweden mit 2:1 gewann.Zum Interview auf DFB.de mit Tina Theune. 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 27.10.2023

Rahmenterminkalender für Saison 2024/2025 beschlossen

Die Eckdaten für die Saison 2024/2025 im deutschen Profifußball sind festgelegt. Das DFB-Präsidium hat in seiner Sitzung am heutigen Freitag die Rahmenterminkalender der Männer und Frauen für die kommende Spielzeit verabschiedet. Bei den Männern rollt der Ball nach der UEFA EURO 2024 in Deutschland ab 2. August 2024 wieder, bei den Frauen geht es am 17. August nach Abschluss der Olympischen Spiele mit dem ersten Wettbewerb los.

Den Anfang bei den Männern machen die 2. Bundesliga und 3. Liga. Beide Wettbewerbe starten am Freitag, 2. August, in die neue Saison. Zwei Wochen später stehen die erste Runde im DFB-Pokal (16. bis 19. August) und das deutsche Supercup-Finale (Samstag, 17. August 2024) an. Die beiden Supercup-Teilnehmer holen ihre Erstrundenspiele im DFB-Pokal dienstags und mittwochs am 27. und 28. August nach. 
 

Auftakt in der Bundesliga ist am Freitag, 23. August, also knapp sechs Wochen nach dem Finale der UEFA EURO 2024. In den drei Länderspielperioden (2. bis 10. September, 7. bis 15. Oktober, 11. bis 19. November) ruht der Spielbetrieb in Deutschlands Profiligen einschließlich der 3. Liga.  

In die Winterpause gehen die Profiklubs nach den Partien am Sonntag, 22. Dezember 2024. Bis dahin hat die Bundesliga 15 Spieltage absolviert. Die 2. Bundesliga (17) und die 3. Liga (19) haben die Hinrunde zu diesem Zeitpunkt komplett abgeschlossen. Im DFB-Pokal sind bis zur Winterpause drei Runden gespielt und die Viertelfinalisten ermittelt. Die zweite Runde ist für 29./30. Oktober angesetzt, das Achtelfinale wird am 3./4. Dezember ausgetragen.

Die Bundesliga startet bereits am 10. Januar ins Kalenderjahr 2025 und lässt gleich einen Wochenspieltag folgen, um die Hinrunde abzuschließen. Die Klubs der 2. Bundesliga und 3. Liga greifen am Wochenende 17. – 19. Januar 2025 wieder ins Geschehen ein. Am Samstag, 17. Mai, steigt in der Bundesliga und 3. Liga der letzte Spieltag der Saison, in der 2. Bundesliga ist einen Tag später Rundenabschluss. 

Das DFB-Pokal-Finale im Berliner Olympiastadion schließt sich am Samstag, 24. Mai 2025, an. Die Relegationsspiele zur Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga sind im Zeitraum zwischen dem 22. und 27. Mai vorgesehen. Ausweichtermine in der Relegation sind für den Fall möglich, sollte beispielsweise ein Relegationsteilnehmer im Pokalendspiel stehen.

Die Frauen absolvieren die erste Runde im DFB-Pokal am gleichen Wochenende wie die Männer (17. und 19. August 2024). Der 1. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga folgt eine Woche später. Das Eröffnungsspiel der Google Pixel Frauen-Bundesliga ist für Freitag, 30. August, terminiert. Unterbrochen wird die Hinrunde von zwei Länderspielperioden (21. bis 29. Oktober, 25. November bis 3. Dezember).

Die Winterpause in den Frauen-Bundesligen beginnt am 16. Dezember 2024 und dauert sieben Wochen, ehe es in der Google Pixel Frauen-Bundesliga am 31. Januar 2025 mit dem 13. Spieltag weitergeht. Die 2. Frauen-Bundesliga setzt ihre Saison eine Woche später (9. Februar) fort, das DFB-Pokal-Viertelfinale schließt sich unmittelbar daran von Dienstag bis Donnerstag, 11. bis 13. Februar, an. 

Das Halbfinale ist für das Wochenende 22./23. März angesetzt. Das große DFB-Pokal-Finale in Köln, das in diesem Jahr mit 44.808 Fans erstmals ausverkauft war, steigt am Donnerstag, 1. Mai 2025. Die Saison in der Google Pixel Frauen-Bundesliga endet am Sonntag, 11. Mai, in der 2. Frauen-Bundesliga fällt am 18. Mai der Vorhang. 

Alle Daten für die Saison 2024/2025 hier im Rahmenterminkalender auf  https://termine.dfb.de/rahmenterminkalender.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 27.10.2023


Jahr der Schiris: Profiklubs bieten Neulingslehrgänge an 

Im Jahr der Schiris bündeln der Deutsche Fußball-Bund und die DFL Deutsche Fußball Liga ihre Kräfte. Rund um ein bundesweites Anmeldefenster für interessierte Neulinge setzen DFB, Landesverbände und DFL gemeinsame Aktivitäten zur Neugewinnung von Schiedsrichter*innen um. Die Klubs der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga werden in Zusammenarbeit mit ihren Landesverbänden und Fußballkreisen im Laufe der Saison Schiri-Neulingslehrgänge auf ihrem Stadiongelände anbieten. 

Zahlreiche Klubs wie Bayer 04 Leverkusen, der 1. FC Union Berlin, RB Leipzig, Hannover 96, Hertha BSC, die SpVgg Greuther Fürth, Hansa Rostock oder der 1. FC Nürnberg haben bereits mit großem Erfolg Neulingslehrgänge für Schiri-Anwärter*innen auf ihrem Vereinsgelände durchgeführt. Nun öffnen noch mehr Klubs aus dem Profifußball ihre Räumlichkeiten für Neulingskurse und beteiligen sich aktiv an der Gewinnung von Schiedsrichter*innen. Der FC St. Pauli (November), Bayer 04 Leverkusen, der SC Freiburg, FSV Mainz 05, SV Darmstadt 98 (jeweils Januar 2024), Hannover 96 (Januar/Februar 2024), Hansa Rostock (März/April 2024) und der 1. FC Kaiserslautern (Frühjahr 2024) haben ihre Lehrgänge für die laufende Saison beispielsweise schon konkret terminiert. Weitere werden folgen, darunter auch Rekordmeister FC Bayern München.

Ronny Zimmermann, 1. DFB-Vizepräsident Amateure, sagt: „Schiris lieben den Fußball. Die Chance, eine Schiri-Ausbildung am Vereinsgelände eines Profiklubs zu absolvieren, wird hoffentlich zahlreiche Interessierte an der Basis motivieren. Für die Unterstützung aus dem Profifußball bin ich den Klubs sehr dankbar. Die Herausforderung sinkender Schiri-Zahlen können wir nur gemeinsam lösen.“

Ansgar Schwenken, Mitglied der DFL-Geschäftsleitung und Direktor Spielbetrieb & Fans, sagt: „Es freut mich sehr, dass sich zahlreiche Klubs aus den Profiligen bereiterklärt haben, diese Aktion zu unterstützen. Der deutsche Fußball braucht Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter mehr denn je – und wir alle sollten unseren Teil dazu beitragen, weitere Referees zu gewinnen.“

Erst Ende September hatten sich die Delegierten des 4. DFB-Amateurfußball-Kongresses ein gemeinsames Engagement des DFB und der DFL im Schiriwesen gewünscht. Durch die Neulingskurse in den Profiklubs wird diese Empfehlung sofort in die Tat umgesetzt. 

Zusätzlich ist eine Social-Media-Aktion geplant, in der die Profiklubs ihre Kanäle nutzen wollen, um die Schiris aus dem eigenen Verein vorzustellen und ihnen ein öffentliches Gesicht zu geben. Gleichzeitig sollen Vereine aus dem Amateurbereich motiviert werden, es den Topklubs gleichzutun. Auf diese Weise sollen die rund 54.000 Unparteiischen in Deutschland noch sichtbarer gemacht werden. Gleichzeitig ist es das Ziel, ein Zeichen für mehr Respekt und Wertschätzung gegenüber den Schiris in ganz Deutschland zu setzen.

Die beiden Aktionen richten im Jahr der Schiris den Fokus auf ein bundesweites Anmeldefenster, das die Landesverbände gemeinsam mit den Fußballkreisen erstmals ermöglichen. Ab sofort können sich Interessierte auf dfb.de/schiris über Lehrgangstermine in Deutschland in den nächsten Monaten informieren und für einen Kurs in ihrer Nähe anmelden – auch über die Angebote an den Profi-Standorten hinaus. Wichtiger Hinweis: Es werden noch nicht alle Lehrgänge für die komplette Saison eingestellt sein, das Angebot wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Das Jahr der Schiris ist eine Initiative des DFB und seiner Landesverbände, die sich einer der größten Herausforderungen im deutschen Fußball widmet. Die Zahl der Schiedsrichter*innen sank über mehr als 15 Jahre. Den Amateurfußball stellt das zunehmend vor Probleme. Diesem Trend will der deutsche Fußball wahrnehmbarer und wirkungsvoller entgegenwirken. Das Jahr der Schiris steht dabei unter dem Leitsatz:
„Liebe den Sport. Leite das Spiel." Bis Jahresende und darüber hinaus wird mit verschiedenen kleineren und größeren Maßnahmen, vor allem mit Hilfe der Bezirke, Kreise und lokalen Schirigruppen, das Thema Schiedsrichter*innen öffentlich in den Mittelpunkt gerückt, um Verbesserungen anzustoßen.

Auch die Unparteiischen der Profiligen unterstützen im Jahr der Schiris bei zahlreichen Aktivitäten – angefangen bei der Startaktion mit Deniz Aytekin, Anton Stach und Nils Petersen bei einem Bezirksligaspiel in der Nähe von Mainz. Rund um die DFB-Pokalendspiele der Frauen und Männer in Köln und Berlin kam es ebenfalls zu gemeinsamen Aktionen zwischen Bundesliga- und Amateurschiris. Zusätzlich führte der DFB zwei Sonderausgaben des Formats „Der beste Tag“ durch, in deren Rahmen Amateurschiris an den DFB-Campus eingeladen wurden und gemeinsam mit den Bundesliga-Kolleg*innen trainierten.

Mut machen die jüngsten Entwicklungen im Jahr der Schiris: In der Saison 2022/2023 war die Zahl der aktiven Schiris zum ersten Mal seit fast zwei Jahrzehnten zwischen zwei vollständigen Spielzeiten nicht mehr rückläufig, sondern leicht steigend. Mehr als 53.600 Unparteiische leiteten rund 1,3 Millionen Spiele. Ebenfalls positiv: 5.000 Menschen absolvierten im ersten Halbjahr 2023 erfolgreich einen Schiri-Neulingslehrgang – 34 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des vorangegangenen Jahres. 

Die kürzlich gestartete Aktion „Profi wird Pate“, an der sich alle Schiris der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und Frauen-Bundesligen für den Amateurbereich beteiligen, soll den Aufwärtstrend ebenso wie die Neulingslehrgänge bei den Profiklubs weiter festigen. 

Quelle l: Pressemitteilung DFB vom 26.10.2023


Fußballverbände von Belgien, Deutschland und den Niederlanden präsentieren offiziell die gemeinsame Kandidatur zur Ausrichtung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ 

Der Königlich-Belgische Fußballverband (RBFA), der Königlich-Niederländische Fußballverband (KNVB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) freuen sich, den offiziellen Start für ihre gemeinsame Kandidatur um die Ausrichtung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ bekannt zu geben. Vorausgegangen sind viele Monate von Aktivitäten, in denen die Grundlagen für den heutigen Startschuss gelegt wurden.

Ausführliche und detaillierte Meetings zwischen den drei Verbänden und den wichtigsten Interessengruppen, einschließlich Vertreter*innen der jeweiligen Regierungen, reichen bis ins Jahr 2021 zurück. Die drei Verbände sind davon überzeugt, eine FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ von beispielloser Qualität und Wirkung auszurichten. Als Gastgeber dieses einzigartigen und prestigereichen Wettbewerbs sind  ehrgeizige Ziele gesetzt, um nicht zuletzt auch die FIFA bestmöglich bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, den Fußball weltweit zu entwickeln. 

BNG2027 – kurz für Breaking New Ground sowie Belgium, Netherlands, Germany – will neue Wege beschreiten und ein Turnier auf bisher nie dagewesenem Niveau garantieren. Eine erfolgreiche BNG2027-Bewerbung wird dafür sorgen, dass sich die teilnehmenden Mannschaften und Fans aus der ganzen Welt willkommen fühlen und ein Fußballfest in einem gastfreundlichen und sicheren Umfeld erleben. 

