Sportclub egalisiert das Hinspielergebnis
Ginter und Matanović treffen, Smets mit dem Anschlusstreffer
Gegenüber dem 0:1 gegen Union Berlin vom Wochenende wechselt Julian Schuster drei Positionen: Für Scherhant, Höler und Irié beginnen Suzuki, Beste und Grifo.
Bei den Gästen, nach dem 1:0 Erfolg gegen St. Truiden, ebenfalls drei Änderungen. Bibout, Nkuba und Adedeji-Sternberg sind neu für Ito und Mirisota dabei (beide Bank). Ebenso fehlt Ouahdi gesperrt.
Die Ausgangslage ist, so der Vorteil eines Rückspiels, bekannt. Der Sportclub braucht einen Sieg mindestens mit einem Tor Unterschied für die Verlängerung, zum direkten Weiterkommen braucht es zwei Treffer Differenz.
Schiedsrichter der heutigen Begegnung war Michael Oliver (ENG). Der hatte im "Stadion am Wolfswinkel", so der Name des Europa-Park Stadions bei internationalen, pünktlich angepfiffen. Die Kugel war im Spiel und bereits in der 2.Minute musste Atubolu nach einer zu kurzen Rückgabe per Kopf von Treu auf der Hut sein, war vor Adedeji-Sternberg am Ball.
Die erste Torchance gehörte den Gästen. In der 9.Minute nach Heymans eine Flanke von der rechten Seite direkt, bekam den Ball aber nicht platziert. Kein Problem für Atubolu. Die erste Viertelstunde war mittlerweile verstrichen und die Gastgeber übernahmen mehr und mehr die Initiative.
Führung durch Ginter
Die 19.Minute lief und alles war nun ausgeglichen. Grifo hatte per Freistoß nach innen gepasst, den Kopf von Ginter gefunden. Kayembe kam nicht mehr in den Zweikampf und Ginter traf unter Mithilfe des Innenpfostens zur Führung für den Sportclub.
Fast die Antwort der Belgier, nur eine Minute später. Der Kopfball von Bibout flog nur ganz knapp links am Tor vorbei.
Matanović mit dem 2:0
Angriff ist bekanntlich die beste Verteidigung. So auch bei den Breisgauern. Die 25.Minute lief und Treu verlor zunächst den Ball auf der rechten Seite. Ginter reagierte, eroberte den Ball sofort wieder zurück, passte zu Eggestein. Der spielte weiter an die Strafraumgrenze zu Suzuki. Dessen abgefälschten Versuch legte Ginter per Kopf zu Matanović, der noch noch einschieben musste.
In der 38.Minute bot sich Suzuki die Chance hier auf 3:0 zu stellen. Der trat aber nach einer Grifo-Flanke über den Ball und Genk konnte die Situationen klären.
Anschlusstreffer durch Smets
Das kam nahezu aus dem Nichts. Die Hausherren bekamen eine Hereingabe von Nkuba nicht final geklärt und Karetsas kam zum Schuss. Der sprang vom linken Innenpfosten zurück zum Schützen, der zu Smets legte. Der schob aus kurzer Distanz an Atubolu vorbei ins Tor (39.).
Der Sportclub wirkte aktuell etwas passiv und Genk hatte in der 43.Minute gar die Chance auszugleichen. Nkuba aber aus kurzer Entfernung über das Tor.
Die Nachspielzeit betrug zwei Minuten und es ging in die Kabinen. Freiburg bestimmte über weite Strecken das Spiel, legte vor und fing sich mit einer einzigen Unachtsamkeit den Gegentreffer.
Historischer Erfolg für die Breisgauer
Der SC gewinnt 5:1, steht erstmals im Viertelfinale der Europa-League
Ein Wechsel bei den Gästen mit Wiederanpfiff. Für Adedeji-Sternberg war nun Sor mit dabei. Kaum angepfiffen, war das Spiel schon unterbrochen. Karetsas hatte den Arm von Makengo ins Gesicht bekommen, blieb kurz liegen. Es ging aber ohne Behandlungspause weiter.
Grifo trifft zum 3:1, ist alleiniger Rekordhalter
War der SC zunächst doch unter Druck geraten, war nun der Moment für ein hohes Pressing. Matanović lief Smets in der 53.Minute rechts an, unter Druck geriet dessen Rückpass zu seinem Keeper unpräzise. Grifo spritzte in die Szene, umkurvte Lawal und erzielte den dritten Treffer für den Sportclub.
Ein besonderer Moment, nahezu historisch, da Grifo nun mit 106 Treffern alleiniger Rekordtorschütze des SC Freiburg ist.
Suzuki mit mehr als der Vorentscheidung
Drei Minuten nach dem Treffer von Grifo stieß Suzuki die Tür zum Viertelfinale doch seht weit auf. Nach einer gegnerischen Ecke konterten die Gastgeber Genk aus. Suzuki hatte den Schuss von Nkuba geblockt, hatte im Mittelfeld Fahrt aufgenommen. Von Manzambi kam die Kugel zurück auf Höhe der Strafraumgrenze. Weder Smets, noch Kayembe konnten den quirligen Angreifer stoppen, der per Grätsche ins rechte Eck abschloss (56.). Genk musste nun natürlich kommen, was aber von Freiburg gut unterbunden wurde.
Drei Wechsel bei den Gästen in der 69.Minute: Mirisola, Ito und Medina ersetzten nun Kayembe, Bibout und Bangoura. Beim Sportclub kam zwei Minuten später Höler für Beste. Im Anschluss folgten auch noch Scherhant und Osterhage für Grifo und Matanovic.
In der 78.Minute rutschte ein Pass von Ogbus tatsächlich zu Scherhant durch, der komplett blank Richtung Strafraum lief. Dort zögerte er etwas zu lange, so daß sein Zuspiel auf Höler noch abgefangen wurde.
Eggestein mit dem 5:1
Wieder ein Konter, erneut über Suzuki in der 79.Minute. Der legte vor dem Strafraum quer zu Eggestein, der von Nkuba nicht konsequent verteidigt wurde und ins linke Eck einnetzen konnte.
Nach dem Jubel, die 81.Minute lief, nun Lienhart für Manzambi beim kommenden Viertelfinalisten. Zwei Minuten später löste Sattlberger noch Heymans bei Genk ab. Kübler kam bei den Hausherren zeitlich für Treu.
Die letzten fünf Minuten liefen und die Luft war spürbar raus. Scherhant scheiterte noch einmal an Lawal (87.), ehe es in die dreiminütige Nachspielzeit gehen sollte. Ogbus, wie auch Höler kamen noch zu Abschlüssen, am Ende blieb es aber beim 5:1 Erfolg für Freiburg.
Content: Michael Kaiser vom 19.03.2026
Fotos: Brück