Dunkle Wolken über dem "NLZ Saar" der SVE

Abhängigkeiten und Vetternwirtschaft beim Nachwuchs des Zweitligisten 

Viele Jahre wurde der SV 07 Elversberg nachgesagt, dass das sogenannte NLZ Saar nur auf dem Papier bestehe. Zwar wurden Stellen, gemäß Lizenzvorgaben für NLZ, besetzt, aber man war bei der Infrastruktur in keinster Weise so aufgestellt, dass man die  erforderlichen Plätze für die Jugend,  die ausschließlich den jeweiligen Teams vorgehalten werden müssen, tatsächlich zur Verfügung hatte. Viele personelle Entscheidungen waren kaum nachvollziehbar, nicht einmal im engsten Kreis. Positionen wurden mehr und mehr an "bequeme" Zeitgenossen vergeben. Die fachliche Eignung blieb oftmals eine Randnotiz. Neben dem Glanz des Profiteams ging es im Jugendbereich bergab. An der schlechten Infrastruktur änderte sich nichts. Mit Beginn der Bauarbeiten an der Ursapharm Arena, wurde dann auch noch der Kunstrasenplatz hinter dem Stadion zweckentfremdet. Dort befindet sich mittlerweile das Containerdorf mit Umkleiden und Funktionsräumen für das Profiteam.  Die U-Teams verdanken ihre Teilnahme an den DFB-Nachwuchsrunden übrigens ausschließlich der Reform des Spielmodus zu Beginn der letztjährigen Spielzeit. Ansonsten würden diese, wie in den Jahren vor der Reform, Regionalliga spielen. Verdiente, unbequeme Trainer wurden aussortiert, ein Klima des blinden Gehorsams geschaffen.

Köllerbach-Connection im Brennpunkt
Im Mittelpunkt der Kritik stand und steht der kaufmännische Leiter des NLZ, Francesco Notarrigo. Dies beginnt mit dem Vorwurf, dass dieser nicht nur seine im Verein spielenden Söhne bevorzuge und entsprechend "fördere", sondern es habe sich auch ein negatives "Netzwerk", bestehend aus der sogenannten "Köllerbach-Connection" gebildet. Hier sind mit NLZ Leitung Francesco Notarrigo, Sportlicher Leitung Dimitri Abazadze und Robin Vogtland gleich drei ehemalige Köllerbacher zu nennen.

Sogenannte Leitung greift in den Spielbetrieb ein
Auch stehen belegte Vorwürfe im Raum, wonach der kaufmännische Leiter sich permanent in sportliche Belange einmischt, direkten Einfluss auf Taktik und Aufstellungen nimmt. Beispiele gibt es mehrere. So gab es Eingriffe in Wechsel / Aufstellungen bei Ligaspielen, beispielsweise in Püttlingen gegen Mainz 05. Ein anderer Fall, nicht weniger peinlich, beim DFB-Pokal in Leverkusen. Wenn ein "Sportlicher Leiter" einen Teamarzt auf der Trainerbank anruft, dieser dann zum Trainer an der Linie läuft und "Befehle" weitergibt, ist dies erschreckend. Damit zerstört man nicht nur den Trainer. Wenn dann wirklich alle Eltern diesen Vorfall wahrnehmen, kann von Respekt keine Rede mehr sein und ein solches Verhalten schadet dem Ansehen des gesamten Vereines.

Gespräche mit Spielern eine Farce
Die Übernahmegespräche mit Spielern (April 2025) llefen bei allen Beteiligten nach folgendem Muster ab: Herr Notarrigo teilte, entspannt im Sessel liegend und die Füße auf dem Schreibtisch, in einem wenige Minuten dauernden Gespräch mit, wie "stark" doch seine beiden Söhne  "Tyler & Lionel" seien und man von ihnen doch lernen solle. Nach diesem "Monolog" 

war das Gesprãch beendet und wenn zugestimmt wurde, wurde man übernommen.  Andernfalls gestaltete sich die weitere Zusammenarbeit eher kompliziert. Spieler wurden dann über Wochen hingehalten und erst auf den letzten Drücker, zum Ende der Runde, informiert. Dies ist natürlich eine mehr als fragliche Vorgehensweise, da belastend für die Psyche der Spieler und Auslöser auch für negative schulische Leistungen der Kinder.

Kadergröße unzulässig und nicht zielführend
Uns liegen konkrete Zahlen zur U19 der SVE vor:
Die übliche Kadergröße an NLZ U-19 in Deutschland beträgt, wie auch vom DFB/DFL vorgegeben, 24 Spieler.  Die aktuelle Kadergröße beträgt jedoch 33 Spieler (Selbst wenn man alle 4 Jokerspieler in diesen einen Jahrgang stecken würde, wäre man weit von der Zahl 33 entfernt). Viele Kinder (Jahrgang 2007) werden zusätzlich zu ihren Einsätzen in der U-19 Bundesliga auch am gleichen Wochenende in der SV Elversberg Il (Saarlandliga) eingesetzt. So kommen viele Spieler aktuell schon weit über 600 Spielminuten. Gleichzeitig stehen Spieler aus dem Jahrgang 2008 oft gar nicht im Kader und bekommen an vielen Wochenenden gar keine Spielzeit, dies obwohl man in der U-19 Bundesliga sportlich weder auf, noch absteigen kann.
Wie sollen sich Spieler so weiterentwickeln? Letzte Saison, als beide Notarigo-Söhne noch beteiligt waren, war der Ablauf kurioserweise noch ein ganz anderer. Da durfte auch noch der jüngere Jahrgang, inklusive der Spieler Notarrigo, seine Erfahrungen sammeln und sich weiterentwickeln. Am Ende stand zwar so der letzte Tabellenplatz, dies wurde aber akzeptiert.
Warum also diese Saison eine neue Vorgabe?
Wenn man Talente mit in die nächste Saison übernimmt, hat man als NLZ auch die Verpflichtung ihnen Spielzeiten zu ermöglichen (sofern die Spieler nicht undiszipliniert oder verletzt sind).
Auch hier werden Versprechungen/Zusagen aus den Übernahmegesprächen nicht eingehalten.

Fahrdienst kostenpflichtig und unzuverlässig
Indgrößten Teilen der NLZ ist der Fahrdienst in der Regel kostenfrei. Dies wäre auch in Elversberg angebracht, da man ja bekanntlich über keine nennenswerte Budgetierung für die Jugend verfügt, sprich, den Spielern wirtschaftlich nichts anzubieten hat. Dann sollte zumindest der Fahrdienst, wie von Herrn Notarigo mehrfach versprochen, kostenfrei sein. Als man die Kinder verpflichten wollte, also nach Elversberg locken wollte, wurde dies so zugesagt.  Vor etwa einem Jahr wurde dann mitgeteilt, dass ab sofort 50€/ Monat zu zahlen seien. Zu allem Ärger hierüber kommen regelmäßig Ausfälle des Fahrdienstes (genaue Daten liegen uns vor). Dennoch wird den Eltern der komplette Betrag in Rechnung gestellt. Teilweise fiel der Fahrdienst über Wochen aus, Eltern wurden aufgefordert einzuspringen. Zusätzlich zu den 50€ mussten also die Eltern ihre Kinder, teils morgens, teils abends  zum Training fahren. Dies war für viele neben dem Beruf eine deutliche Belastung und auch mit erheblichen Kosten verbunden. 

Bemerkenswert auch, dass selbst die Fahrer der Busse sich im Beisein der Kinder extrem negativ über Herrn Notarrigo und Abläufe äußern. 

Content: Michael Kaiser vom 16.09.2025