Das logistische Konzept umfasst Unterkünfte und Transportverbindungen von höchster Qualität und soll den Fans außergewöhnliche Erlebnisse bieten. Die Spiele werden in einer kompakten Region rund um die Grenzen der drei Länder ausgetragen, was für alle Beteiligten deutlich weniger Reisezeiten bedeutet und dabei hilft, die ehrgeizigen Nachhaltigkeits-Ziele zu erreichen, die im Mittelpunkt aller operativen und logistischen Planungen stehen. So soll sichergestellt werden, dass die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ einen langfristigen und positiven Einfluss auf die drei Länder hat. 

Breaking New Ground beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Ambitionen für das Turnier selbst oder die drei Gastgeberländer. Eine erfolgreiche BNG2027-Bewerbung soll auf das Ziel der FIFA einzahlen, das Wachstum des Fußballs in allen 211 Mitgliedsverbänden zu beschleunigen, zu verfestigen und den Frauenfußball in den jeweiligen Nationen auf eine höhere Ebene zu bringen. Letztendlich soll BNG2027 Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt dazu ermutigen, den Fußball als einen möglichen Weg zur Emanzipation und Selbstverwirklichung zu begreifen. Und über das "Selbst-auf-dem-Platz-Stehen" als Spielerinnen hinaus, soll BNG2027 natürlich auch das allgemeine Interesse am Frauenfußball steigern – bei Männern, Frauen sowie sozialen Akteuren aus allen Bereichen. 

In den kommenden Wochen wird es darum gehen, eine Bewerbung fertigzustellen, welche die Anforderungen der FIFA für die Ausrichtung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ erfüllt oder sogar übertrifft. Dazu wird ein entsprechendes Bid Book am 8. Dezember 2023 vorgelegt. 

Zum offiziellen Start der BNG2027-Bewerbung gaben Pascale Van Damme (Präsidentin des RBFA), Just Spee (Präsident des KNVB) und Bernd Neuendorf (Präsident des DFB) die folgende gemeinsame Erklärung ab:

"Wir freuen uns, den offiziellen Start der BNG2027-Bewerbung bekannt geben zu können. Nach monatelangen Vorbereitungen können wir unsere Kandidatur für die Ausrichtung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 präsentieren. Wir sind zuversichtlich, dass wir den teilnehmenden Teams und den Fans aus aller Welt ein Turnier von unvergleichlicher Qualität bieten werden - einzigartige Erlebnisse und spannende Spiele auf international höchstem Niveau. Der Frauenfußball befindet sich an einem historischen Punkt in seiner Entwicklung. Wir sind davon überzeugt, dass eine erfolgreiche BNG2027-Bewerbung als starker Katalysator dafür wirken kann, dass der Frauenfußball das riesige Potenzial für seine Entwicklung auf allen Ebenen und in allen Ländern nutzt, was wiederum zu höheren Aktivenzahlen und verstärktem Interesse bei Fans und gesellschaftlichen Gruppen führt."



Hinweis an die Medien: Gleichzeitig mit dem heutigen offiziellen Startschuss aktiviert BNG2027 seine folgenden Kommunikations-Plattformen: 

Homepage: 

•  www.bng2027.com 

Social Media 

• Facebook:  https://www.facebook.com/BNG2027   

• Twitter:  https://twitter.com/bng2027 

• Instagram:  www.instagram.com/bng2027/ 

• Linkedin:  www.linkedin.com/company/bng-2027/ 

• YouTube:  www.youtube.com/@BNG-2027  

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 25.10.2023


UEFA Women's Nations League

Hrubesch beruft 23-köpfiges Aufgebot

Horst Hrubesch hat am Freitag den Kader für die UEFA Women´s Nations League Spiele gegen Wales (27. Oktober, 17.45 Uhr, Sinsheim) und Island (31. Oktober, 20.00 Uhr, Reykjavík) nominiert. Zum DFB-Aufgebot des Interims-Bundestrainers gehören 23 Spielerinnen, darunter in Sara Däbritz (Olympique Lyon) und Svenja Huth (VfL Wolfsburg) zwei Rückkehrerinnen. Däbritz hatte zuletzt wegen eines Trauerfalls gefehlt, Huth wegen der Geburt ihres Sohnes. 

Verzichten muss Hrubesch auf Torhüterin Merle Frohms vom VfL Wolfsburg (Gehirnerschütterung). Neben Ann-Katrin Berger wird das Torhüterinnen-Trio von Stina Johannes (Eintracht Frankfurt) und Ena Mahmutovic (MSV Duisburg) komplettiert. Nicht dabei ist auch Sydney Lohmann vom FC Bayern München, die an einer Sprunggelenksverletzung laboriert. 

Horst Hrubesch sagt: „Ich sehe viel Potenzial bei diesen Spielerinnen und habe daher großes Vertrauen, dass wir diese beiden wichtigen Nations-League-Spiele positiv gestalten werden. Wir wollen es zusammen angehen! Die Entscheidung zu Merle Frohms haben wir in enger Abstimmung mit dem Verein getroffen. Hier möchten wir kein Risiko gehen. Die Gesundheit der Spielerinnen steht immer an oberster Stelle.“

Das Heimspiel gegen die Waliserinnen wird für die DFB-Frauen das dritte Gruppenspiel des neu eingeführten UEFA-Wettbewerbs. Zum Auftakt hatte Deutschland gegen Dänemark mit 0:2 verloren, im zweiten Spiel mit 4:0 gegen Island gewonnen. Der Gruppensieger qualifiziert sich für die Finalrunde der Top-Vier-Nationen, die vom 21. bis 28. Februar 2024 ausgetragen wird. Die beiden Finalisten der UEFA Women's Nations League qualifizieren sich neben Gastgeber Frankreich für das Olympische Fußballturnier 2024. Erreichen die Französinnen das Endspiel, erhält der Drittplatzierte das noch offene Olympiaticket.

Zum Kader der Frauen-Nationalmannschaft

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 20.10.2023


Hrubesch wird interimsweise Bundestrainer

Horst Hrubesch kehrt zum DFB zurück. Der 72-Jährige übernimmt interimsweise die Aufgaben der erkrankten Martina Voss-Tecklenburg und wird Bundestrainer der Frauen-Nationalmannschaft. Als Assistenztrainer bringt Hrubesch Thomas Nörenberg mit, der auf vielfältige Erfahrungen als DFB-Trainer blickt und zuletzt, wie Hrubesch, für den HSV gearbeitet hatte. Britta Carlson, die das Team nach der Weltmeisterschaft in Australien vorübergehend geführt hatte, wird Hrubesch an der Seite von Nörenberg als Assistenztrainerin unterstützen. Michael Urbansky, der unter Martina Voss-Tecklenburg Assistenztrainer war, bleibt dem DFB erhalten und wechselt als DFB-Trainer  in den weiblichen U-Bereich. Mit Blick auf die hoffentlich weiter voranschreitende Genesung von Martina Voss-Tecklenburg sowie unter Berücksichtigung der sportlichen Entwicklung übernehmen Hrubesch  und Nörenberg bis auf Weiteres.


Als Spieler wurde Horst Hrubesch mit dem HSV dreimal Deutscher Meister und gewann 1983 den Europapokal der Landesmeister. Für die Nationalmannschaft absolvierte er 21 Spiele, größter Erfolg war der Titelgewinn bei der EM 1980. Dabei gelangen ihm beim 2:1-Sieg im Finale gegen Belgien beide Tore. Als Trainer hat Hrubesch mit unterschiedlichen DFB-Mannschaften große Erfolge gefeiert. Dabei ragen die Europameistertitel mit der U19 im Jahr 2008 und mit der U21 im Jahr 2009 heraus. Bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 gewann Hrubesch mit der männlichen Olympia-Auswahl die Silbermedaille. Sein Assistent war jeweils Thomas Nörenberg. Im März 2018 übernahm Hrubesch als Nachfolger von Steffi Jones für acht Monate den Posten des Bundestrainers der Frauen-Nationalmannschaft.

Einen Startplatz bei den Olympischen Spielen können sich die DFB-Frauen über die Nations League sichern, in der der Finaleinzug mit einem Ticket für Paris belohnt wird. Nach zwei Spieltagen liegt Deutschland in der Division A in der Tabelle der Gruppe 3 mit drei Punkten hinter Dänemark auf Platz zwei vor Island und Wales. Nur der Gruppensieger zieht ins Halbfinale ein. Der nächste Spieltag steht am 27. Oktober an. Dann spielt Deutschland in Sinsheim gegen Wales.

Der Deutsche Fußball-Bund bedankt sich ausdrücklich beim HSV, dessen Entgegenkommen die Rückkehr von Horst Hrubesch und Thomas Nörenberg erst möglich gemacht hat.

Hinweis: Übernächste Woche wird Horst Hrubesch im Rahmen einer Pressekonferenz im DFB-Campus offiziell vorgestellt. In deren Rahmen wird Hrubesch auch den Kader für die bevorstehenden Nations League Spiele gegen Wales und Island bekanntgegeben. Die Einladung zur Pressekonferenz erfolgt in der kommenden Woche per Medien Hinweis.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 07.10.2023


U 21-Kader mit Adeyemi und zwei Neulingen

U 21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo hat den Kader für die anstehenden Auswärtsspiele seiner Mannschaft in der EM-Qualifikation nominiert. Zunächst trifft das DFB-Team am 13. Oktober (ab 18.15 Uhr, live auf ProSieben MAXX) in Sofia auf Bulgarien, am 17. Oktober (ab 18.30 Uhr, live auf ProSieben MAXX) folgt in Petach Tikwa der Vergleich mit Israel.

Zurück in der U 21 ist Karim Adeyemi, der für die Mannschaft letztmals beim Gewinn der U 21-Europameisterschaft 2021 zum Einsatz kam und seitdem viermal für die A-Nationalmannschaft aufgelaufen ist. "In enger Abstimmung mit Julian Nagelsmann und dem BVB haben wir entschieden, Karim für die U 21 zu nominieren", sagt Antonio Di Salvo. "Karim hat keine Sekunde gezögert und sofort die Chance gesehen, bei uns nicht nur Spielpraxis und Selbstvertrauen zu sammeln, sondern auch Verantwortung zu übernehmen und voranzugehen. Diese Einstellung beeindruckt mich. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass er mit guten Auftritten zum Erfolg der U 21 beiträgt und dadurch schnellstmöglich auch bei Borussia Dortmund und in der A-Nationalmannschaft wieder eine bedeutende Rolle spielt."

Mit Noah Atubolu (SC Freiburg), Márton Dárdai (Hertha BSC) und Luca Netz (Borussia Mönchengladbach) kehren zudem drei Spieler ins Aufgebot zurück, die im Sommer an der U 21-Europameisterschaft in Rumänien und Georgien teilgenommen haben. Di Salvo sagt: "Ich freue mich sehr darüber, dass Noah, Márton und Luca wieder dabei sind. Durch ihre Erfahrung, die sie bereits in der U 21 sammeln konnten, werden sie wichtige Stützen für die Weiterentwicklung der Mannschaft sein."

Neu im Team sind Julian Eitschberger (Hallescher FC) und Leandro Morgalla (RB Salzburg). Aus verletzungsbedingten Gründen muss Antonio Di Salvo auf Linus Gechter (Hertha BSC), Eric Martel, Jan Thielmann (beide 1. FC Köln) und Nelson Weiper (1. FSV Mainz 05) verzichten, ebenso wie auf Nicolò Tresoldi (Hannover 96, Trainingsrückstand nach Krankheit).

"Nach den Auftaktsiegen wollen wir mit der Mannschaft weiter an unseren Fokusthemen Zweikampfverhalten, defensive Stabilität und Konsequenz – vor dem eigenen und dem gegnerischen Tor – arbeiten", sagt Di Salvo. Mit Blick auf die beiden Duelle erklärt der DFB-Trainer: "Uns erwarten zwei schwere Partien. Bulgarien ist mit vier Punkten aus zwei Spielen hervorragend in die EM-Qualifikation gestartet. Israel ist mit diesem Jahrgang amtierender Vizeeuropameister. Wir benötigen in beiden Spielen Topleistungen." Di Salvo und sein Team kommen am nächsten Montag in Frankfurt am Main zusammen, ehe sie am kommenden Mittwoch in Richtung Sofia aufbrechen.

Im September ist die deutsche U 21 mit einem 3:0 gegen die Auswahl des Kosovo in die EM-Qualifikation gestartet und liegt damit in der Gruppe D auf Rang drei, jedoch mit einem weniger absolvierten Spiel als die Erst- und Zweitplatzierten Polen und Bulgarien. Für die Endrunde, die 2025 in der Slowakei stattfindet, qualifizieren sich die neun Gruppensieger sowie die drei besten Gruppenzweiten. Die sechs verbleibenden Gruppenzweiten bestreiten Playoffs, um die letzten drei Endrundenteilnehmer zu bestimmen.

