Schicker: „Alle laufen in die richtige Richtung“

In der Juni-Ausgabe des SPIELFELD, dem Klubmagazin der TSG Hoffenheim, spricht Geschäftsführer Andreas Schicker über die Performance der vergangenen Saison, über die außergewöhnliche Marktwert-Entwicklung des Kaders und über seine besondere Beziehung zu Trainer Chris Ilzer.

In der nächsten Saison spielt die TSG Hoffenheim in der UEFA Europa League – dank einer famosen Spielzeit 2025/26: „Es war eine großartige Saison. Wir haben einen fantastischen Gesamteindruck erzielt - mit der Qualifikation für die Europa League und 61 Punkten, der zweitbesten Ausbeute in der Klubgeschichte. Da sollen und können alle stolz sein. Die Saison gibt uns die Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind und zeigt zugleich, dass wir noch Arbeit vor uns haben“, sagt Andreas Schicker, Geschäftsführer Sport der TSG.

Ein Grundstein für den Erfolg der vergangenen Saison war ein großer Umbruch im Sommer 2025. Auch in diesem Jahr wird es ein paar Kaderänderungen geben: „Wir werden sicher zwei, drei Kaderplätze mehr besetzen. Die Europa League ist schon sehr intensiv, das darf man nicht unterschätzen, insbesondere die Reisestrapazen. Du bist als Team sehr viel zusammen – und umso wichtiger ist, dass du auch gerne viel zusammen bist. Nur dann wird es erfolgreich sein. Diesen Geist, den wir in diesem Jahr entwickelt haben, müssen wir weiterführen.“ Dazu hat Schicker mit den Vertragsverlängerungen zahlreicher Achsenspieler ein starkes Fundament gelegt. Gleichzeitig betont der TSG-Geschäftsführer: „Genauso braucht es neue Reize, es braucht neue Energie. Ich bin ein Freund von Veränderungen.“ Grundsätzlich werde der Umbau viel kleiner werden als im vorigen Jahr, wo teilweise acht Neue in der Startelf standen. „Jetzt wird auch der eine oder andere Neuzugang kommen, der vielleicht ein bisschen Zeit brauchen wird, weil wir mit diesem Spieler einen anderen Plan verfolgen. Sollte zum Beispiel ein begehrter Spieler wie Bazoumana Touré, der ja bekanntlich viele Interessenten hat, am Ende als Rekordtransfer der TSG-Geschichte wechseln, werden wir ihn nicht Eins-zu-eins ersetzen, auch nicht ersetzen können. Unser Job ist es, dann einen anderen Bazou zu finden, der vielleicht in einem Jahr soweit ist.“ Grundsätzlich bleibe dies die TSG-DNA, betont der 39-jährige Österreicher: „Dieser Weg, spannende Spieler zu entwickeln und dann abzugeben, ist ohne Alternative. Es ist der einzig richtige Weg, den du hier gehen kannst. Und wir sehen ja im Kader, dass Entwicklung funktioniert: Wir haben ja hier aktuell schon erhebliche Werte geschaffen.“

Ein wichtiger Aspekt des Erfolges ist für Schicker sein Trainer Chris Ilzer. Die beiden kennen sich schon seit vielen Jahren, sie verbindet auch abseits des Rasens eine Freundschaft: „Wir gehen zusammen in die siebte Saison, haben gemeinsam erfolgreiche Zeiten erlebt. Das verbindet, aber zugleich können wir das gut trennen. Ich war mit Chris, seit wir in Hoffenheim sind, nicht zweimal alleine essen. Aber wir wissen genau, was wir voneinander erwarten können, wissen zu schätzen, was wir am anderen haben“, sagt Schicker und fügt an: „Er ist richtig gut darin, wie er eine Mannschaft führt und wie er Dinge in der Hierarchie einer Mannschaft anpackt. Chris schafft es zudem, dem Team Werte und Ziele für eine Saison zu vermitteln, die die Mannschaft dann auch wirklich konsequent lebt und verfolgt. Gleichzeitig ist er dennoch bereit, sich mit anderen Ideen oder Vorschlägen auseinanderzusetzen – und im Zweifel sein Handeln anzupassen. Wir haben es gemeinsam geschafft, dass wir alle in die gleiche Richtung laufen.“

Content: TSG Hoffenheim vom 11.06.2026
Foto: Brück