Kurzer Traum vom direkten Achtelfinale 

Undav, Demirović treffen für den VfB, Gigović mit dem Anschluss 

Gegenüber dem 3:0 Auswärtserfolg in Mönchengladbach, änderte VfB-Coach Hoeneß sein Team sechsfach. Im Tor beginnt Bredlow für Nübel. Assignon, Chema, Undav, Führich und Mittelstädt kehren ebenfalls zurück, während Hendriks, Vagnoman, Karazor und Leweling auf die Bank rücken. Nartey fehlt in der Europa-League im Kader.

Die Gäste aus der Schweiz kamen am vergangenen Wochenende mit 1:4 bei Tabellenführer FC Thun doch etwas unter die Räder. Trainer Seoane reagiert mit zwei Wechseln. Janko und Gigovic, ehemals in der Bundesliga aktiv, sind neu in der ersten Elf. Andrews und der gesperrte Raveloson fehlen im Kader.

Undav und Demirovic machen den Auftakt
Das ließ sich doch gut an. Gerade einmal in der 6.Minute angekommen, brachte Assignon Undav in Szene und der vollendete mit dem ersten Kontakt zur Führung. Eine Minute später der Kapitän als Vorlagengeber per Steckpass auf  Demirović. Der hatte im Eins gegen Eins kein Problem den zweiten Treffer nachzulegen. Und schon lebte kurz die Hoffnung, doch noch unter die Top 8 zu rutschen und die Playoffs für das Achtelfinale zu vermeiden.

In der 18.Minute das erste offensive Ausrufezeichen der Gäste. Sanches probierte es aus 30m direkt, kurz am rechten Kreuzeck vorbei. Die nächste Chance, es hätte gut und gerne der dritte Treffer sein können, durch Demirović. Assignon stand aber beim Pass in der 23.Minute bereits im Abseits. Zwei Minuten später vermeintlich die nächste Möglichkeit durch Führich. Ebenfalls die Fahne oben. Im der 28.Minute hatte sich Assignon im Strafraum behauptet, sein Schuss neben das Tor gelenkt.

Keller und der Pfosten retten
Die 31.Minute lief und die Schwaben drehten weiter an der Ergebnisschraube. Diesmal war es Jeltsch, dessen Schuss kurz vor der Strafraumgrenze vom Berner Keeper Keller an den Pfosten gelenkt wurde.
 
Stuttgart schien alles im Griff zu haben, ehe Gigović den Ball in der 36.Minute von rechts in den Strafraum brachte. Monteiro setzte Bedia fein in Szene, der schob nur knapp am linken Pfosten vorbei.

Anschlusstreffer durch Gigović 
Das hatte sich etwas angedeutet und in der 42.Minute wurde zu einem die Unachtsamkeit der Schwaben, wie auch der vorausgegangene Chancenwucher, bestraft. Bredlow hatte im Aufbau einen schlampigen Pass gespielt und Sanches spritzte in die Aktion. Der musste zunächst abdrehte, spielte aber Wüthrich an, der Gigović bediente. Dessen ansatzloser Schuss ging schnurstracks in den linken Winkel. 

Ein Nachspielzeit gab heute Abend nicht. Halbzeit in der Arena Stuttgart. Kurzer Blick auf die Tabelle: Der VfB rangiert aktuell auf Platz 9, während die Young Boys auf Platz 26 aus dem Wettbewerb komplett raus waren. 

Später Treffer von Chema entscheidet 

Young Boys scheiden mit Platz 25 aus Wettbewerb aus

Personell ging es auf bedjen Seiten zunächst unverändert weiter. Deutlich aktiver jedoch die Gäste aus der Schweiz.

So auch in der 55.Minute bei der Chance von Bedia. Der wurde von Sanches geschickt, sein Schuss zur Ecke geklärt. Zuvor hatten die Stuttgarter Abseits reklamiert.

Ausgleich durch Lauper 
Zwei Minuten später war es passiert. Hatte der erste Versuch noch nichts gebracht, so sollte aus dem nächsten Abschluss, nach einer Ecke und der Volleyabnahme von Lauper, ein Traumtor resultieren. Ausgleich von der Linie des Strafraums in den rechten Winkel. 

Jetzt war der VfB wieder um Antwort bemüht. Zunächst aber ein Wechsel bei den Gästen. Cordova löste Bedia ab (63.). Eine Minute später Fehler von Mittelstädt, dem im Berner Strafraum ein Fehlpass unterlief. In Folge ging es schnell und der Berner Konter über rechts lief über Janko der flankte. Am zweiten Pfosten kam Sanches zum Kopfball, den Bredlow stark parierte. 
Vierfacher Wechsel bei den Hausherren in der 68.Minute: Leweling, El Khanouss, Karazor und Hendriks kamen für Führich, Undav, Stiller und Chabot. Die Hausherren erhöhten wohl die Intensität, weitere Chancen blieben allerdings Mangelware. 

Virginius, Males und Pech kamen in der 78.Minute bei Bern für Monteiro, Fasnacht und Gigović. Ein Blick auf die Tabelle sollte beiden Teams verdeutlicht haben, dass ein Unentschieden beiden nicht helfen würde. Stuttgart hätte den direkten Platz im Achtelfinale verpasst, Bern wäre komplett aus dem Wettbewerb ausgeschieden. 

Die Schlussphase, sprich die letzten fünf Minuten liefen. Der nächste Abschluss, ein Schuss von Cordova in der 86.Minute, war kein Problem für Bredlow. Durcheinander im Berner Strafraum in der 89.Minute. Sowohl Demirović, wie auch Vagnoman scheiterten aus kürzester Entfernung. 

Chema mit der späten Entscheidung 
Also doch ein Sieger? Chema gelang der Treffer nach einem Konter, selbst von ihm eigenen Strafraum gestartet. Über El Khanouss und Leweling war die Kugel dann am zweiten Pfosten wieder zu Chema gekommen und der konnte einschieben. 

Die Nachspielzeit von drei Minuten änderte nichts mehr am Resultat. 

Für den VfB bedeutet abschließend Platz 11 eine gute Ausgangsposition für den weiteren Verlauf, während Bern, denkbar knapp, auf Platz 25 ausscheidet. 

Content: Michael Kaiser vom 29.01.2026
Fotos: Brück