Der Kader der U 21-Nationalmannschaft 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 06.10.2023


26 Spieler für die USA:

 Nagelsmann beruft drei Neue und vier Rückkehrer

Julian Nagelsmann hat am heutigen Freitag seinen ersten, insgesamt 26 Spieler umfassenden Kader für die USA-Reise der Nationalmannschaft nominiert. Der Bundestrainer berief dabei mit Robert Andrich von Bayer 04 Leverkusen, Kevin Behrens von Union Berlin und Chris Führich vom VfB Stuttgart drei Neue, die erstmals im Kreis des DFB-Teams dabei sein werden. Zudem kehren Weltmeister Mats Hummels von Borussia Dortmund, Leon Goretzka vom FC Bayern München, David Raum von RB Leipzig und Torhüter Bernd Leno vom englischen Premier-League-Klub FC Fulham, die zuletzt aus unterschiedlichen Gründen im Kader der Nationalmannschaft gefehlt hatten, zurück ins Team. Niclas Füllkrug (Borussia Dortmund) und Jamal Musiala (FC Bayern München) waren bereits im September nominiert gewesen, verpassten die Länderspiele gegen Japan und Frankreich allerdings verletzt.

Bundestrainer Julian Nagelsmann sagt: „Wir sind ein neues Trainerteam und wollen möglichst viele Spieler im Kreis der Nationalmannschaft sehen. Es ist unser Ziel, dass wir uns in der kurzen Zeit, die wir haben, maximal schnell aneinander gewöhnen und in den wenigen Trainingseinheiten versuchen, die Inhalte umzusetzen. Ich erwarte auch in dieser kurzen Zeit, dass man sieht, dass jeder Lust hat, für den DFB zu spielen, dass jeder Lust hat, Spiele zu gewinnen, auch im Hier und Jetzt. Jeder soll top fokussiert sein und mit dem nötigen Spaß, der nötigen Lust und vor allem der nötigen Gier die USA-Reise bestreiten.“

Die Nationalmannschaft kommt am Sonntagabend in Frankfurt zusammen. Am Montag reist sie nach Boston und trifft zunächst am 14. Oktober (ab 15 Uhr Ortszeit, ab 21 Uhr MEZ, live bei RTL) in Hartford im US-Bundesstaat Connecticut auf die USA; dann am 17. Oktober (ab 20 Uhr Ortszeit, ab 2 Uhr MEZ, live in der ARD) in Philadelphia auf Gold-Cup-Sieger Mexiko. 2026 richten die USA, Mexiko und Kanada gemeinsam die Weltmeisterschaft aus. Das mehr als 65.000 Fans fassende Lincoln Financial Field in Philadelphia ist eines der 16 Stadien der kommenden WM.

Hier gibt es alle Infos zur USA-Reise.

Der Kader der Nationalmannschaft für die USA-Reise  


Quelle: Pressemitteilung DFB vom 06.10.2023

Julius Hirsch Preis 2023 an Vereine aus Chemnitz und Frankfurt sowie Makkabi Deutschland

Die beiden Chemnitzer Vereine ASA-FF und Athletic Sonnenberg, der Frankfurter Traditionsverein SG Bornheim 1945 e.V. Grün-Weiss und der jüdische Sportverband Makkabi Deutschland sind die diesjährigen Träger des Julius Hirsch Preises. Unter Leitung von DFB-Präsident Bernd Neuendorf entschied die achtköpfige Jury über die Vergabe der Auszeichnungen. ASA-FF und Athletic Sonnenberg belegen den geteilten ersten Platz.


"Mit der Stiftung des Julius Hirsch Preises erinnert der DFB seit 2005 an den in Auschwitz ermordeten deutsch-jüdischen Fußball-Nationalspieler Julius Hirsch, gemeinsam mit der Familie Hirsch setzen wir das Zeichen: 'Nie wieder!'", sagt DFB-Präsident Bernd Neuendorf. "Fast 1500 Bewerbungen sind seit 2005 eingegangen, und alle Vereine, Verbände und Projektträger haben unsere Zivilgesellschaft gestärkt. Auch in diesem Jahr kommen vier von zehn Bewerbungen aus Fußballvereinen, in denen ohne lange Vorlaufzeiten und Abstimmungsketten sehr wirksam gehandelt wird. Mein Dank gilt gerade ihnen für ihr herausragendes Engagement."

Den ersten Preis teilen sich ASA-FF e.V. mit dem Projekt "#HEIMSPIEL Chemnitz" und der Chemnitzer Stadtteilverein Athletic Sonnenberg. Die Mitglieder des 1979 gegründeten gemeinnützigen Vereins ASA-FF e.V. haben sich die Förderung entwicklungspolitischer Bildung auf die Fahne geschrieben. Mit seinem von der Jury prämierten Projekt "#HEIMSPIEL" setzte der Verein zusammen mit den CFC-Fans gegen Rassismus durch mehrere betont weltoffene Fußballturniere sowie ein umfangreiches Kulturprogramm 2023 auf den Plätzen von Chemnitz ein sichtbares und wirkungsvolles Narrativ gegen Rechtsradikalismus sowie für die Vielfalt und Offenheit in Europas Kulturhauptstadt 2025. "Um sich bei einem Projekt wie #Heimspiel in Chemnitz zu engagieren, braucht es durchaus auch Mut", sagt Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Jüdischen Kultusgemeinde Münchens, die seit vielen Jahren Mitglied der Jury ist. "Mit der Kraft des Fußballs Diskriminierung zu bekämpfen und dabei zugleich Diskriminierung im Chemnitzer Fußball selbst anzugehen, ist aber genau der richtige Weg."

Athletic Sonnenberg e.V., ein maßgeblich am Projekt "#HEIMSPIEL" beteiligter Fußballverein, erhält ebenfalls die silberne Schale, die jährlich an den Erstplatzierten des Julius Hirsch Preises verliehen wird. In der Bewerbung des erst 2020 gegründeten Klubs heißt es: "Unser aller Herz schlägt für unseren Stadtteil, wir kennen die Vorzüge wie auch die Herausforderungen des Sonnenbergs und wollen Veränderungsprozesse nur gemeinsam mit den hier lebenden Menschen gestalten." Bei Athletic Sonnenberg wird Diversität betont und gestaltet und von den Mitgliedern ein Verständnis für Antidiskriminierung erwartet. Kurz: "Ein Verein, der für Werte steht, die eigentlich normal sein sollten."

Der zweite Platz geht an den Frankfurter Traditionsklub SG Bornheim 1945 e.V. Grün-Weiss, in dem sich vieles um die Familie dreht. Vor rund zwei Jahrzehnten entwickelte der Verein die Vision, "ein Haus zu bauen, in dem sich Kinder und Jugendliche wohlfühlen, wo Erwachsene sich miteinander austauschen." 2007 eröffnete die SG das erste Kinder- und Familienzentrum auf einem Sportplatz in Deutschland. In den vergangenen Jahren entwickelten die Macher*innen der SG Bornheim Grün-Weiss zahlreiche Einzelprojekte für eine "Flüchtlingshilfe mit den Mitteln des Fußballs", mit denen nach Frankfurt kommenden Familien, insbesondere Kindern und Jugendlichen, aus den Krisen- und Konfliktregionen Europas und Afrikas ein Stück Heimat im Fußball und im Stadtteil geschaffen werden konnte.

"Ich bin begeistert von der Eigeninitiative der Vereinsmitglieder", sagt DFB-Vizepräsidentin Celia Sasic. "Es sind oftmals die kleineren Klubs, die sich unglaublich engagieren und dabei auch sehr schnell ins Handeln kommen. Die Auszeichnung für die SG Bornheim Grün-Weiss ist eine Bestätigung für den zivilgesellschaftlichen Einsatz in so vielen Vereinen. Von dieser Leidenschaft lebt der Sport."

Den dritten Platz beim Julius Hirsch Preis 2023 belegt der jüdische Sportverband Makkabi Deutschland mit bundesweit 37 Ortsvereinen und mehr als 5000 Mitgliedern. Ausgezeichnet wird das Präventionsprojekt "Zusammen1". Das vierköpfige, hauptamtliche Projektteam hat in den vergangenen zwölf Monaten 110 pädagogische Maßnahmen durchgeführt und mehr als 3300 Teilnehmende erreicht. Das Ziel ist klar gesetzt: Auf Basis der Projektsäulen "Verstehen" (Forschung), "Vermitteln" (pädagogische Maßnahmen) und "Verändern" (Herbeiführung wirksamer Regelstrukturen) soll der organisierte Sport gegen Antisemitismus gestärkt werden.

Andreas Hirsch, ein Enkel von Julius Hirsch und gemeinsam mit Julius Hirschs Urenkelin Julia Hirsch Vertreter der Familie in der Jury, sagt: "Makkabi Deutschland hat mit dem Präventionsprojekt 'Zusammen1' eine beachtliche Breitenwirkung erzielt. Hier wurden aus einer ausdrücklich aktiven Position heraus Botschaften gegen den Antisemitismus gesetzt. Dass 'Zusammen1' von vier Hauptamtlichen vorangetrieben wird, war für uns als Jury kein Ausschlusskriterium, auch wenn der Julius Hirsch Preis oftmals gerade den ehrenamtlichen Initiativen öffentliche Aufmerksamkeit verschafft."

Der Julius Hirsch Preis ist mit insgesamt 21.000 Euro dotiert. Die feierliche Preisverleihung findet am 13. November in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in Berlin statt. 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 04.10.2023

DFB-Schatzmeister: Umwandlung in ein Hauptamt

Ab dem 1. Oktober 2023 bekleidet Stephan Grunwald die Rolle des DFB-Schatzmeisters hauptamtlich. Am heutigen Freitag unterzeichnete Grunwald einen entsprechenden Vertrag mit dem DFB e.V. Zuvor hatte das DFB-Präsidium im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung dem Vertragsabschluss zugestimmt, nachdem die Delegierten des Außerordentlichen DFB-Bundestages für die dafür erforderlichen Änderungen in Satzung und Ordnungen des DFB votiert hatten.


Stephan Grunwald bleibt Mitglied der Gesellschafterversammlung. Dr. Felix Mutter übernimmt die Schnittstelle zu Finanzthemen als Head of Operations in der DFB GmbH & Co KG. Er berichtet direkt an Dr. Holger Blask, den Sprecher der Geschäftsführung der DFB GmbH & Co KG. Weitere Besetzungen sind nicht vorgesehen. Gegebenenfalls werden erforderliche Zuständigkeitsanpassungen in der Geschäftsführung der KG im Rahmen der Geschäftsordnung getroffen.

Mit diesen Entscheidungen trägt der DFB der besonderen Bedeutung und Sensibilität des Finanzbereichs des DFB Rechnung. Das DFB-Präsidium hatte am 28. April 2023 beschlossen, dass dem Schatzmeister auf der Grundlage eines entsprechenden Dienstvertrages die Aufgaben des Direktors Finanzen, Infrastruktur und Logistik übertragen werden und die Stelle des Finanzdirektors unbesetzt bleiben soll.

DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich sagt: "Die heutigen Entscheidungen waren wichtig für die Zukunftsfähigkeit des DFB. Dies gilt gleichermaßen für die richtungsweisende Gestaltung des Wahlamtes und für die Person Stephan Grunwald. Vor allem dank seiner koordinierenden Rolle sind wir bei der Konsolidierung der Verbandsfinanzen durch eine Kraftanstrengung des gesamten Hauses mittlerweile auf einem guten Weg. Auf die künftig noch intensivere Zusammenarbeit mit ihm freue ich mich sehr."

DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald sagt: "Im Finanzbereich haben wir wichtige Maßnahmen zur Konsolidierung des Haushaltes eingeleitet, wir stehen aber unverändert vor großen Herausforderungen. Ich bin gerne bereit, mich bei deren Bewältigung mit meiner gesamten Arbeitszeit einzubringen, und freue mich, dass mit den heutigen Beschlüssen hierfür der Rahmen gesetzt wurde". 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 29.09.2023



DFB-Bundestag bestätigt Grundlagenvertrag

Im Rahmen des Außerordentlichen DFB-Bundestages haben die Delegierten heute den Grundlagenvertrag bestätigt, der die wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und der DFL Deutsche Fußball Liga regelt.  Das Votum fiel mit 228 Ja-Stimmen bei zwei Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen deutlich aus.

Auf dem Außerordentlichen Bundestag sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf: "Die breite Zustimmung zum Grundlagenvertrag durch unsere Regional- und Landesverbände sowie unsere Vereine zeigt, dass wir gemeinsam mit der DFL eine gute Lösung für den gesamten Fußball in Deutschland gefunden haben - von der Basis bis zur Spitze. Der neue Grundlagenvertrag ist ein notwendiger und nachhaltiger Schritt nach vorne, der spürbare Erleichterungen und Verbesserungen vor allem in den vielen kleinen Vereinen ermöglicht, die täglich so wertvolle Arbeit für den Fußball und das Gemeinwohl in Deutschland leisten."

