Adler schwächeln weiter in eigener Halle

Straubing gewinnt knapp, rückt auf Platz 3 vor 

Die Straubing Tigers konnten in der SAP Arena mit 3:2 siegen und drei wichtige Punkte aus Mannheim mitnehmen. Nach einer frühen Zwei-Tore-Führung hielten die Niederbayern im Schlussdrittel gegen den wachsenden Druck der Adler stand und retteten den Vorsprung mit großem Einsatz über die Zeit.


Von Beginn hohes Tempo 

Von der ersten Sekunde an war Tempo im Spiel. Beide Mannschaften suchten den direkten Weg nach vorne, wobei Straubing zwischenzeitlich tief in der eigenen Zone verteidigte. Mit hohem Einsatz vor dem eigenen Tor retteten sich die Tigers jedoch mehrfach aus brenzligen Situationen. Nach einem Schuss auf das Mannheimer Tor war Franzreb die Maske verrutscht, die erste Auszeit einer bis dahin sehr zügigen Begegnung. Mannheim kam zu einer hochkarätigen Gelegenheit, ließ diese jedoch ungenutzt. Straubing antwortete mit einem Distanzschuss, den Christian Reichel stark blockte. Kurz darauf setzte sich Elis Hede energisch durch und legte für Nick Halloran auf, doch der Abschluss fand nicht den Weg ins Tor. In der 9. Minute erhielt Mannheim die erste Strafzeit der Partie (Renouf, Beinstellen). Auch in Unterzahl blieben die Adler gefährlich, doch Straubing nutzte wenig später die eigene Druckphase: Danjo Leonhardt traf mit seinem sechsten Saisontor aus der Tiefe des Raums zur 1:0-Führung (12:28). Die Vorarbeit leisteten Justin Scott und Mario Zimmermann. Straubing gewann in dieser Phase die Mehrzahl der Zweikämpfe und blieb offensiv präsent. In der 17. Minute erhöhte Elis Hede nach kreativem Zusammenspiel mit Tyler Madden und Nick Halloran auf 2:0. Mannheim war in dieser Szene unsortiert, Hede stand frei vor dem Tor und verwandelte souverän zu seinem 16. Saisontreffer. Kurz vor der Pause brachte ein Check gegen den Kopf- und Nackenbereich von Solow (19:36) eine weitere Überzahlsituation für die Tigers. Mit diesem Momentum und einer 2:0-Führung ging Straubing in die erste Pause.


Fight zu Beginn des zweiten Drittels
Der Mittelabschnitt startete mit einer Strafzeit gegen Tyler Madden wegen Stockschlag (20:21). Hieraus entwickelte sich eine hitzige Szene: Alex Green fuhr einen Check gegen Reichel konsequent zu Ende, woraufhin Hayden Shaw für seinen Teamkollegen einstand. Beide lieferten sich einen Fight und erhielten jeweils fünf Minuten wegen Fighting. Zusätzlich wurde gegen Green eine zweiminütige Strafe wegen Behinderung ausgesprochen. Die anschließende Unterzahlsituation überstanden die Tigers ohne Schaden zu nehmen. Straubing verteidigte kompakt und ließ zunächst nur wenige klare Abschlüsse zu. Nach neun gespielten Minuten standen lediglich vier Torschüsse für Mannheim und einer für die Tigers zu Buche. Beide Teams agierten phasenweise kontrollierter und strukturiert. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Mannheim jedoch den Druck. Ein Schuss und der Nachschuss blieben noch ungenutzt, auch weil ein Fehlpass von Esposito eine aussichtsreiche Situation entschärfte. In der 34. Minute musste Stefan Loibl wegen Spielverzögerung auf die Strafbank, was den Gastgebern eine weitere Überzahlsituation einbrachte. Im Powerplay erspielten sich die Adler mehrere gute Möglichkeiten. Zunächst scheiterte Justin Schütz frei vor Florian Bugl, der mit einer starken Parade rettete. Ein Schuss von Mattinen wurde von Alex Green geblockt. Doch Mannheim blieb dran: Über Gawanke und Mattinen gelangte die Scheibe erneut zu Schütz, der im zweiten Versuch zum 1:2-Anschlusstreffer traf. Straubing setzte offensiv vereinzelte Akzente, unter anderem mit einem Versuch von Loibl aus spitzem Winkel. Insgesamt gehörte die Schlussphase des Drittels jedoch den Hausherren, die mehrfach gefährlich vor dem Tigers-Tor auftauchten.


Gäste hielten Druck stand
Straubing blieb auch im Schlussabschnitt gefährlich. Danjo Leonhardt und Stefan Loibl setzten früh offensive Akzente, ehe Justin Scott in der 46. Spielminute eiskalt zuschlug. Nach einem schnellen Umschaltmoment nutzten die Tigers die unsortierte Hintermannschaft der Adler konsequent aus. Scott traf auf Zuspiel von Leonhardt zum 3:1. In der Folge erhöhte Mannheim den Druck. Eine Strafzeit gegen Ryan Merkley wegen Behinderung (52:30) brachte die Gastgeber erneut in Überzahl. Diese nutzten sie: Zachary Solow verkürzte im Powerplay nach Vorarbeit von Gilmour und Plachta auf 2:3 (54:26). Die Schlussphase war geprägt von intensivem Verteidigen. Scott überzeugte nicht nur offensiv, sondern auch mit zahlreichen geblockten Schüssen und starken Zweikämpfen. Mehrfach warfen sich Loibl, Leonhardt und Scott in Abschlüsse der Mannheimer und verhinderten klare Torchancen. 2:28 Minuten vor dem Ende nahm Mannheim Franzreb zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Adler warfen alles nach vorne. Eine Strafzeit gegen Mattinen wegen Spielverzögerung (57:49) unterbrach den Rhythmus noch einmal. Nach der Auszeit der Hausherren ging es erneut im 5-gegen-5 mit Empty Net weiter. Straubing verteidigte mit großem Einsatz und brachte die knappe Führung über die Zeit.

Fazit:
Die Adler sind weiter auf der Suche nach Konstanz und Platz 2 wackelt bedenklich. Fünf Spieltage vor Ende der regulären Runde, beträgt der Vorsprung auf Platz 5 (Ingolstadt mit 88 Punkten) nur noch 4 Punkte, Straubing ist mittlerweile pünktlich und auch München rangiert nur noch 2 Punkte hinter den Adlern. 

Content: Michael Kaiser vom 01.03.2026
Foto: Daniel Meyer