FCK in höchster Not

Antrag stellen nur abends zu spielen 

Wenn der FCK am Samstagabend, 20:30 Uhr, die Gäste vom SC Paderborn empfängt, geht es für beide Teams um sehr viel. Während die Pfälzer nur noch einen Punkt vor einem direkten Abstiegsplatz stehen, könnten die Westfalen bei einer Niederlage wohl das Thema Aufstieg abhaken.

Zum Flutlichtspiel auf dem Betze sind, so Pressesprecherin Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck, aktuell bereits 34.277 Tickets abgesetzt, davon 468 Karten nach Paderborn. Es wird also noch die Möglichkeit geben, sich an den Tageskassen ein Ticket zu kaufen. Personell kann Dimitrios Grammozis aus dem Vollen schöpfen. Neben Hendrick Zuck, der seine OP gut überstanden hat, fehlen lediglich Philipp Hercher (Hüfte) und Ben Zolinski (krank) im möglichen Kader. Hercher befindet sich in Reha, einen Zeitpunkt für seine Rückkehr gibt es noch nicht.

Abends mit etwas mehr Energie
Offenbar, zumindest gibt das die Statistik her, fühlen sich die Roten Teufel abends deutlich wohler. Siege gegen Nürnberg, Schalke und bei der Hertha könnten als Beleg hierfür dienen. Diese zwei Gesichter will Trainer Grammozis so nicht erkennen, kann aber angesichts der Ergebnisse mutmaßen, dass seine Mannschaft abends etwas mehr Energie entwickle. Final lässt sich, so Grammozis, festhalten: "So richtig erklären kann man das nicht. Anscheinend ist es so, dass die Spieler abends nochmal einen Ticken mehr Energie frei werden lassen. Aber wir müssen einfach grundsätzlich ein anderes Gesicht zeigen als gegen Elversberg". 


Den Ernst der Lage erkennen
Ob der Diskussionen unter der Woche, auch nach den Aussagen von Thomas Hengen, stellt sich in der Presserunde die Frage, ob wirklich alle Spieler den Ernst der Situation verstanden habe. Dies sei, so Grammozis, das gute Recht des Geschäftsführers und er stimme ihm zu: "Ich finde es sehr wichtig, dass Thomas seine Meinung kundtut. Es ist wichtig, dass er uns immer wieder sensibilisiert und uns wachhält. Natürlich wollen wir so schnell wie möglich wieder in die Erfolgsspur kommen". Auch die Mannschaft sei fokussiert: "Wir reden das nicht schön und wir wissen, dass es um den Klassenerhalt geht. Vom Willen her konnte ich den Jungs in Elversberg keinen Vorwurf machen, aber wir haben in vielen Bereichen nicht unsere beste Performance abgeliefert."

Spielstarkes Paderborn
Auch wenn der Gegner sehr spielstark sei, wolle man die eigenen Stärken nicht vergessen. So habe seine Mannschaft über die Runde einen Treffer mehr erzielt als der SC Paderborn. Die Schwere der Aufgabe ist dem Übungsleiter des FCK bewusst: Ich kenne Lukas Kwasniok noch aus unserer gemeinsamen Zeit beim Fußballlehrer-Lehrgang. Ich weiß, wie akribisch er arbeitet, wie er denkt und wie er seine Mannschaft vorbereitet“, 

Müssen Männerfußball spielen

Eklig sein, dem Gegner wehtun; in jedem Spiel 

Dem Gegner wehtun und Basics abrufen, so lautet die Devise für das kommende Spiel.

Sehr variabler Gegner
Mit dem SC kommt ein sehr spielstarker, variabler Gegner mit sehr vielen Möglichkeiten in der Offensive. Paderborn verfüge mit Grimaldi, Ansah, Bilbija, Kostons, Conteh oder Platte über viele Optionen, sei aber auch, zusammen mit Schalke, die anfälligste Mannschaft bei Kontern.

Schwächeres Zuschauerinteresse
Auf das bisher schwächste Vorverkaufsergebnis angesprochen führte Dimitrios Grammozis wie folgt aus:
"Wir können unsere Zuschauer und Fans nur über Leistung ins Stadion holen. Wenn das Spiel in Elversberg der Indikator dafür ist, kann ich die Fans verstehen. Nimmt man aber das Schalke Spiel, mit einem guten Spiel und vielen Toren, können die Fans sicher sein, dass sich die Mannschaft zerreißt. Es ist eine schwierige Situation für die Fans. Wir müssen endlich einmal eine Serie starten. Die, die ins Stadion kommen, werden eine leidenschaftliche Mannschaft sehen und nicht enttäuscht sein".
Allerdings muss berücksichtigt werden, dass viele mit Sicherheit in Sachen Fasching unterwegs sind und auch nur recht wenige, 468 Fans, aus Paderborn anreisen.

Mannschaft muss eklig sein
Grammozis wollte für das Auftreten in Elversberg keine Ausrede suchen. Man habe mit der Mannschaft gesprochen und die Spieler hätten diese Einstellung ja auch schon mehrfach gezeigt. Es bringe allerdings nichts, ständig über Intensität oder Zweikampfstärke zu reden. Diese Attribute müsse man auf dem Platz zeigen. In Elversberg war dies nicht der Fall.

Problem der fehlenden Leader
Das Thema mit "Leadern" sei natürlich präsent. Allerdings sei, im modernen Fußball, das Thema Führungsspieler differenziert zu sehen.  Oftmals sei es doch so, dass nach Niederlagen nach eben diesen Spielern gerufen werde und man im Erfolg gerne vom Kollektiv rede. Seine Mannschaft verfüge über Spieler, die sehr reflektiert seien.

Gute Mischung finden 
Eine größere Rotation für Samstag wollte Grammozis vorab nicht bestätigen. Es sei die Herausforderung eines Trainers, eine gewisse Kontinuität zu finden, aber auch der Mannschaft neue Energie zu geben. Wichtig sei jedoch, gerade im Abstiegskampf, Stabilität. 

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