Im Juni hatten die Präsidien von DFB und DFL dem zuvor ausgehandelten Vertrag zugestimmt. Wegen der besonderen Bedeutung des Grundlagenvertrages in finanzieller Hinsicht und wegen seiner Wirkung als Klammer zwischen Profi- und Amateurfußball sowie als Ausdruck der Einheit des Fußballs in Deutschland steht der Grundlagenvertrag gemäß DFB-Satzung unter dem Vorbehalt einer Bestätigung durch den DFB-Bundestag. 

Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2029.


Quelle: Pressemitteilung DFB vom 29.09.2023

Amateurfußball-Kongress beschließt Handlungsempfehlungen

276 Delegierte haben beim 4. Amateurfußball-Kongress des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) über die Zukunft des Fußballs an der Basis diskutiert. An den drei Kongresstagen auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main standen drei Themen besonders im Fokus: Spielbetrieb, Frauen- und Mädchenfußball sowie Vereine und Schiedsrichter*innen. Zu jedem Bereich wurden in Workshop-Phasen konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet und priorisiert. Sie werden in den Masterplan Amateurfußball des DFB aufgenommen und zielgerichtet weiterentwickelt.

Diese Handlungsempfehlungen erhielten die meisten Stimmen der Teilnehmer*innen: 

Spielbetrieb:

1. Flexibilisierung von Ordnungen und Durchführungsbestimmungen (z.B. Anzahl der Ein-/Auswechslungen, Zeitstrafen, Dauer von Sperren) und anschließend bundeweite Harmonisierung durch DFB und Landesverbände,

2. Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs zur Flexibilisierung des Spielbetriebs (z.B. Staffelgrößen, Highlightspiele/Relegation) durch DFB und Landesverbände,

3. Schaffung von Rahmenbedingungen (u.a. mithilfe digitaler Tools) zur Ligaeinteilung nach geografischen Aspekten (kreis- und bezirksübergreifend).

Alle Handlungsempfehlungen zum Spielbetrieb im Überblick.  

Frauen- und Mädchenfußball:

1. Kooperation zwischen KITA/Schule und Verein: Benennung einer verantwortlichen Person in den Landesverbänden, die Netzwerke zu relevanten Institutionen (z.B. Landesschulbehörde) aufbaut und die Vereine bei dem Aufbau einer Kooperation unterstützt (z.B. Leitfaden),

2. Flexibilisierung des Spielbetriebs durch die Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs zur Umsetzung zielgruppengerechter Angebote (z.B. Spielfeld- und Mannschaftsgröße) auf Basis einer Status-quo-Analyse,

3. Strategische Förderung von weiblichen Ehrenamtlichen auf allen Ebenen (DFB, LV, Kreise und Vereine).

Alle Handlungsempfehlungen zum Frauen- und Mädchenfußball im Überblick.  

Vereine und Schiedsrichter*innen:

1. Etablierung von Schiri-Beauftragten in den Vereinen und Erstellung eines unterstützenden Leitfadens (Gewinnung und Betreuung der eigenen Schiedsrichter*innen, Gastgeberrolle bei Heimspielen, Verankerung der Person in den Vereinsvorstand, Beeinflussung des Zuschauer*innen- und Elternverhaltens, Organisation des Platzordnungsdienstes),

2. Alternative Sanktionsmöglichkeiten: Umwidmung von Strafen gegen Offizielle auf Spieler*innen, Punktabzug, Anti-Gewalt-Training als Auflage, Besuch eines Lehrabends bei Respektlosigkeit bzw. grober Unsportlichkeit,

3. Betonung der Vorbildfunktion des Profifußballs durch eine Kampagne von DFB und DFL für mehr Respekt im Fußball,

4. Perspektivwechsel mithilfe eines Austauschformats zwischen Schiris, Vereinen und Sportgerichten, einer Regelkundeschulung und Workshops in den Vereinen.

Alle Handlungsempfehlungen zum Thema „Vereine und Schiedsrichter*innen” im Überblick


DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: „Der Amateurfußball-Kongress hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, ins Gespräch zu kommen, sich auf Augenhöhe auszutauschen und zuzuhören. Nur wer die Gedanken der Ehrenamtlichen an der Basis kennt, ihre Pläne und ihre Sorgen, kann sich auch angemessen für sie einsetzen. Das macht dieses Format so besonders und so wertvoll. Um den Amateurfußball für die Zukunft aufzustellen, braucht es Engagement, Ideen und Kreativität – damit Fußballzeit auch weiterhin die beste Zeit bleibt.“

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung und Leiter der Steuerungsgruppe Amateurfußball, sagt: „Der Abschluss des Amateurfußball-Kongresses markiert für uns zugleich einen Anfang. Jetzt geht es darum, die beim Kongress entwickelten Handlungsempfehlungen in der Steuerungsgruppe im Austausch mit Verbänden, Vereinen und ihren Vertreter*innen mit Leben zu füllen und so den Amateurfußball weiterzuentwickeln. Dazu haben wir von der Basis den klaren Auftrag bekommen. Die Leidenschaft zu erleben, mit der sich in Frankfurt so viele Menschen eingebracht haben, war großartig. Sie ist uns ein Antrieb, den Weg der Beteiligung konsequent weiterzugehen.“

Auf Basis der priorisierten Handlungsempfehlungen des Kongresses koordiniert die Steuerungsgruppe Amateurfußball nun die weiteren Arbeitsprozesse. In vertiefender und enger Einbindung der verschiedenen Fachbereiche der Fußballorganisation, aber auch der Kongressteilnehmer*innen, werden Maßnahmen zur Ergänzung des laufenden „Masterplans Amateurfußball“ entwickelt. Diese werden dem DFB-Vorstand zum Beschluss vorgelegt und sollen anschließend bundesweit umgesetzt werden.

Einer der ersten Programmpunkte des Kongresses war der Besuch des neuen Bundestrainers Julian Nagelsmann, der gemeinsam mit Bernd Neuendorf und Sportdirektor Rudi Völler bei einem Talk Einblicke in seine Anfänge im Amateurfußball gab. „Dass der neue Bundestrainer quasi als erste Amtshandlung bei unserem Kongress auftritt, war ein tolles Zeichen der Wertschätzung“, sagt Frymuth. Zum Abschluss der Veranstaltung äußerten sich der neue Geschäftsführer Sport, Andreas Rettig, und DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich unter anderem zu den Reformen im Kinderfußball und zur EURO 2024.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 24.09.2023


Im Jahr der Schiris: DFB startet Aktion "Profi wird Pate"

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) startet gemeinsam mit seinen 21 Landesverbänden eine besondere Aktion: "Profi wird Pate". In der laufenden Saison 2023/2024 werden alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, Google Pixel Frauen-Bundesliga und 2. Frauen-Bundesliga mindestens einmal als Patin oder Pate von Schiri-Neulingen im Amateurfußball eingesetzt. Dies gab der DFB auf dem 4. Amateurfußball-Kongress in Frankfurt am Main bekannt.

Die Einsätze der ersten Bundesliga-Schiris stehen bereits fest: Katrin Rafalski wird am 28. September nahe Kassel als Patin bei einem D-Jugendspiel im Einsatz sein, Patrick Ittrich am 1. Oktober in Hamburg. Bis zum Saisonende folgen die weiteren Schiris der deutschen Topligen.

Das DFB-Patensystem wurde zur Saison 2017/2018 als Pilotprojekt eingeführt. Inzwischen kommen Pat*innen in allen Landesverbänden zum Einsatz und sollen die teils große Zahl an Abgängen insbesondere bei jungen Schiri-Neulingen reduzieren, um sie langfristig an den Fußball zu binden. Die Pat*innen begleiten die neuen Schiris mindestens bei drei Spielen innerhalb der ersten Einsätze. Sie unterstützen bei administrativen Abläufen wie der Platzkontrolle, dem Spielbericht oder der Passkontrolle und geben Hilfestellungen, was die Neulinge verbessern können. Auch zwischen den Spielen stehen die Pat*innen als Ansprechpersonen zur Verfügung.

Ronny Zimmermann, der für das Schiedsrichterwesen zuständige DFB-Vizepräsident, sagt: "Viel zu oft hören junge Schiris nach ihrer Ausbildung zu schnell wieder mit dem Pfeifen auf. Als Hauptgrund wird häufig der Praxisschock genannt, der durch das DFB-Patensystem abgemildert werden soll. Mit Profi wird Pate machen wir diese Unterstützung für unerfahrene Unparteiische noch bekannter. Vielen Dank an alle Topschiris für die Unterstützung dieser wichtigen Aktion für die Basis der Schiedsrichterei."

Lutz Michael Fröhlich, Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH, sagt: "Die Verbindung zu den Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern im Amateurfußball ist uns ein besonderes Anliegen - nicht nur im Jahr der Schiris. Mit 'Profi wird Pate' tragen wir dazu bei, dass es erst gar nicht zum Praxisschock kommt, sondern die Neulinge in Deutschland mit viel Lust und Leidenschaft in ihre Laufbahn als Schiri starten. Der Job als Schiri verbindet auf geniale Weise Sport, Spaß und Persönlichkeitsentwicklung. Wir freuen uns auf die Einsätze als Patinnen und Paten."

Die Unparteiischen der Profiligen hatten im Jahr der Schiris bereits zahlreiche Aktivitäten unterstützt - angefangen bei der Startaktion mit Deniz Aytekin, Anton Stach und Nils Petersen bei einem Bezirksligaspiel in der Nähe von Mainz. Rund um die DFB-Pokalendspiele der Frauen und Männer in Köln und Berlin kam es ebenfalls zu gemeinsamen Aktionen zwischen Bundesliga- und Amateurschiris. Zusätzlich führt der DFB Sonderausgaben von "Der beste Tag" durch, in deren Rahmen Amateurschiris an den DFB-Campus eingeladen werden und einen Tag mit den Bundesligaschiris verbringen. Die zweite Ausgabe wird am 28. September stattfinden.

Das Jahr der Schiris ist eine Initiative des DFB und seiner Landesverbände, die den Fokus auf eine der größten Herausforderungen im deutschen Fußball lenken soll. Die Zahl der Schiedsrichter*innen sank über mehr als 15 Jahre. Den Amateurfußball stellt das zunehmend vor Probleme. Diesem Trend wollen der DFB und seine Landesverbände wahrnehmbarer und wirkungsvoller entgegenwirken. Das Jahr der Schiris steht dabei unter dem Leitsatz: "Liebe den Sport. Leite das Spiel." Bis Jahresende sollen mit verschiedenen kleineren und größeren Maßnahmen, vor allem mit Hilfe der Bezirke, Kreise und lokalen Schirigruppen, das Thema Schiedsrichter*innen öffentlich in den Mittelpunkt gerückt und Verbesserungen eingeleitet werden.

Mut machen die jüngsten Entwicklungen: In der Saison 2022/2023 war die Zahl der aktiven Schiris zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren zwischen zwei vollständigen Spielzeiten nicht mehr rückläufig, sondern leicht steigend. Mehr als 53.600 Unparteiische leiteten insgesamt rund 1,3 Millionen Spiele. Ebenfalls positiv: 5000 Menschen absolvierten im ersten Halbjahr 2023 erfolgreich einen Schiri-Neulingslehrgang - 34 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des vorangegangenen Jahres. "Profi wird Pate" soll den Aufwärtstrend weiter unterstützen.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 23.09.2023

 
 

Julian Nagelsmann wird neuer Bundestrainer

Julian Nagelsmann wird die A-Nationalmannschaft der Männer als Bundestrainer zur Europameisterschaft im kommenden Jahr in Deutschland führen. Der 36 Jahre alte Fußball-Lehrer unterschrieb heute am DFB-Campus in Frankfurt am Main einen Vertrag bis zum 31. Juli 2024. Zuvor waren Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH & Co. KG dem Vorschlag von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Sportdirektor Rudi Völler einstimmig gefolgt, Nagelsmann zum zwölften Bundestrainer in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes zu berufen.

Julian Nagelsmann übernimmt die Nationalmannschaft als Nachfolger von Hansi Flick, der am 10. September von seinen Aufgaben entbunden worden war. Zwei Tage später hatten Rudi Völler und die beiden DFB-Trainer Hannes Wolf und Sandro Wagner die Nationalmannschaft beim 2:1-Heimsieg gegen Vizeweltmeister Frankreich in Dortmund betreut. Wagner wird Nagelsmann auch künftig als Assistent zur Seite stehen, weiterer Co-Trainer der Nationalmannschaft wird Benjamin Glück. Der 37-Jährige arbeitete bereits bei der TSG Hoffenheim, RB Leipzig und zuletzt beim FC Bayern München als Assistenztrainer im Team von Julian Nagelsmann. Hoffenheim und Leipzig führten sie dabei jeweils in die Champions League, mit dem FC Bayern gewannen sie 2022 die Deutsche Meisterschaft. 

