Große Abschiedsparty in Mannheim 

Patrick Groetzki und Mikael Appelgren sagen in ihrer Halle Servus 

Beim "Final Roar" feierten Patrick Groetzki und Mikael Appelgren ihren Abschied: Der Torhüter sorgte mit dem finalen 32:32 damit nicht nur für den Ausgleich im unterhaltsamen Abschiedsspiel, er zog auch in anderem Punkt nach: Sein Banner hängt nun neben dem seines langjährigen Mitspielers unter dem Hallendach der SAP Arena.


Der "Final Roar" von Patrick Groetzki und Mikael Appelgren war ein großes Treffen der Handball-Stars, die gemeinsam mit über 8.000 Fans in der SAP Arena die beiden Legenden der Rhein-Neckar Löwen verabschiedeten. Zunächst aber wurden alle von den Fans in der Halle begrüßt, die beiden Protagonisten bereits vor dem Anwurf mit Standing Ovations.


Die auf zwanzig Minuten angesetzten Drittel der Partie standen zunächst im Zeichen der Torhüter: Mikael Appelgren zeigte seine Klasse - auch gegen Patrick Groetzki. Auf der Gegenseite war Joel Birlehm allerdings ebenfalls mehrfach zur Stelle. Der erste Treffer sollte dann Hendrik Pekeler nach gut fünf Minuten gelingen, auf der Gegenseite glich Uwe Gensheimer aus.

Damit war der Bann gebrochen und der Weg auch frei für erste Kunststücke, wie den von Matthias Musche für Patrick Groetzki aufgelegten Kempa. Doch das Team von Mikael Appelgren legte weiter vor und gewann den ersten der drei Abschnitte mit 14:11. Im zweiten Abschnitt unterstützten Special Olympics Athleten beide Teams. Das Team Johnny kam auf, doch das Team Apfel schlug zurück und setzte sich am Ende sogar auf vier Tore ab.


Vor dem dritten Abschnitt entschied ein Tischtennis-Duell zwischen Groetzki und Appelgren über den Anwurf - und der Torhüter gewann dieses trotz zwischenzeitlichen Drei-Punkte-Rückstands. Allerdings galten im letzten Drittel Spezial-Regeln, ein Würfel verlängerte den Siebenmeter beispielsweise um bis zu sechs Meter und zwischenzeitlich wurde auch mal mit dem Fuß gespielt.

Sportlicher Ehrgeiz und ein gerechtes Remis
Nach einem Fünf-Tore-Rückstand meldete sich das Team von Patrick Groetzki zurück und übernahm sogar die Führung. Zwanzig Sekunden vor dem Ende sorgte Rune Dahmke für das 32:31, doch Mikael Appelgren übernahm nun die Verantwortung und ließ sich auf dem Weg zum 32:32-Ausgleich nicht aufhalten. Ein begeisternder Schlusspunkt unter einem unterhaltsamen Abend.

Besonderer Moment mit Christian Schwarzer
Für mich als Saarländer war das Wiedersehen mit Christian Schwarzer besonders schön. Ein Held meiner Jugend, beginnend mit seiner Zeit beim TV Niederwürzbach. Was folgte waren Titel wie die deutsche Meisterschaft mit dem TBV Lemgo, Europameisterschaft, Weltmeisterschaft oder der Gewinn der Champions-League mit dem FC Barcelona. Diese Erfolge und weitere Titel in Spanien machten ihn zum Mitglied der "Hall of Fame" der Europäischen Handballföderation. 

Die Teams von Patrick Groetzki und Mikael Appelgren

Team Johnny
Patrick Groetzki, Andy Schmid, Uwe Gensheimer, Ivan Martinovic, Zarko Sesum, Matthias Musche, Christian Schwarzer, Tobias Reichmann, Juri Knorr, Michael Haaß, Steffen Weinhold, Bjarte Myrhol, Mads mensah Larsen, Rune Dahmke, Olle Forsell Schefvert, Kai Häfner, Joel Birlehm, Nikolas Katsigiannis, Jannik Kohlbacher, Vivian Marchioro, Sebastian Braasch, Ralph Berger, Johannes Hämmerle, David Gaupeter, Pascal Werner, Nikolaj Jacobsen, Marc Nagel. 


Team Apfel
Mikael Appelgren, Johannes Sellin, Tim Nothdurft, Patrik Fahlgren, Andreas Palicka, Per Sandström, Rafael Baena, Maruis Steinhauser, Ilija Abutovic, Gistav Davidsson, Michael Allendorf, Jim Gottfridsson, David Späth, Alexander Petersson, Jesper Nielsen, Kim Ekdahl Du Rietz, Hendrik Pekeler, Edwin Aspenbäck, Tim Hauser, Felix Boos, Florian Hersperger, Kai Polefka, Volker Fetzner, Julia Matz, Michael Roth, Sanjin Bahtijarevic. 

Content/Foto: Michael Kaiser vom 19.07.2026