Italienischer Double-Sieger im Wildpark
Konzentrierte Leistung in torloser erster Halbzeit
Taktische Neuausrichtung zum Spiel gegen die Gäste aus Mailand. KSC-Cheftrainer Maximilian Senft wechselte erstmals seit seinem Amtsantritt in eine 4-2-3-1-Formation. Die Innenverteidigung bildete dabei das etablierte Duo Franke – Kobald, während Jung und Neuzugang Ofli die Außenverteidiger gaben. Das zentrale defensive Mittelfeld bekleideten Wiethaup und Youngster Zor. Davor spielte wie gewohnt Kapitän Marvin Wanitzek. Die Flügel besetzten links Fukuda und rechts US-Nationalspieler Pinto Pedrosa. Das Sturmzentrum besetzte Broschinski.
Mutiger Beginn
Bei strahlendem Sonnenschein gab Schiedsrichter Schlager das Spiel kurz nach 16:30 Uhr frei. Die erste gute Möglichkeit gehörte direkt den blau-weißen Hausherren. Ein langer Einwurf von Fukuda wurde verlängert und landete auf dem Kopf von Franke. Der Routinier, mit einem neu verlängerten Vertrag ausgestattet, verfehlte das Gehäuse von Inters Schlussmann Martinez nur knapp (4.). Nur wenig später, in der 8.Minute, war es Pinto Pedrosa, der den spanischen Torhüter zum ersten Mal auf die Probe stellte. Nachdem sich die Elf von Maximilian Senft sehenswert aus dem Pressing des italienischen Meisters befreite, kam das Karlsruher Eigengewächs im Strafraum zum Abschluss.
Ausgeglichene Viertelstunde zu Beginn
Rund 15 Minuten waren gespielt, da gelang dem Karlsruher Kapitän Wanitzek beinahe das vorläufige Tor des Jahres. Im Anschluss an einen Abstimmungsfehler in der Hintermannschaft Inters fackelte der Mittelfeldspieler nicht lange und zog aus gut 40 Metern ab. Die Kugel ging über den aufgerückten Martinez, aber auch das Tor, hinweg.
In der 19. Spielminute meldeten sich schließlich die Nerazzurri im Karlsruher Sechzehner an. Eine Flanke von Augusto landete bei Esposito, der allerdings keinen Druck hinter den Ball bekam und Bernat vor keine Prüfung stellte. Nur wenig später war es erneut der Gastgeber, der gefährlich wurde. Nach einer Ecke landete der Ball auf dem rechten Fuß von Wanitzek, der sofort abzog. Martinez aber im Tor von Inter zur Stelle.
Keine Treffer bis zur Pause
In der 34. Minute wurde auch Bernat zum ersten Mal gefordert. Eine Flanke von Barella wurde nicht geklärt, landete auf dem Fuß des großgewachsenen deutschen Innenverteidigers Bisseck, der schnurstracks abzog. Sein Abschluss kam allerdings etwas zu zentral aufs Karlsruher Gehäuse, so dass Bernat zur Stelle war. Nach 45 Minuten blieb es somit beim leistungsgerechten 0:0. Der italienische Meister hatte in Summe zwar etwas mehr Spielanteile, die besseren Möglichkeiten gehörten jedoch dem KSC.
Pause in Karlsruhe!
Inter gewinnt durch späte Treffer von Diouf
Fächerstädter können über weite Strecken überzeugen
Mit Wiederanpfiff wechselten die Mailänder die elf Mannen auf dem Platz komplett durch. Auch der kam verändert aus der Kabine. Väänänen und Civeja ersetzten Wiethaup und Zor im Mittelfeldzentrum.
Führung durch Neuzugang Civeja
In der 50. Minute belohnten sich die Fächerstädter für ihren couragierten Auftritt. Broschinski nahm der Hintermannschaft der Nerazzurri den Ball ab und legte auf Civeja ab, der aus zentraler Position mit viel Übersicht ins rechte untere Eck einschob. Eine nicht unverdiente Führung für den Zweitligisten.
Inter kam besser ins Spiel
Knapp 15 Minuten später meldeten sich die Gäste erneut vor dem Badener Tor an. Nach einem hohen Ballgewinn fackelte Topalovic nicht lange und visierte das lange Eck an. Bernat musste sich lang machen, nutzte dabei seine ganze Körpergröße um den Schuss zu klären. Der 21-fache italienische Meister hatte nun seinen Rhythmus gefunden, wurde zunehmend stärker. Nach einer Flanke von Dimarco und anschließendem Kopfball wurde Bernat erneut zur Glanzparade gezwungen (67.).
Später Doppelschlag durch Diouf
Zehn Minuten vor dem Ende der Partie hatte der eingewechselte Ponente-Ramirez das 2:0 auf dem Fuß. Nach einem sehenswert ausgespielten Angriff kam der junge Flügelspieler auf Höhe der Strafraumkante an den Ball. Sein Versuch die Kugel ins lange Eck zu schlenzen, verfehlte den Kasten allerdings. Knapp links über das Tor.
Die letzten Minuten der regulären Spielzeit mussten unsere Blau-Weißen in Unterzahl absolvieren, da Jung von Krämpfen geplagt den Platz verlassen musste und bereits alle Feldspieler auf der Bank eingewechselt waren.
Crunchtime bringt Entscheidung für Inter
In der Nachspielzeit schlug der italienische Doublesieger dann schließlich zu. Ein Eckball von Dimarco landete im Rückraum bei Diouf, der aus 20 Metern mit einem wahren Strich einnetzte (90+1.). Weitere drei Minuten später der nächste Mailänder Erfolg. Wieder landete die Kugel bei Diouf, der den Ball von der rechten Strafraumkante sehenswert in den linken Winkel zirlelte und Bernat keine Abwehrmöglichkeit ließ (90+4.).
Dann war die Begegnung zu Ende.
Die Spieldaten:
KSC: Bernat – Jung, Franke, Kobald, Ofli (61. Bergh) – Pinto Pedrosa (68. Ponente-Ramirez), Zor (46. Väänänen), Wanitzek, Wiethaup (46. Civeja), Fukuda (82. Scholl) – Broschinski (68. Eichinger)
Inter: Martinez (46. Di Gennaro) – Bisseck (46. Pavard), Bovio (46. Maye, 70. Lavelli), Augusto (46. Bastoni) – Henrique (46. Diouf), Barella (46. Frattesi), Stankovic (46. Zielinski), Mkhitaryan (46. Akinsanmiro), Marello (46. Dimarco) – Esposito (46. Mosconi), Iddrissou (46. Topalovic)
Zuschauer 31.326
Heim: 29.620 (ausverkauft), Gast: 1.706