Julian Nagelsmann sagt: „Wir haben eine Europameisterschaft im eigenen Land. Das ist etwas Besonderes - etwas, das alle paar Jahrzehnte mal vorkommt. Dieser Tatsache, ein großartiges Turnier in einem großartigen Land zu haben, ordne ich alles unter. Ich habe große Lust, diese Herausforderung anzunehmen. Der Auftritt in Dortmund war der Anfang. Wir werden im kommenden Jahr ein eingeschworener Haufen sein.“

DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärt: „Die Europameisterschaft im kommenden Jahr ist für den gesamten Fußball in Deutschland von enormer Bedeutung. Wir sind überzeugt, dass Julian Nagelsmann als Bundestrainer dafür sorgen wird, dass die Nationalmannschaft ihre Fans begeistert und die EURO auch sportlich ein Erfolg wird. Julian Nagelsmann ist ein herausragender Trainer, der seine neue Aufgabe mit höchster Motivation angeht. Wir alle werden den Fokus jetzt auf das Turnier im kommenden Sommer richten und Julian Nagelsmann nach Kräften unterstützen.“

DFB-Sportdirektor Rudi Völler sagt: „Julian Nagelsmann war mit Beginn der Suche unser Wunschkandidat als Bundestrainer. Er ist nicht nur ein absoluter Fußball-Fachmann, sondern hat auf all seinen Stationen in für einen Cheftrainer sehr jungen Jahren bereits bewiesen, dass er eine Mannschaft und das gesamte Umfeld motivieren und mitreißen kann. Sein Feuer für den Fußball ist spürbar und ansteckend – ebenso wie bei seinen beiden Co-Trainern Benjamin Glück und Sandro Wagner, dessen große Energie ich zuletzt selbst erleben durfte. Julian Nagelsmann wird mit seinen Qualitäten und seiner Persönlichkeit an entscheidender Stelle dazu beitragen, dass wir alle gemeinsam im Sommer eine tolle Europameisterschaft im eigenen Land erleben werden.“     

Im Oktober gehen Nagelsmann und die Nationalmannschaft zunächst auf USA-Tour und messen sich mit Gastgebern der kommenden Weltmeisterschaft. Nach dem Auftakt gegen die USA am 14. Oktober (ab 15 Uhr Ortszeit/21 Uhr MEZ, live bei RTL) in Hartford im US-Bundesstaat Connecticut spielt Deutschland am 17. Oktober (ab 20 Uhr Ortszeit/2 Uhr MEZ) in Philadelphia gegen Gold-Cup-Sieger Mexiko. Am 21. November (ab 20.45 Uhr) trifft die deutsche Nationalmannschaft dann im letzten Länderspiel vor Beginn des EM-Jahres in Wien auf Österreich. 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 22.09.2023

Andreas Rettig neuer DFB-Geschäftsführer Sport 

Andreas Rettig wird ab sofort neuer Geschäftsführer Sport der DFB GmbH & Co. KG. Er verantwortet künftig die Bereiche Nationalmannschaften und Akademie. Das haben Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung am heutigen Freitag einstimmig beschlossen.


Rettig ist seit bald vier Jahrzehnten im Fußball tätig. Er ist Fußball-Lehrer, war Manager bei Bayer 04 Leverkusen, dem SC Freiburg, 1. FC Köln und FC Augsburg. Beim FC St. Pauli fungierte er als Geschäftsleiter und bei Viktoria Köln als Vorsitzender der Geschäftsführung. Verbandserfahrung sammelte er als Geschäftsführer der DFL von 2013 bis 2015. Er war lange Jahre im DFB-Vorstand und verantwortete als Kommissionsvorsitzender die Einführung der Nachwuchsleistungszentren. 

DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: „Mit Andreas Rettig haben wir einen überaus erfahrenen, engagierten und durchsetzungsstarken Geschäftsführer gewonnen. Ich bin überzeugt, dass er die vor uns liegenden Aufgaben im Bereich Sport mit großer Leidenschaft angehen wird. Die Erledigung der vielfältigen administrativen Aufgaben rund um die Nationalmannschaften und die Akademie bedarf einer starken Persönlichkeit. Daher freue ich mich, dass Andreas Rettig sich für den DFB entschieden hat.“

Alexander Wehrle, Aufsichtsratsvorsitzender der DFB GmbH & Co KG, erklärt: „Andreas Rettig ist ein Kind der Bundesliga. Er kennt den Fußball aus allen Perspektiven und bringt umfassende Kompetenzen mit. Ich schätze ihn als kritischen Geist, der stets konstruktiv und gestalterisch wirkt. Er bringt Leadership-Erfahrung sowie ein internationales Netzwerk mit und ist als Persönlichkeit ein Gewinn für den DFB.“

Andreas Rettig sagt: „Ich freue mich auf die vor uns liegenden Herausforderungen. Unsere Nationalmannschaften repräsentieren Deutschland in seiner Vielfalt und Leistungsfähigkeit. Sie sind von großen Erfolgen und aktuellen Problemen geprägt. Ich möchte dazu beitragen, künftige Erfolge der Nationalmannschaften wieder möglich zu machen und die Ausrichtung des DFB und das Auftreten seiner Mannschaften in allen Richtungen zu verbessern.“

Der DFB lädt für Montag, 18. September 2023, um 12 Uhr zu einer Pressekonferenz mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und dem neuen Geschäftsführer Sport, Andreas Rettig, auf den DFB-Campus ein.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 15.09.2023


Ehre für Deutschlands beste Torjäger*innen

Die treffsichersten Amateurfußballer*innen an einem Ort - welch besonderer Abend in Dortmund. Sie wurden im Rahmen des Länderspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich am Dienstagabend im Stadion für ihre Leistungen in der Saison 2022/2023 mit der Torjägerkanone für alle von FUSSBALL.DE, kicker und Volkswagen ausgezeichnet.

DFB-Rekordtorschütze Miroslav Klose und Melanie Behringer, Weltmeisterin und Torschützenkönigin bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio, ließen es sich nicht nehmen, den Gewinner*innen persönlich zu gratulieren. Klose und Behringer überreichten die Trophäen vor der Partie. "In der elften Liga wurden 94 Tore erzielt", sagte Klose. "Ich habe das nicht mal geschafft, wenn man alle Trainingstore zusammenzählt."

Bereits zum zweiten Mal vergaben der DFB mit seinem Amateurfußballportal FUSSBALL.DE sowie der kicker in Kooperation mit Volkswagen die begehrten Trophäen. Zuvor war der Start des Projekts durch die Corona-Pandemie zweimal ausgebremst worden. Mit der Torjägerkanone ausgezeichnet werden bei den Männern die besten Schützen von der 4. bis zur 11. Liga. Bei den Frauen sind es die treffsichersten Fußballerinnen von der 3. bis zur 7. Liga.

In der vergangenen Saison waren unter anderem Lucas Schneider (SSV Hagen) und Maren Schönherr (SV 1967 Mülheim-Raadt) nicht zu stoppen. Die beiden erzielten in der abgelaufenen Spielzeit jeweils 94 Treffer: Bestwert in Deutschland! Am kommenden Samstag darf das Duo seine Treffsicherheit erneut unter Beweis stellen – beim Auftritt an der ZDF-Torwand im aktuellen Sportstudio.

Losgegangen war es für sie und die anderen Sieger*innen in Dortmund mit einer Stadiontour. Es folgte die offizielle Ehrung in der Arena, in der Media Lounge von VW. Größter Gänsehautmoment war die Halbzeitpause, als die Gruppe direkt an den Spielfeldrand durfte und sich dort den Applaus der Zuschauer*innen abholte, umrahmt von kicker-Chefredakteur Jörg Jakob und VW-Vorstand Imelda Labbé.

Mit der "Torjägerkanone für alle" wollen der DFB, kicker und Volkswagen ein Zeichen für die Bedeutung des Amateurfußballs setzen. Eine Botschaft, die in Dortmund offensichtlich ankam: "Es war für mich ein unvergessliches Erlebnis und eine unglaubliche Wertschätzung für den Amateurfußball", unterstrich Ramy Jamal Raychouni vom SC Gatow (55 Tore). Auch Lisa Schramm vom BSG ScanHaus Marlow (80 Tore) freute sich über "Gänsehaut am Spielfeldrand in der Halbzeitpause" mit ihrer Torjägerkanone in der Hand.

Aylin Yaren von Viktoria 89 Berlin (44 Tore) blickte beim Ausklang am späten Abend bereits nach vorne: "Ich werde mein Bestes geben, um die Torjägerkanone im nächsten Jahr zu verteidigen."

Die Aktion wird in der aktuellen Saison 2023/2024 fortgeführt. Die Übersicht der aktuell besten Torjäger*innen gibt es  hier.

Die Sieger*innen:

Männer:

4. Liga: Patrick Hobsch (SpVgg Unterhaching, 27 Tore)

5. Liga: Martin Harnik (TuS Dassendorf, 46 Tore - nicht anwesend)

6. Liga: Sascha Huhn (SF BG Marburg, 44 Tore)

7. Liga: Rico-Rene Frank (FC Germania Bleckenstedt, 55 Tore)

8. Liga: Ramy Jamal Raychouni (SC Gatow, 55 Tore)

9. Liga: Tim Domann (SC Breite Burschen Barmen, 76 Tore)

10. Liga: Sebastian Zeitler (FC 1926 Konradsreuth, 77 Tore)

11. Liga: Lucas Schneider (SSV Hagen, 94 Tore)

Frauen:

3. Liga: Aylin Yaren (Viktoria 89 Berlin, 44 Tore)

4. Liga: Lyn Meyer (Eintracht Braunschweig, 46 Tore)

5. Liga: Marlene Haberecht (BSG Chemie Leipzig, 64 Tore)

6. Liga: Lisa Schramm (BSG ScanHaus Marlow, 80 Tore)

7. Liga: Maren Schönherr (SV 1967 Mülheim-Raadt, 94 Tore

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 13.09.2023


Gwinn und Dallmann kehren in Kader der DFB-Frauen zurück

Britta Carlson, die die erkrankte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in den kommenden beiden Länderspielen der Frauen-Nationalmannschaft vertreten wird, hat ihren Kader für die ersten Partien der UEFA Women's Nations League am 22. September (ab 18 Uhr) gegen Gastgeber Dänemark in Viborg und am 26. September (ab 18.15 Uhr, live im ZDF) in Bochum gegen Island bekanntgegeben. 

Unter den 25 Spielerinnen befinden sich 21 WM-Teilnehmerinnen. Mit Linda Dallmann, Giulia Gwinn (beide FC Bayern München), Sarai Linder (TSG Hoffenheim) und Janina Minge (SC Freiburg) kehren vier Spielerinnen zurück ins Team. 

Britta Carlson, die neben Co-Trainer Michael Urbansky vorübergehend auch auf die Unterstützung von U 17-Nationaltrainerin Sabine Loderer zählen kann, sagt: „Mit dem Ziel, bestmöglich in die Nations League zu starten, werden wir uns mit diesem starken Kader auf die kommenden Aufgaben intensiv vorbereiten. Wir freuen uns sehr, Giulia und Linda nach ihren Verletzungen wieder im Nationalmannschaftskreis begrüßen zu dürfen. Beide sind mit ihrer Erfahrung und als Persönlichkeiten wichtig für unser Team. Sarai und Janina haben ihre Qualitäten auch in der WM-Vorbereitung nochmals unter Beweis gestellt und werden unseren Kader weiter verstärken.“

Svenja Huth (VfL Wolfsburg) steht aufgrund der Geburt ihres Sohnes Emil am vergangenen Wochenende nicht zur Verfügung, ebenso wie Melanie Leupolz (FC Chelsea), die am Montag ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat. 

„Leider wird unsere Vizekapitän Svenja Huth aus persönlichen, aber äußerst schönen Gründen an dieser Maßnahme nicht teilnehmen", sagt Carlson. "Auch auf diesem Weg wünschen wir der jungen Familie alles Gute. Bei Melanie Leupolz möchte ich mich im Namen des gesamten Trainer*innenteams für ihre langjährigen und erfolgreichen Verdienste im Trikot der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bedanken. Wir haben den allergrößten Respekt vor ihrer Entscheidung und wünschen Melly sowohl für die weitere Vereinskarriere als auch persönliche Zukunft alles Gute.“

Weiterer Gegner in Gruppe 3 der UEFA Women's Nations League ist Wales, auf das die Frauen-Nationalmannschaft erstmals am 27. Oktober in Sinsheim trifft. Die beiden bestplatzierten Mannschaften des neugeschaffenen Wettbewerbs qualifizieren sich für die Olympischen Spiele 2024 in Paris. Frankreich hat als Gastgeber bereits einen Startplatz sicher.

Eintrittskarten für das Heimspiel gegen Island in Bochum sind weiterhin im DFB-Ticketportal  erhältlich.

Zum Kader der Frauen-Nationalmannschaft


Quelle: Pressemitteilung DFB vom 12.09.2023

Melanie Leupolz beendet Nationalmannschaftskarriere

Melanie Leupolz tritt aus der Frauen-Nationalmannschaft zurück. Die Mittelfeldspielerin des FC Chelsea, die ihre Laufbahn im Verein fortsetzt, absolvierte 79 Länderspiele für die DFB-Auswahl und gewann dabei den EM-Titel 2013 und die Olympische Goldmedaille 2016. Im April dieses Jahres war die 29-Jährige nach der Geburt ihres Sohnes erstmals wieder in die DFB-Auswahl berufen worden. Sie gehörte zudem dem Aufgebot für die WM in Australien und Neuseeland an und stand beim ersten Spiel des Teams gegen Marokko in der Startformation. 


Leupolz sagt: „Die vergangenen Monate waren in Verein und Nationalmannschaft sehr intensiv und haben mich als Profifußballerin und Mutter gefordert. Es war mir wichtig, dass ich nach der Geburt den Weg zurück ins DFB-Team geschafft habe, und ich bin sehr stolz, noch einmal eine WM für mein Land gespielt zu haben. Dass ich das gemeinsam mit meinem Sohn erleben durfte, hat die Erfahrung für mich noch wertvoller gemacht.  Gleichzeitig habe ich aber gemerkt, dass die Fülle an Belastungen energiezehrend ist. Ich bin sehr stolz auf das, was ich in der Nationalmannschaft erreicht habe. Jetzt ist es an der Zeit, den vollen Fokus auf meinen Verein Chelsea zu legen, denn ich habe den Anspruch, dem hohen Niveau dort gerecht zu werden und mit 100 Prozent Energie alle sportlichen Ziele mit meinem Team zu erreichen. Ich würde mich freuen, wenn ich bei einem Länderspiel noch einmal die Möglichkeit bekomme, mich von der Mannschaft und den Fans zu verabschieden. Es war eine prägende und unvergessliche Zeit.“ 

Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften, sagt: „Melanie Leupolz gehörte über mehr als eine Dekade zu den prägenden Gesichtern der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Nicht nur mit den sportlichen Erfolgen, dem EM-Sieg 2013 oder dem Gold-Gewinn bei den Olympischen Spiele 2016, ist sie Vorbild für Fußballerinnen und Sportlerinnen. Sie hat auch beeindruckend gezeigt, wie man nach einer Schwangerschaft erfolgreich in den Profifußball zurückkehrt. Ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft bedauere ich sehr, kann jedoch ihre Beweggründe nachvollziehen. Als verdiente Nationalspielerin werden wir sie in einem würdigen, noch festzulegenden Rahmen gemeinsam verabschieden. Ich wünsche ihr sportlich mit dem FC Chelsea sowie privat alles erdenklich Gute.“

Leupolz debütierte im Juni 2013 beim Länderspiel gegen Kanada in Paderborn in der Frauen-Nationalmannschaft. Insgesamt bestritt sie 79 Einsätze. Im Jahr 2022 brachte sie ihren Sohn zur Welt. 

Quelle: Pressemitteilung Verein vom 11.09.2023


Hansi Flick als Bundestrainer freigestellt

Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat der DFB GmbH und Co. KG haben heute auf Vorschlag von DFB-Präsident Bernd Neuendorf beschlossen, Bundestrainer Hansi Flick sowie die beiden Co-Trainer Marcus Sorg und Danny Röhl mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben zu entbinden.


Bernd Neuendorf: „Die Gremien waren sich einig, dass die A-Nationalmannschaft der Männer nach den zuletzt enttäuschenden Ergebnissen einen neuen Impuls benötigt. Wir brauchen mit Blick auf die Europameisterschaft im eigenen Land eine Aufbruchstimmung und Zuversicht. Für mich persönlich ist es eine der schwierigsten Entscheidungen in meiner bisherigen Amtszeit. Denn ich schätze Hansi Flick und seine Co-Trainer als Fußballexperten und Menschen. Der sportliche Erfolg hat für den DFB aber oberste Priorität. Daher war die Entscheidung unumgänglich.“

Beim Länderspiel am kommenden Dienstag in Dortmund gegen Vize-Weltmeister Frankreich werden Rudi Völler, Hannes Wolf und Sandro Wagner die Nationalelf einmalig betreuen. Ziel ist es, möglichst zeitnah die Nachfolge von Hansi Flick zu regeln.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 10.09.2023

Voss-Tecklenburg fällt für kommende Länderspielphase aus

Aufgrund einer Erkrankung kann Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg nicht an der Länderspielphase der Frauen-Nationalmannschaft im September teilnehmen. Co-Trainerin Britta Carlson wird sie kommissarisch bei den Spielen in der UEFA Women's Nations League am 22. September (ab 18 Uhr) gegen Gastgeber Dänemark in Viborg und am 26. September (ab 18.15 Uhr, live im ZDF) in Bochum gegen Island vertreten. Sabine Loderer, Trainerin der U 17-Nationalmannschaft, wird das Co-Trainerteam um Michael Urbansky vorübergehend ergänzen.


Wegen der krankheitsbedingten Abwesenheit der Bundestrainerin verzögert sich auch die Veröffentlichung der WM-Analyse, deren Ausarbeitung beim DFB ausführlich auf allen Ebenen begonnen hatte. Die Analyse wird nach der Rückkehr von Voss-Tecklenburg fortgeführt und die Ergebnisse dann der Öffentlichkeit vorgestellt.

Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter der Nationalmannschaften, sagt: "Zunächst wünschen wir Martina eine schnelle Genesung und hoffen, dass sie bald wieder in unser Team zurückkehrt. Nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft gilt es nun, nach vorne zu schauen und mit neuer Energie, Enthusiasmus und Leidenschaft in die kommenden Aufgaben zu gehen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen uns für die Olympischen Spiele qualifizieren."

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 09.09.2023


Di Salvo beruft Kader für Spiele gegen Ukraine und Kosovo

Neuer Jahrgang, neue Mannschaft, neue Chancen: U 21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo hat den Kader für die ersten beiden Länderspiele der Saison nominiert, in denen das Team zunächst einen Test am 8. September (ab 18.15 Uhr, live auf ProSieben MAXX) im Saarbrücker Ludwigsparkstadion gegen die Ukraine absolviert. Darauf folgt am 12. September (ab 19 Uhr, live auf ProSieben MAXX) in Pristina das erste EM-Qualifikationsspiel gegen Gastgeber Kosovo. Weitere Gegner auf dem Weg zur kommenden U 21-Europameisterschaft 2025 in der Slowakei sind Israel, Polen, Bulgarien und Estland.

Im Kader für die beiden Länderspiele befinden sich mit Noah Atubolu, Kenneth Schmidt (beide SC Freiburg), Eric Martel (1. FC Köln), Youssoufa Moukoko (Borussia Dortmund) und Nelson Weiper (1. FSV Mainz 05) fünf Spieler, die an der U 21-Europameisterschaft 2023 in Rumänien und Georgien teilgenommen haben, teilweise ohne Einsatz.

Ansgar Knauff (Eintracht Frankfurt) kehrt nach seiner in der Vorbereitung auf die EM erlittenen Verletzung zurück in den Kader. Jonas Urbig, Tim Lemperle (beide SpVgg Greuther Fürth) und Marco John (TSG Hoffenheim 1899) wurden bereits zuvor für die U 21 berufen. Luca Netz (Borussia Mönchengladbach) und Marton Dardai (Hertha BSC Berlin) verpassen die Länderspiele verletzungsbedingt.

Insgesamt hat Antonio Di Salvo 23 Spieler nominiert, die den Jahrgängen 2002 bis 2005 angehören. Jüngster Akteur ist Nelson Weiper, die meisten U 21-Einsätze hatten bisher Noah Atubolu und Eric Martel (je 10). Der U 21-Chefcoach sagt: "Ich freue mich, dass es nun wieder losgeht. Wir haben die Sommerpause genutzt, um die enttäuschende U 21-EM zu analysieren und mit diesen Erkenntnissen neue Impulse zu setzen. Mit den Spielern, die bereits U 21-Erfahrungen gesammelt haben, können wir einen guten Block bilden. Die kommenden Tage und das Testspiel werden wir nutzen, um uns optimal auf das wichtige EM-Qualifikationsspiel im Kosovo vorzubereiten."

Die Mannschaft trifft sich am Montagmittag, 4. September, in Saarbrücken. Am Donnerstag, 7. September, findet um 17.30 Uhr ein öffentliches Training im Ludwigsparkstadion in Saarbrücken statt, zu dem die U 21 alle Fans herzlich einlädt.

Zum Kader der U 21-Nationalmannschaft

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 01.09.2023


Deutschland mit einem Neuen und sechs Rückkehrern gegen Japan und Frankreich

Zum Start in die EM-Saison hat Bundestrainer Hansi Flick einen Neuen und sechs Rückkehrer in den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die anstehenden Spiele gegen Japan und Vizeweltmeister Frankreich berufen. Neu dabei ist Pascal Groß vom englischen Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion.

Zudem kehren Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Niklas Süle und Felix Nmecha (beide Borussia Dortmund), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen), Kevin Schade (FC Brentford) und Serge Gnabry (Bayern München), die zuletzt aus unterschiedlichen Gründen im Kreis der Nationalmannschaft gefehlt hatten, zurück in das insgesamt 24 Spieler starke Aufgebot. Von Montag an kommt das DFB-Team im Mannschaftsquartier in Wolfsburg zusammen.


Dort startet die deutsche Nationalmannschaft am Samstag, 9. September (ab 20.45 Uhr, live bei RTL), in der Volkswagen Arena gegen den viermaligen Asienmeister Japan in die Vorbereitung auf die UEFA EURO 2024 in Deutschland. Am Dienstag, 12. September (ab 21 Uhr, live in der ARD), steigt in Dortmund das Nachbarschaftsduell mit dem zweimaligen Weltmeister Frankreich.  

Zum Kader der deutschen Nationalmannschaft

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 31.08.2023


Die aktuelle Bestandsaufnahme 

DFB veröffentlicht 9. Lagebild des Amateurfußballs

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) veröffentlicht heute das 9. Lagebild des Amateurfußballs in Deutschland. Seit der Saison 2014/2015 lässt der DFB auf Grundlage des Spielberichts der Schiedsrichter*innen jährlich ermitteln, wie es mit Blick auf Gewalt und Diskriminierung um die Lage des Amateurfußballs in Deutschland bestellt ist.


"Das Lagebild des Amateurfußballs wird ermöglicht durch eine kollektive Kraftanstrengung des DFB, der rund 53.000 Schiris sowie der 21 DFB-Landesverbände", sagt Ronny Zimmermann zu den heute veröffentlichten Zahlen. Der 1. DFB-Vizepräsident fungiert im 14-köpfigen DFB-Präsidium als Repräsentant des Amateurfußballs und des Schiedsrichter*innenwesens. 

"Das Lagebild hat sich zu einem wichtigen Indikator für die Stimmung auf den Plätzen entwickelt", so Zimmermann. "Es ermöglicht einen Überblick jenseits der Einzelfälle und Sachlichkeit statt verständlicher Emotionen. Für eine wirksame Prävention braucht es als ersten Schritt eine solide Datenbasis. Über ein solches Monitoring verfügt der Fußball."


Zimmermann sagt weiter: "Jenseits aller Statistiken müssen wir zunächst festhalten, dass in der zurückliegenden Saison ein Mensch sein Leben verloren hat. Das muss endgültig ein Warnsignal für alle im Fußball sein, gleichgültig welche Rolle man im Sport einnimmt - ob Trainer, Betreuer, Spieler, Zuschauer oder Funktionär. Tatsächlich kann überall und jeden Tag etwas Schlimmes geschehen, daher müssen wir alle aufmerksamer und wacher werden und negativen Entwicklungen frühzeitig entgegentreten."

Der Tod eines 15-jährigen Berliner Jungen hatte im Mai Fußball-Deutschland schockiert. Der Juniorenspieler des JFC Berlin war bei einem internationalen Jugendturnier in Frankfurt attackiert worden und im Krankenhaus seinen Hirnverletzungen erlegen. Tatverdächtig ist ein 16-jähriger französischer Fußballer des FC Metz. "Der Tod Pauls hat uns zutiefst erschüttert und macht uns alle bis heute betroffen", so Ronny Zimmermann. "Fußball ist und bleibt dennoch vor allem ein Ort der Begegnung und ein Platz des friedlichen und respektvollen Miteinanders, aber damit das so bleibt, müssen wir unsere gemeinsamen Anstrengungen ausbauen."

In der Saison 2022/2023 wurden 961 Fußballspiele wegen eines Gewalt- oder Diskriminierungsvorfalls abgebrochen. Damit liegt die Zahl der Spielabbrüche weiterhin auf einem erhöhten Niveau. Allein in den Altersstufen D-F-Junioren kam es zu 126 Spielabbrüchen. In der zurückliegenden Saison wurden 1.428.657 Spiele ausgetragen und 1.234.154 durch einen abgeschlossenen Spielbericht erfasst.

Mit einer Spielabbruchsquote von 0,08 Prozent liegt der Wert genauso hoch wie in der Saison 2021/2022, als weniger Spiele ausgetragen wurden. Während der Saison 2021/2022 waren 911 Spiele abgebrochen worden. In den Spielzeiten vor der Pandemie war es zu deutlich weniger Spielabbrüchen gekommen, nämlich zu 672 (Saison 2016/17) und 667 Spielabbrüchen (Saison 2017/18). Im Lagebild finden die Spielklassen der Landes- und Regionalverbände Eingang, also alle Spielklassen unterhalb der 3. Liga.

Auf den Amateurplätzen kam es während der vergangenen Saison zu 6224 Vorkommnissen (0,5 Prozent aller Spiele mit einem abgeschlossenen Spielbericht), davon 3907 Gewalt- (0,31 Prozent) und 2679 Diskriminierungsvorfällen (0,21 Prozent). Bei 4116 Spielen wurde ein*e Spieler*in als Beschuldigte*r gemeldet. Bei 1191 Spielen wurde ein*e Betreuer*in als Beschuldigte*r gemeldet und bei 2200 Spielen ein*e Zuschauer*in. Bei 2680 Spielen wurde ein*e Schiedsrichter*in als Geschädigte*r gemeldet, bei 3496 Spielen ein*e Spieler*in. Bedenkt man, dass auf dem Feld in den unteren Klassen nur ein*e Schiedsrichter*in steht, sind die Schiris in der Geschädigten-Gruppe massiv überrepräsentiert.

Für 2023 hat der DFB das "Jahr der Schiris" ausgerufen, in dem etwa die "Schiri-Toolbox" ("Alles, was ein Verein braucht, um mehr Schiedsrichter*innen anzuwerben"), das Lehrvideo "Schiris gegen Diskriminierung" mit Deniz Aytekin oder das Gastspiel von Bundesligaprofis als Schiedsrichter in der Bezirksliga für mehr Neueinsteiger*innen werben. Mit dem "Jahr der Schiris" sollen auch die aktiven Schiedsrichter*innen gewürdigt und damit gegen die "Dropout-Quote" angegangen werden. 

Als Maßnahme zur Prävention von Gewalt- und Diskriminierung im Fußball sticht die Einrichtung von Anlaufstellen für Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle in allen 21 Landesverbänden heraus. Wem etwas zustößt, der kann sich hier Beratung oder auch konkrete Hilfe holen. Darüber hinaus gibt es auf Ebene der DFB-Landesverbände etliche weitere Präventionsprojekte.

Einzelne Landesverbände haben begonnen, die Zahlen auch qualitativ zu gewichten. So kam es in der Hinrunde in Württemberg zu neun Gewaltvorfällen, darunter aber auch Vorgänge wie leichtes Schubsen und Stoßen. Oft ist die Vorstellung, was einen Gewaltvorfall ausmacht, schlimmer als es die Wirklichkeit hergibt. Für eine Steigerung der Datenqualität des Lagebilds wäre ein Abgleich mit Sportgerichtsentscheidungen wünschenswert. Die Voraussetzungen dafür sollen in den kommenden Jahren geschaffen werden und sind ein zentrales Anliegen der AG Gewaltprävention, die unter Leitung von Ronny Zimmermann regelmäßig zusammenkommt.

Eine Gewalthandlung liegt vor, wenn eine beschuldigte Person eine geschädigte Person körperlich angreift, beispielsweise durch Schlagen, Bewerfen, Bespucken oder Treten. Zudem ist auch eine Bedrohung als Gewalthandlung zu werten. Auch Versuche sind zu melden.

Eine Diskriminierung liegt vor, wenn jemand die Würde einer anderen Person oder einer Gruppe von Personen verletzt. Dies geschieht durch eine herabwürdigende Äußerung, Geste oder Handlung in Bezug auf Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion, Behinderung, Alter, geschlechtliche oder sexuelle Identität. Auch eine sonstige Schlechterbehandlung aufgrund eines dieser Merkmale stellt eine Diskriminierung dar.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 28.08.2023



Fair Play-Medaille für KSC-Fans

Bezirksligaspieler aus Bayern gewinnt Amateur-Medaille

Die Fans des Karlsruher Sportclubs erhalten die Fair Play-Medaille des Deutschen Fußball-Bundes. Ohne Zögern und dabei überlegt und wirkungsvoll setzten sie sich für einen am Boden liegenden Gegenspieler ein. 

Zum fairsten Verhalten der Saison 2022/23 im Profifußball war es gekommen, als unmittelbar nach Abpfiff des Zweitligaspiels Karlsruher SC gegen den 1. FC Magdeburg der Gästespieler Jamie Lawrence aufgrund eines Kreislaufkollapses zusammenbrach. Spontan eilten KSC-Fans hinzu und hielten ihre Zaunfahnen als Sichtschutz für den angeschlagenen 19-jährigen Innenverteidiger.

„Der Fußball in Deutschland ist nicht nur von Rivalität und Auseinandersetzungen geprägt. An jedem einzelnen Spieltag gibt es zahlreiche wundervolle Beispiele für ein gelungenes Miteinander im besten Sinne des Fair Play. Auch in diesem Jahr war es ein schwieriger Prozess hier die Sieger auszuwählen, denn nahezu jeder hätte den Sieg verdient“, sagt der 1. DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann. „Es freut mich besonders, dass zum ersten Mal Fans ausgezeichnet werden. Das Verhalten der Anhänger des Karlsruher SC ist ein großartiges Beispiel für einen fairen Umgang miteinander. Wir brauchen alle, die Heim- und die Gastelf, die Schiedsrichter und die Fans, sonst funktioniert der Fußball nicht!“

Der DFB wird die Karlsruher Fans am 30. September beim KSC-Heimspiel gegen Holstein Kiel im BBBank Wildpark auszeichnen.

KSC-Geschäftsführer Michael Becker sagt zur Auszeichnung: “Wir sind stolz, dass unsere Fans diese Auszeichnung erhalten. Sie haben, trotz der ärgerlichen Niederlage, genau richtig reagiert und so gezeigt, dass die Unterstützung im Fußball über die eigenen Clubfarben hinaus geht. Wir möchten uns auch bei den Fans ausdrücklich bedanken, die dem Magdeburger Spieler mit ihren Fahnen den wichtigen Sichtschutz geboten haben.

”Seit 1997 verleiht der DFB die Fair-Play-Medaillen. Niko Kovac, Florian Kastenmeier und Werder Bremens Stadionsprecher Arnd Zeigler zählen zu den Ausgezeichneten der jüngeren Vergangenheit. Auch Miroslav Klose und Jupp Heynckes gehören zum Kreis derjenigen, deren faires Verhalten vom DFB ausgezeichnet wurde.

Bezirksligaspieler Sebastian Krieg vom SV Schalding-Heining aus dem Bayerischen Fußball-Verband erhält in diesem Jahr die Fair-Play-Medaille im Amateurfußball. Die 21 Landesverbände prämieren jeweils ihre Monatssieger. Eine Jury unter Vorsitz von Ronny Zimmermann wählte Krieg als Deutschlands fairsten Amateur für die Saison 2022/23 aus. In der Partie gegen den TSV Mauth hatte Sebastian Krieg in der 79. Minute den Ausgleich erzielt. Der Gästetorwart hatte Sekunden davor wegen eines Zusammenpralls kurzzeitig das Bewusstsein verloren. Krieg überzeugte seine Teamkollegen anschließend, den Gegner nach dem Anstoß durchlaufen zu lassen. Der TSV Mauth ging 3:2 in Führung und hielt den Vorsprung bis zum Abpfiff. Am Saisonende musste der SV Schalding-Heining II dann in die Abstiegsrelegation. Dort aber sicherte man sich, auch dank eines Treffers von Sebastian Krieg, den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Leonard Biefel (FV Rheinland) und Lukas Früh (Württembergischer FV) belegten den zweiten und dritten Platz und erhielten ebenfalls Medaillen für ihre faires Verhalten. 

Nachdem der DFB und seine Landesverbände in den vergangenen Jahren mit der Verteilung einer Fair Play-Karte im Kinderfußball für ein positives Verhalten der Eltern geworben hatten, stehen die Kinder des NRW-Vereins FC Hertha Rheidt im Mittelpunkt der neuen Kampagne „Fair Play kennt kein Alter“, die der DFB im September mit sechs Kurzvideos vorstellen. 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 11.08.2023


DFB-Punktespiel

Start der Vereinsaktion zur EURO 2024

Der Deutsche Fußball-Bund, die 21 Landesverbände und die DFB EURO GmbH haben eine bundesweite Vereinsaktion zur UEFA EURO 2024 gestartet. Die Verbände werden die mehr als 24.000 Amateurklubs in Deutschland mit hilfreichen Angeboten in der Vereinsentwicklung unterstützen. Bis zum 31. Juli 2024 können pro umgesetzter Maßnahme Punkte gesammelt werden. Es warten attraktive Prämien – bis hin zu einem Event-Tag mit der deutschen Nationalmannschaft am DFB-Campus oder einem Kurztrainingslager im Team Basecamp von adidas in Herzogenaurach.  

Die Europameisterschaft 2024 im eigenen Land steht vor der Tür. Das DFB-Punktespiel sorgt dafür, dass der Amateurfußball schon heute gewinnt. Engagierte Vereine machen sich durch die Umsetzung vielfältiger Maßnahmen fit für die EURO, tun damit etwas für die eigene Vereinsentwicklung und erspielen sich gleichzeitig Punkte. Schon kleinere Aktivitäten wie beispielsweise die Bewerbung eines Schiri-Lehrgangs durch einen Aushang am Vereinsheim oder der Besuch eines DFB-Mobils lassen den Zählerstand steigen. Je größer die Maßnahme – wie zum Beispiel die Einführung eines neuen Fußballangebots im Verein oder die Kooperation mit einer Schule/Kita – desto mehr Punkte warten auf die Vereine. Mit zunehmender Punktzahl steigen die Vereine im Level auf. Wer den Bronze-, Silber- oder sogar Gold-Status im DFB-Punktespiel erreicht, gewinnt Garantiepreise wie beispielsweise ein Trainingspaket (Mini-Tore, Bälle und Leibchen) oder ein Technikpaket (Laptop, Lautsprecher und Mikrofon). In jedem Level warten zusätzliche Verlosungspreise wie zum Beispiel ein Treffen mit der Nationalmannschaft der Männer und Frauen am DFB-Campus. Bis zum Start der ersten Runde im DFB-Pokal können sich Amateurvereine bereits auf punktespiel.dfb.de einen Überblick über die Maßnahmen und Preise verschaffen. Auf die ersten 1000 Amateurklubs, die sich ab dem 10. August 2023 offiziell registrieren, wartet schon der erste Sonderpreis: ein Paket mit fünf Nationalmannschaftstrikots.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: "Wir erleben Woche für Woche auf unseren Fußballplätzen – im Profi- und im Amateurbereich, bei Frauen und bei Männern – die Begeisterung und die Leidenschaft für den Fußball. Für viele Menschen im Land und auch für mich ganz persönlich gilt der Satz: Fußballzeit war und ist die beste Zeit. Vor allem natürlich, wenn man Gastgeber eines großen Turniers ist. Wir freuen uns auf die Heim-EM im kommenden Jahr. Und wir wollen, dass sie für unsere Amateurvereine zu einem echten Gewinn wird. Deshalb lohnt sich die Teilnahme am DFB-Punktespiel."

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident für Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: "Unsere Amateurvereine leisten herausragende Arbeit. Die EURO 2024 bietet für sie eine Chance zur Weiterentwicklung. Das DFB-Punktespiel soll sie zusätzlich motivieren, gemeinsam mit ihrem Landesverband die Herausforderungen im Verein durch zielgerichtete Maßnahmen anzugehen. Bei der Gewinnung von Spielerinnen und Spielern, bei der Qualifizierung von Trainerinnen und Trainern und auch dem Werben für neue Schiris soll das Punktespiel Engagement unterstützen. Wir möchten die Vereine für ihr engagiertes Arbeiten mit tollen Preisen belohnen." 

DFB-Nationalmannschaftsdirektor Rudi Völler sagt: "Fast alle Nationalspieler haben das fußballerische Einmaleins in Amateurvereinen gelernt. Das besondere Engagement der Ehrenamtlichen legt die Basis für den sportlichen Erfolg unserer Nationalmannschaft. Das DFB-Punktespiel ist ein Dankeschön für diesen unersetzbaren Beitrag aus dem Amateurfußball. Deshalb bringen wir uns als Nationalmannschaft sehr gerne bei den Prämien ein. Wir freuen uns auf euch!" 

So funktioniert das DFB-Punktespiel: Vereinsverantwortliche registrieren ihren Amateurverein auf punktespiel.dfb.de. Wichtig: Hierfür ist aus steuerrechtlichen Gründen für die Gewinnpreisvergabe ein Gemeinnützigkeitsnachweis erforderlich. Auf der Webseite zum "DFB-Punktespiel" finden sich insgesamt 18 Maßnahmen aus vier Kategorien (Spieler*innen, Trainer*innen, Schiedsrichter*innen und Vereinsleben), für deren Umsetzung jeweils 10, 25 oder 50 Punkte gesammelt werden können. In der Online-Übersicht ist für Vereine einsehbar, welchen Punktestand sie erreicht haben und welche Maßnahmen sie noch umsetzen können, um weitere Punkte zu erhalten. Wichtiger Hinweis: Es ist nicht erforderlich, alle 18 Maßnahmen umzusetzen, um das Gold-Level zu erreichen.Bereits umgesetzte Maßnahmen können die Amateurklubs auch rückwirkend bis zum 1. Juli 2023 geltend machen. Gesammelt werden können die Punkte bis zum 31. Juli 2024. Abhängig vom erreichten Level (Gold, Silber, Bronze) gewinnen die Vereine verschiedene Garantiepreise. In Verlosungen haben sie die zusätzliche Chance auf attraktive Hauptpreise. Das DFB-Punktespiel läuft bis 31. Juli 2024.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 04.08.2023


29.September 2023

Außerordentlicher Bundestag zur Bestätigung des Grundlagenvertrags

Auf seiner Sitzung am Freitag hat das Präsidium des DFB einen außerordentlichen DFB-Bundestag einberufen. Die Versammlung des höchsten Gremiums des DFB wurde für den 29. September 2023 terminiert, durchgeführt wird sie digital. Hintergrund der Einberufung des außerordentlichen Bundestags ist insbesondere der Abschluss des neuen Grundlagenvertrags zwischen DFB e.V. und DFL e.V. für den Zeitraum 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2029, der nach Inkrafttreten vom DFB-Bundestag zu bestätigen ist. Wichtiger Grund für die Einberufung des Bundestags ist zudem die Umgestaltung der Position des DFB-Schatzmeisters in ein Hauptamt, die vom DFB-Präsidium im April beschlossen worden war. Weitere Themen sind unter anderem Änderungen in der DFB-Satzung im Zusammenhang mit der Neuordnung der Geschäftsführung der DFL GmbH sowie Satzungsänderungen in Bezug auf die Förderung karitativer und humanitärer Maßnahmen durch den DFB. 


Tagesordnungspunkte eines außerordentlichen Bundestages können nur solche sein, die zu seiner Einberufung geführt haben. Die Anträge an einen außerordentlichen DFB-Bundestag müssen zwei Wochen vor dessen Termin vorliegen und unverzüglich an die Delegierten versendet werden. Der DFB-Bundestag muss spätestens neun Wochen nach seiner Einberufung stattfinden.

Direktion Öffentlichkeit und Fans

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 04.08.2023


Spielplan steht

Freiburg und München eröffnen Saison bei den Frauen 

Der Rahmenspielplan der Google Pixel Frauen-Bundesliga steht fest. Die Saison wird am Freitag, den 15. September 2023, um 18.15 Uhr (live im ZDF, auf MagentaSport und DAZN) mit der Partie des SC Freiburg gegen den FC Bayern München eröffnet. Das Spiel des Pokalfinalisten gegen den Deutschen Meister ist die einzige Begegnung, die schon zeitgenau angesetzt ist. Die weiteren Anstoßzeiten der restlichen Begegnungen der ersten beiden Spieltage werden bis spätestens Ende Juli bekannt gegeben. 

Zum Auftakt vom 15. bis 18. September 2023 trifft unter anderem Vizemeister VfL Wolfsburg auf Bayer 04 Leverkusen, Aufsteiger RB Leipzig reist zum 1. FC Köln. Der zweite Aufsteiger 1. FC Nürnberg empfängt den SV Werder Bremen. 

Mit dem neuen Medienrechtevertrag, der vier Jahre läuft, verändert sich das Ansetzungsformat in der Google Pixel Frauen-Bundesliga.  Alle Partien werden weiterhin live bei MagentaSport zu sehen sein. Neu: Parallel strahlt auch DAZN alle 132 Partien pro Saison live und in voller Länge im Pay-Bereich aus. Zudem sieht das neue Format eine Partie am Montag und damit ein Alleinstellungsmerkmal vor, die im Free-TV auf Sport1 übertragen wird. Hinzu kommt, dass ARD und ZDF das Recht auf zehn frei empfangbare TV-Livespiele pro Saison haben. Highlights aller Partien können ARD/ZDF, MagentaSport, DAZN und Sky anbieten. Die Google Pixel Frauen-Bundesliga ist damit künftig auf sechs verschiedenen Sendern zu sehen und damit so breit wie noch nie aufgestellt. 

Die Regelanstoßzeiten sind Freitag 18.30 Uhr, Samstag 12 Uhr und 14 Uhr, Sonntag 14 und 18.30 Uhr sowie Montag 19.30 Uhr. 

Dem ersten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga folgt gemäß der Vorgabe des internationalen FIFA-Spielkalenders eine Abstellungsperiode der Frauen-Nationalmannschaft. Fortgesetzt wird die Liga ab den 29. September 2023. Der letzte Spieltag vor der Winterpause läuft vom 15. bis 18. Dezember 2023, weiter geht’s im Jahr 2024 ab dem 26. Januar. Der letzte Spieltag ist für Pfingstmontag, den 20. Mai 2024 geplant. 

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 15.07.2023



Entscheidung gefallen

Voss-Tecklenburg beruft finalen Kader für die Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland 

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat das aus 20 Spielerinnen und drei Torhüterinnen bestehende Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August 2023) nominiert. Aus dem 29-köpfigen erweiterten Kader wurden Paulina Krumbiegel, Sarai Linder (beide TSG Hoffenheim), Tabea Sellner (VfL Wolfsburg) und Ena Mahmutovic (MSV Duisburg) gestrichen. Auf Carolin Simon vom FC Bayern München muss Martina Voss-Tecklenburg aufgrund eines beim Länderspiel gegen Sambia erlittenen Kreuzbandrisses verzichten. Janina Minge (SC Freiburg) wird als 24. und damit als zusätzliche Spielerin mit nach Australien fliegen.

Martina Voss-Tecklenburg sagt: „Die Nachricht von Carolin Simon trifft uns alle. Sie hatte eine hervorragende Entwicklung genommen, tolle Leistungen gezeigt und sich ihren WM-Platz mehr als verdient. Wir müssen die Situation nun so annehmen. Wir haben uns für dieses Aufgebot entschieden, wissend um die hohe Leistungsdichte in unserem Kader. Wir werden in Australien nun die Zeit nutzen, um uns bestmöglich auf unsere bevorstehenden Aufgaben einzuschwören.“

Der VfL Wolfsburg mit zehn Spielerinnen sowie Eintracht Frankfurt mit fünf Akteurinnen stellen die jeweils stärksten Blöcke im WM-Aufgebot, gefolgt vom FC Bayern München mit vier Spielerinnen. 

Die DFB-Auswahl hatte während der zwei WM-Vorbereitungslehrgänge Länderspiele in Offenbach gegen Vietnam sowie in Fürth gegen Sambia absolviert. Am heutigen Samstag enden die WM-Vorbereitungslehrgänge im Adidas-Homeground in Herzogenaurach. Nach einer zweitägigen Pause kommt die Mannschaft am 11. Juli zusammen, um die Reise zur Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland anzutreten. Das erste WM-Gruppenspiel absolviert das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg am 24. Juli gegen Marokko, am 30. Juli folgt die Partie gegen Kolumbien sowie zum Gruppenabschluss das Spiel am 3. August gegen Südkorea. 

Zum Aufgebot


Quelle: Pressemitteilung DFB vom 08.07.2023

Start am 4. August

Spielplan der 3. Liga steht fest

Der DFB hat den Spielplan der 3. Liga veröffentlicht. Der Startschuss in die Saison 2023/2024 erfolgt am ersten August-Wochenende (4. – 6.8.). Zum Auftaktprogramm gehören unter anderem das Gastspiel von Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld bei der SG Dynamo Dresden, die Begegnung der früheren Bundesligisten TSV 1860 München und Waldhof Mannheim, das bayerische Duell SSV Jahn Regensburg – SpVgg Unterhaching sowie der Auftritt von Rot-Weiss Essen beim Halleschen FC.


Welche Partie des ersten Spieltags am Freitag, 4. August, die Saison eröffnet, steht noch nicht fest. Die zeitgenauen Ansetzungen des ersten Spieltags werden im Laufe der kommenden Woche vorgenommen.

Geklärt sind die grundsätzlichen Anstoßzeiten der Saison 2023/2024 in der 3. Liga. Der Regelspieltag beinhaltet gemäß des neuen Medienrechte-Vertrags kein Montagsspiel mehr. Nach der Partie am Freitagabend ab 19 Uhr finden weiterhin sechs Spiele samstags statt. Fünf davon werden wie gewohnt um 14 Uhr angepfiffen, ein weiteres Spiel folgt um 16.30 Uhr. Komplettiert wird jeder Wochenendspieltag mit drei Partien am Sonntag. Diese sind für 13.30, 16.30 und 19.30 Uhr angesetzt. An Wochenspieltagen werden dienstags und mittwochs jeweils fünf Spiele ausgetragen (alle ab 19 Uhr). 

Dem ersten Spieltag der 3. Liga schließt sich direkt die erste Runde des DFB-Pokals an (11. bis 14. August). Nach dem zweiten Spieltag (18. bis 20. August) wartet auf die Drittligisten eine englische Woche. Insgesamt sind in der ersten Saisonhälfte drei Wochenspieltage vorgesehen (22./23. August, 3./4. Oktober, 19./20. Dezember).


In der ersten Länderspielphase ruht in den nationalen Wettbewerben auch in der 3. Liga der Ball. Betroffen ist das Wochenende 9./10. September. Während der zweiten Abstellungsperiode im Oktober legt die 3. Liga keine Pause ein.

Nach dem 20. Spieltag geht es ab 20. Dezember in eine einmonatige Winterpause. Ins neue Jahr startet die 3. Liga am 19. Januar 2024. Der letzte Spieltag findet geschlossen am Samstag, 18. Mai, statt. 

Alle Spiele der 3. Liga sind weiterhin live und in voller Länge bei MagentaSport zu sehen. 312 der 380 Partien zeigt MagentaSport exklusiv, 68 Spiele laufen zusätzlich live im frei empfangbaren Fernsehen bei der ARD und ihren 3. Programmen. Die ARD und die Landesrundfunkanstalten haben das Recht, zwei Livespiele pro Wochenende zu übertragen. Der neue Medienrechte-Vertrag der 3. Liga tritt mit Beginn dieser Saison in Kraft und läuft bis zum Ende der Spielzeit 2026/2027.

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 07.07.2022


Maßnahmen beschlossen 

DFB baut strukturelles Defizit ab

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) e.V. und die Gremien der DFB GmbH & Co. KG haben auf einer Klausurtagung Maßnahmen zum Abbau des strukturellen Defizits in Höhe von insgesamt 15 Millionen Euro beschlossen. Die Gremien folgten damit weitestgehend den Vorschlägen von zehn internen Arbeitsgruppen, die in den vergangenen Monaten Einspar- und Erlöspotenziale für den DFB identifiziert hatten. Mit den Maßnahmen wird das strukturelle Defizit des Verbandes spürbar von derzeit jährlich 19,5 Millionen Euro auf 4,5 Millionen Euro reduziert. In den kommenden Monaten wird der DFB weitere Maßnahmen erörtern und beschließen, um das strukturelle Defizit vollständig abzubauen.

DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald sagt: "Wir haben einen konsequenten Weg der Haushaltskonsolidierung eingeschlagen, auf dem wir die bestehenden Budgets und weiteren Planungen verantwortungsvoll und weitsichtig angepasst haben. Dabei ist ein wichtiges Zwischenziel erreicht, von dem das Signal ausgeht, dass wir aus eigener Kraft in der Lage sind, die Mittel zur vollständigen Bewältigung des strukturellen Defizits zu erwirtschaften. Positiv ist zudem, dass unsere 21 Landesverbände von den Kürzungen nicht betroffen sind. Im Gegenteil: Der Amateurfußball wird durch den mit der DFL vereinbarten neuen Grundlagenvertrag seine Zuschüsse sogar steigern können."

Direktion Öffentlichkeit und Fans

Quelle: Pressemitteilung DFB vom 04.07.2023